Wandel im Stoffwechsel der PR

Kommunikation

Was bedeutet es für die PR, dass sie sich wie kaum eine andere Branche an den technologischen Zeitgeist anpasst und anpassen muss? Mit Blick auf das Anforderungsprofil von professionellen Kommunikatoren bedeutet es vor allem eine neue Dynamik.

Die Kinder der Digitalisierung – ob KI, Big Data oder VR – verändern nicht nur die Möglichkeiten für PR, sondern auch ihre Voraussetzungen. Nicht jede Entwicklung wird dabei zu einer Disruption des Bodengefüges der Kommunikation führen wie es durch das Aufkommen von Social Media der Fall war. Aber PR-Profis werden sich diesen Trends nicht entziehen können.

Ein Grundverständnis für Datenanalyse oder Automatisierung wird zeitlose Eigenschaften wie Teamfähigkeit, Aufgeschlossenheit oder Ausdauer nicht ersetzen. Jedoch besteht wenig Zweifel daran, dass Technikaversion in den kommenden Jahren noch härter bestraft und womöglich sogar zu einem K.-o.-Kriterium werden könnte. Das sollte keine Angst machen, sondern als neue Karrierechance gesehen werden.

Vorsichtiger Blick in die Zukunft

Ein Großteil der neuen Technologien steckt noch in den PR-Kinderschuhen. Ein Leitprozess der Veränderung hat jedoch längst begonnen, wie erste Praxisbeispiele zeigen. Schon jetzt gibt es in einigen Bereichen – wie im Sport oder Finanzwesen – automatisierten Journalismus, bei dem eine Software das Schreiben von Berichten zu Kursentwicklungen an der Börse oder zu Ergebnissen bei Sportereignissen übernimmt.

Bisher nehmen KIs in der PR vor allem standardisierte Aufgaben ein und lassen so mehr Freiraum und Zeit für menschliche Kreativität. Beispiele sind die automatisierte Untertitelung von Videos bei Microsoft oder das Tracking von Datenströmen bei Siemens. Dabei werden große Datenmengen aus verschiedenen Channels, wie etwa Website und Social Media, zusammengeführt und schaffen eine bessere Vergleichbarkeit des erreichten Engagements. Ein intelligenter Einsatz dieser Technologien rückt in greifbare Nähe.

Survival of the Fittest

Werden Geschäftsberichte oder Pressemitteilungen bald automatisch erstellt? Welche Möglichkeiten eröffnen intelligente Analysetools, beispielsweise im Microtargeting? Fest steht schon jetzt: Digitale Helfer sind längst in den Arbeitsalltag eingezogen und werden neue strategische und operative Einsatzgebiete eröffnen.

Unternehmen, die in der Lage sind durch KI und Big Data Effizienzvorteile zu erreichen, erhalten einen Wettbewerbsvorteil. Das gilt auch für den Bereich PR / Kommunikation. Viele Unternehmen haben dies erkannt und arbeiten frei nach einem Leitsatz von Willy Brandt: „Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie selbst zu schaffen."

Dieser Beitrag erschien ursprünglich in der aktuellen Ausgabe von treibstoff. Wir freuen uns über Ihr Feedback zu unserem Magazin unter treibstoff@newsaktuell.de. Laden Sie sich gleich die aktuelle Print-Ausgabe herunter!

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