Social-Media-Redaktionsplanung Redaktionsplan

Social-Media-Boost: Erste Schritte zum Redaktionsplan

Mit LinkedIn, Instagram, TikTok & Co. müssen Social-Media-Managende mittlerweile nicht nur zig verschiedene Kanäle bespielen, sondern dabei auch unterschiedliche Zielgruppen und Bedürfnisse berücksichtigen. Schnell werden To-Do-Listen lang und unübersichtlich, plötzlich auftretende Content-Lücken oder verpasste Themen sind nahezu vorprogrammiert.

Die Lösung: Ein Social-Media-Redaktionsplan. Varianten gibt es viele, doch einige grundlegende Elemente sollten in jedem Fall bedacht werden. Welche das sind, haben wir in Teil 1 unserer Mini-Reihe zusammengefasst – für einen schnellen und simplen Start zum eigenen Redaktionsplan.

Step 1: Ideen & Ziele definieren

Wie bei jeder Strategie gehört es auch bei der Content-Strategie für Social-Media ganz unabhängig vom Redaktionsplan dazu, sich ein Ziel zu setzen: Was will ich überhaupt erreichen? Die Ziele können für jeden Channel unterschiedlich aussehen, da diese jeweils durchaus unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen. Diese(s) Ziel(e) sollte(n) aber das Fundament darstellen, welche Art von Content ihr auf den Kanälen spielen wollt – was wiederum wichtig für eure Redaktionsplanung sein wird.

Darauf basierend solltet ihr ein erstes Brainstorming starten, bei dem ihr pro Kanal eine kleine Inspirationsliste mit relevanten Themen erstellt. Diese muss zunächst weder vollständig noch sauber sein, sondern im Idealfall möglichst viele kreative Ansätze beinhalten. Mögliche Fragen:

  • Welche unserer bestehenden Themen können wir für Social Media adaptieren?
  • Gibt es aktuelle Trends, die wir aufgreifen können?
  • Welche Themen passen zu uns, die wir regelmäßig als Serienpostings einsetzen können?
  • Was passiert auf Social Media in der Branche und beim Wettbewerb?
  • Was wollen wir einfach mal ausprobieren?

Step 2: Ordnung ins kreative Chaos bringen

Habt ihr Inspirationslisten für eure Kanäle erstellt, ist es Zeit, sie in ein für euch passendes Format zu bringen. Abhängig vom persönlichen Geschmack und auch von der Detailtiefe eurer Planung, könnt ihr zum Beispiel auf folgende Formate oder Tools zurückgreifen, um konkrete Postings und Themen für eure Kanäle zu definieren:

  • Klassisch mit Stift und Papier oder via Kalendereintrag: sinnvoll bei überschaubarer Menge an Content und wenigen Channels.
  • Spreadsheets: ermöglichen detaillierte Planung von Wochen- bis Jahresansicht, bei großer Textmenge schnell unübersichtlich.
  • Innerhalb eines Social-Media-Management-Tools: Beispiele sind Hootsuite oder Fanpagekarma, in denen Wochen im Voraus Planung und Veröffentlichung je Channel möglich sind.
  • Übergreifende Management-Tools: z.B. CoSchedule oder Trello, Marketing und Kommunikation können zentral Content anlegen, der auch für Social-Media Relevanz haben kann.

Die Krux liegt also in der Detailtiefe. Ihr müsst individuell entscheiden, ob ihr für jeden Social-Media-Channel separat plant oder einen gemeinsamen Redaktionsplan für alle Channels anlegt, potentiell inklusive weiterer Quellen. Außerdem ist es eine individuelle Frage, ob ihr bereits jährlich eine Vorplanung erstellt, oder doch monatlich oder sogar wöchentlich plant.

Unsere Empfehlung

 
  • Recherchiert jährlich für alle Channels im Voraus, welche für euch kreativ nutzbaren Aktions-und Gedenktage stattfinden und haltet außerdem generell für euch relevante fixe Daten fest, z.B. Events, Produktlaunches, etc.
  • Geht zum Ende eines Monats in die detaillierte Planung des kommenden und ergänzt bereits bestehende Themen mit produktrelevanten und Employer-Branding-Themen, mit Content-Recycling von anderen Quellen wie Podcast oder Studien, sowie mit weiterem zur Channel-Zielsetzung passendem Content.
  • Gebt euch trotzdem Raum und Flexibilität für spontane Erweiterungen, falls innerhalb eines bereits durchgeplanten Zeitraums mal ein neues Thema aufkommen sollte.

Step 3: Dranbleiben – Steter Tropfen höhlt den Stein!

In Step 2 haben wir es schon angedeutet: Ein Redaktionsplan lebt und bedarf einer stetigen Betrachtung sowie Überarbeitung in regelmäßigen Abständen. Ständig können neue Themen dazukommen, oder kurzfristig doch verworfen werden, weil sie nicht mehr passend erscheinen. Hilfreich für die kontinuierliche Arbeit mit dem Redaktionsplan sind regelmäßige Meetups mit dem betreffenden Content-Team. Hier könnt ihr zum einen die aktuell anstehenden Aufgaben verteilen, zum anderen findet ihr hier immer wieder neue Ideen und könnt gemeinsam den Redaktionsplan anpassen.

Ihr seht: Das Grundgerüst für einen Social-Media-Redaktionsplan zu erstellen ist gar nicht so kompliziert. Im zweiten Teil erwarten euch konkrete Tipps, mit denen ihr dieses Grundgerüst zur Content-Planung weiter professionalisieren könnt, um noch mehr Potentiale herauszuholen.  

Verfassende:  Michelle MitschingFlorian Genau

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