Pitchen: Von der Kunst zu überzeugen

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Nicht nur Startups oder Agenturen stehen vor der Herausforderung, ihre Ideen zu pitchen. Auch im Alltag sollten wir die Kunst der pointierten Präsentation beherrschen. How To Pitch.

1. Vorbereitung ist alles

Nur wer sich und seine Geschichte zu 100 Prozent kennt, ist authentisch. Daher empfiehlt es sich, vor dem Pitch unbedingt einen Probelauf vor Freunden oder der Familie zu machen – inklusive Fragerunde. Je gemeiner, desto besser: „Gibt es das nicht schon?“, „Wer gibt denn dafür Geld aus?“ oder „Bist du hier wirklich kompetent drin?“ 

2. Auf den Punkt kommen

3-10 Minuten: So lange dauert in der Regel ein Pitch. Daher sollte man sich auf die Kernaussagen konzentrieren: Wer bin ich und mein Team? Welches Problem will ich wie lösen? Was ist mein Produkt? Wer braucht es? Welches Alleinstellungsmerkmal habe ich gegenüber dem Wettbewerb? Und wie will ich damit Geld verdienen? Technische Details und Co. interessieren erst mal weniger. 

3. Storytelling nutzen - Zuhörer unterhalten

Ein guter Pitch sollte nicht nur reine Fakten aneinanderreihen. Das langweilt. Gelungene Präsentationen erzählen auch immer eine Geschichte, mit Spannungsbogen und einer Pointe. Es bietet sich an, einen konkreten Use Case heranzuziehen und anhand des Beispiels die wichtigsten W-Fragen des Pitches zu beantworten. Am Anfang vieler Produktideen steckt ein realer "Pain", aus dem heraus eine Vision entsteht. Hürden inklusive. Das ist Storytelling at its best! 

Ein Pitch muss auch ohne visuelle Hilfsmittel überzeugen. Nichts ist einschläfernder als viele und dann noch überladene Powerpoint-Folien.Klicken, um zu twittern

4. Weniger ist mehr: Klares Präsentationsdesign

Eine wichtige Pitch-Regel ist: Die Präsentation muss auch ohne visuelle Hilfsmittel überzeugen. Nichts ist einschläfernder als viele und dann noch überladene Powerpoint-Folien. Das heißt: Nur das Wesentliche abbilden! Nicht zu viel Text, lieber mit Bildern und Grafiken arbeiten. Benutzerfreundliche Alternativen zu Powerpoint: Canva oder Beautiful.ai

5. Die innere Einstellung ist alles

Freude heißt das Zauberwort. Pitchen ist eine tolle Möglichkeit, andere von seinen Ideen oder Visionen zu überzeugen. Diesen Moment sollte man bewusst genießen. Hä? Ja, denn Angst vor Fehlern oder Versagen ist völlig kontraproduktiv. Ein bisschen Lampenfieber ist hingegen hilfreich, denn es sorgt für ein Maximum an Konzentration. Also: fünf Mal tief ein- und ausatmen und dann ab auf die Bühne! Und jetzt vor allem authentisch sein – zu viel Sales-Enthusiasmus irritiert wiederum.

DAS PITCH-DECK* – WAS MUSS REIN? 

  1. DIE EINLEITUNG: NAME/LOGO UND ANLASS DER PRÄSENTATION 
  2. DAS TEAM / GRÜNDER: WHO IS WHO BEIM UNTERNEHMEN 
  3. DAS PROBLEM: WAS IST DER PAIN? 
  4. DIE LÖSUNG: WIE WIRD ER GELÖST? 
  5. DAS PRODUKT ODER DIE DIENSTLEISTUNG: FUNKTIONEN, PROTOTYP 
  6. DER MARKT: ZIELGRUPPE, GRÖSSE, POTENZIAL 
  7. USP: DAS ALLEINSTELLUNGSMERKMAL 
  8. DER WETTBEWERB: WELCHE WETTBEWERBER GIBT ES, WIE UNTERSCHEIDEN SIE SICH? 
  9. DAS GESCHÄFTSMODELL: WIE UND AB WANN WERDEN UMSÄTZE GENERIERT? 
  10. GO2MARKET-STRATEGIE: MACHBARKEITSNACHWEIS DES GESCHÄFTSMODELLS (ERSTE UMSÄTZE, ERSTE AKTIVE NUTZER) 

*Das Pitch-Deck ist eine Kurzpräsentation der Geschäftsidee und/oder des Businessplans.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich in der aktuellen Ausgabe von treibstoff. Wir freuen uns über Ihr Feedback zu unserem Magazin unter treibstoff@newsaktuell.de. Laden Sie sich gleich die aktuelle Print-Ausgabe herunter!

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