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Frust im Job: Was deutsche PR-Profis am meisten nervt

Insight - 17. Nov 21

Schlechte Laune vorprogrammiert: Was löst bei den Kommunikationsverantwortlichen hierzulande am meisten Frust im Job aus? Diese Frage haben wir gemeinsam mit Faktenkontor gestellt – und rund 350 PR-Profis haben geantwortet. Weiterhin Dauer-Knackpunkt: Zu wenig Personal. 

Demnach frustriert die meisten Befragten, dass ihre Abteilung oder ihre Agentur zu wenig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die anstehenden Aufgaben hat: 40 Prozent beklagen fehlende personelle Ressourcen. Was sind die Gründe für zu wenig Manpower in vielen Kommunikationsteams? Zumal die vielen offenen Stellenanzeigen in der Branche ja eigentlich ein Zeichen dafür sind, dass die Unternehmen bereit sind, Personal einzustellen. Oder verzerrt die gleichzeitig hohe Fluktuation seit Beginn der Pandemie das Bild hier ein bisschen? Möglicherweise werden auch eher neue Skills gesucht, gerade im Tech- und Data-Bereich, die noch wenige Bewerberinnen und Bewerber mitbringen. Oder es fehlt dann doch am nötigen Budget für Neueinstellungen. 

Ein zu geringes Budget ist sodann auch der zweithäufigste Grund für Frust im Job (31 Prozent). Ebenso zermürbend empfinden die Befragten die hohe Fremdbestimmung, die ihre Tätigkeit mit sich bringt (31 Prozent). Oft lässt sich ein Arbeitstag nur rudimentär planen, denn im Laufe des Tages kommen Themen auf den Tisch, die hohe Priorität haben und sofort erledigt werden müssen. Selbstbestimmtes Arbeiten hat dann das Nachsehen, und das erzeugt Stress und Frust.

Immerhin: Das eigene Team gibt den meisten Befragten wiederum Rückhalt im Job. Nur einer von zehn PR-Profis ist von unzuverlässigen Kolleginnen und Kollegen frustriert (10 Prozent). Auch mit den Dienstleistern scheint die Zusammenarbeit meistens gut zu funktionieren: Nur 9 Prozent der Befragten beklagen unfähige Dienstleister. Mit dem Marketing klappt es auch sehr gut: Nur 8 Prozent frustriert, dass die Geschäftsführung die Marketingabteilung bevorzugt.

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Die größten Frust-Faktoren von PR-Profis im Detail (vollständige Ergebnisauflistung):

  • Zu wenig personelle Ressourcen 40%
  • Zu geringes Budget 31%
  • Hohe Fremdbestimmung 31%
  • Zu viel Silodenke 28%
  • Erfolge nicht eindeutig messbar 28%
  • Erfolge nicht wertgeschätzt 25%
  • Starre Unternehmensstrukturen 24%
  • Zu wenig Zeit für Weiterbildung 23%
  • Schlechte Work-Life-Balance 22%
  • Niedriges Gehalt 21%
  • Fehlendes ‘Gehört werden’ beim Top-Management 20%
  • Unfähige bzw. schlechte Chefs 18%
  • Zu wenig eigenverantwortliches Arbeiten 13%
  • Unzuverlässige Teammitglieder 10%
  • Unzuverlässige Dienstleister 9%
  • Geschäftsführung bevorzugt Marketingabteilung 8%

Quelle: Online-Befragung im Februar 2021 von news aktuell und Faktenkontor, 353 Kommunikationsprofis aus Unternehmen, Organisationen und PR-Agenturen in Deutschland, Mehrfachnennungen möglich.

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Autorin: Beatrix Ta

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