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Online-Meetings: 10 Dinge, die deutsche PR-Profis nerven

Insight - 24. Mär 21

Videokonferenzen sind zurzeit die einzige Möglichkeit, mit den Kolleg*innen in Verbindung zu bleiben, die Arbeit aufzuteilen oder Projekte zu planen. Das funktioniert in weiten Teilen gut – aber nervt manchmal auch gewaltig. Wir wollten das genauer wissen und haben gemeinsam mit Faktenkontor über 350 PR-Profis aus Deutschland gefragt, was sie denn besonders stört. Das Fazit: Wenn die Internetverbindung lahmt, die Technik allgemein Probleme macht und die Menge an Meetings aufgrund digitaler Lösungen zunimmt – dann  sind PR-Profis aus Deutschland genervt.

Ein paar Zahlen? Über zwei Drittel aller Befragten (69 Prozent) sagen, dass sie vor allem eine schlechte Internetanbindung nervt, weil es dadurch zu Störungen oder gar Ausfällen während eines Meetings kommt. Die Hälfte aller Kommunikationsprofis ärgert sich, wenn die Technik mal wieder spinnt – wenn zum Beispiel weder Bild noch Ton übertragen wird oder gar das Mikro nicht in Ordnung ist. Darüber hinaus setzt die schiere Menge an Online-Meetings fast der Hälfte (46 Prozent) der befragten PR-Schaffenden aus Deutschland zu.

Ablauf von Meetings gestört

Wenn sich dann noch Meetings wegen technischer Probleme in die Länge ziehen, finden das 41 Prozent lästig. Ein knappes Drittel der Befragten (29 Prozent) stört es, wenn der eine oder die andere mit der „Stumm/Laut“-Funktion nicht zurechtkommt. Denn sie merken dabei nicht, ob sie zu hören oder gerade eben nicht zu hören sind. Auch das frisst Zeit, da der Ablauf und die Kommunikation gestört sind.

Spaß muss sein, aber...

Viele wollen aber auch sehen, mit wem sie gerade sprechen: Jeder vierte Kommunikationsprofi ärgert sich darüber, dass Teilnehmer*innen die Kamera nicht angeschaltet haben (26 Prozent), oder wenn Sätze wie „Hört ihr mich?“ oder „Sorry, ich bin rausgeflogen“ fallen (24 Prozent). Spaß ist ja auch mal in einem Meeting ganz wohltuend. Allerdings nicht immer. So stört sich jede/r fünfte Befragte (22 Prozent) an den mangelhaften Kenntnissen mit Meeting-Tools wie zoom. Dann nämlich, wenn Privates plötzlich öffentlich wird oder in unpassenden Momenten Spaßfilter eingeschaltet sind.

Pünktlichkeit ist eine Zier

Und was schon immer für echte Meetings aus Zeiten vor Corona galt, gilt erst recht für virtuelle Meetings: Pünktlich sein. Auch hier regt sich jede/r Fünfte (21 Prozent) darüber auf, wenn Kollegen oder Kolleginnen zu spät erscheinen. Klar, dann verschiebt sich ja auch wieder alles nach hinten. Und: Wir sehen uns immer häufiger selbst auf dem Display als noch in Vor-Corona-Zeiten. Das ist, als würden wir ständig in den Spiegel schauen. Und das nervt auch viele (19 Prozent): dass man sich in Video-Meetings ständig selbst sieht.

Was nicht so nervt

Darunter fallen Dinge wie virtuelle Hintergründe (15 Prozent), wenn sie in der Situation unangebracht sind. Oder, wenn während eines Meetings gechattet wird: Das nervt jede/n Zehnte/n (12 Prozent). Und auch wenn das Hungergefühl groß ist: Bitte nicht während des Meetings essen. Das stört ebenso jeden zehnten der befragten PR-Schaffenden (11 Prozent).  Wenn der Referent sich verspätet, finden das neun Prozent unangebracht. Sieben Prozent der Befragten ärgert es, wenn Teilnehmer mitten im Gespräch aufspringen, um dem Postboten die Tür zu öffnen.

Was eher belustigt

Am allerwenigsten sind PR-Profis genervt, wenn die Haustiere der Kolleg*innen, die Kinder oder der Partner oder die Partnerin während eines Meetings durchs Bild laufen (sechs Prozent). Und nur fünf Prozent finden es befremdlich, wenn bei der Bildschirm-Teilen-Funktion aus Versehen der Blick auf peinliche oder ungewünschte Inhalte möglich wird.

news aktuell Infografik 10 nervigsten Dinge Online-Meetings


Die 10 nervigsten Dinge an Online-Meetings:

1.    Schlechte Internetverbindung 69%
2.    Allgemeine Technik spinnt 50%
3.    Gestiegene Anzahl an Meetings 46%
4.    Meetings verzögern sich wegen Technikproblemen 41%
5.    Falsche Verwendung der "Stumm/Laut"-Funktion 29%
6.    Teilnehmer*innen haben Kamera ausgeschalten 26%
7.    Sätze wie "Hört ihr mich?", "Sorry, bin rausgeflogen" 24%
8.    Fehlendes Tool-Know-how der Beteiligten 22%
9.    Teilnehmer*innen zu spät 21%
10.    Sich selbst ständig sehen zu müssen 19%
 
Plätze 11-17:
11.    Unpassende virtuelle Hintergründe 15%
12.    Teilnehmer*innen chatten während der Konferenz und lenken dadurch vom Thema ab 12%
13.    Teilnehmer*innen essen während des Meetings 11%
14.    Referent zu spät 9%
15.    Teilnehmer*innen springen auf, z.B. weil der Paketbote klingelt 7%
16.    Haustiere, Partner*in oder Kinder, die durchs Bild springen 6%
17.    Bei der ’Bildschirm teilen’-Funktion wird aus Versehen der Blick auf peinliche oder ungewünschte Inhalte ermöglicht 5%
 
Quelle: Online-Befragung im Februar 2021 von news aktuell und Faktenkontor, 353 Kommunikationsprofis aus Unternehmen, Organisationen und PR-Agenturen, Mehrfachnennungen möglich.

Autorin: Nicola Wohlert

Kommentare (2)

  • Von Martina Pütz, 29.03.21 11:35 Uhr

    Nummer 10 lässt sich leicht lösen: Ein richtig platziertes Post it hilft.
    Es ist ein echter Stressfaktor, sich ständig selbst sehen zu können, da das Ego dann im Bewertungsmodus mitläuft. Am einfachsten lässt sich das verhindern, indem ein Post it über das eigene Bild geklebt wird.

  • Von b.ta, 07.04.21 10:01 Uhr

    Gute Idee, liebe Frau Pütz! Danke für Ihren Tipp.
    Herzliche Grüße vom news aktuell Blog-Team

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