Pimp my Story: 3 Apps fürs Storytelling

Pimp my Story: Drei Apps fürs Storytelling

Mobile & Apps - 29. Apr 20

Nie war es einfacher, visuelles Storytelling mit dem Smartphone zu betreiben. Man muss nur die richtigen Werkzeuge dafür kennen. Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Apps, mit denen man mehr aus dem vorhandenen Multimedia-Material rausholen kann. Wir haben uns drei kostenlose Tools für die Foto- und Videobearbeitung angeschaut: Photshop Express, Snapseed und CutStory. Hier unser App-Check.

Photoshop Express 
 

Photoshop Express
Startscreen Photoshop Express

Auf den ersten Blick kennt man sich mit dem Angebotenen sofort aus: Filter, Beschneidungswerkzeug und diverse Einstellung sind da, wo man sie erwartet: am unteren Ende des Displays. Weitere Werkzeuge wie „Rückgängig machen“ oder „Teilen per“ befinden sich am oberen Ende.

Die Filter in Photoshop Express sind in Themenbereiche wie „Natur“, „Einfach“, „Charme“ oder „Matt“ sortiert - das hilft natürlich bei der schnelleren Navigation. Insgesamt 44 Filter stehen in der kostenlosen Version dieser Profi-App zur Verfügung: 22 Filter allein unter dem Themenbereich „Einfach“, unter den anderen elf Themenbereichen wie „Charme“, „Weißabgleich“, „Matt“ oder „HDR“ (High Dynamic Range Image oder auch Hochkontrastbild) sind es je vier Filter. 

Photoshop Express
Originalfoto                                                                                                  Mit Photoshopfilter "Leuchtend"          

Neben den Filtern kann man seine Fotos auch noch über sogenannte Designs verändern, die unter Kategorien wie „Geschichten“, „Reisen“, „Lebensereignis“, „Portraits“, „Querformat“ oder „Poster“ gefasst sind. Jede dieser Kategorien bietet in der kostenlosen Version zwei Filter. Weitere Designs sind natürlich über die Pro-Version zu erhalten.

Photoshop Express
Mit Photoshopfilter Überlagerung „Regentropfen R3“

Unter der Rubrik „Überlagerungen“ sind je Kategorie bis zu vier Filter frei, mit denen man „Lichtlecks“ oder „Bokeh“-Effekte setzen kann. Das „Ausschneide-Werkzeug“ hilft bei der Wahl des richtigen Bildausschnitts für Facebook-Cover oder Facebook-Ads, Instagram, Insta-Story oder Twitter-Bilder, LinkedIn, Pinterest oder YouTube. Dort findet man auch die Möglichkeit, Bildern einen Perspektivwechsel zu verpassen: Mit der sogenannten vertikalen oder horizontalen Neigung kann man Motive „aufrichten“. Oder aber man gibt dem Bild einen ganz neuen Ausdruck, indem man es dreht oder vertikal bzw. horizontal spiegelt.

Unter den Auswahlwerkzeugen kann man an Lichtverhältnissen, Farbe und Klarheit drehen, oder den Weichzeichner einsetzen. Gegen kleine Bildfehler oder rote Augen gibt es auch entsprechende Werkzeuge. Und wer eine persönliche Nachricht ins Bild bringen möchte, kann einen Text über das Bild legen, dabei Schriftart, Farbe, Kontur und Ausrichtung festlegen. Wem das noch nicht persönlich genug ist, kann auch einen Rahmen um das Bild setzen oder das Bild mit Stickern versehen.

Die so bearbeiteten Bilder können dann direkt aus der App heraus über WhatsApp, E-Mail und alle anderen Netzwerke geschickt werden. Klar, wir befinden uns ja auf dem Smartphone: Da muss ein Button hin, der eine schnelle Verbindung zu den üblichen Social Networks bietet.

Photoshop-App für iOS
Photoshop-App für Android

Snapseed

Snapseed ist von Google – und daher komplett kostenlos und enthält noch nicht einmal Werbung. Erst vor kurzem hat die beliebte App mal wieder ein Update erhalten. Nach Start der App fällt zunächst auf, dass die Oberfläche ziemlich schlicht daherkommt: 

Snapseed
Startbild Snapseed

Aber mit Öffnen des ersten Fotos fühlt man sich gleich zuhause:

Snapseed
Snapseed Looks

Am unteren Rand des Displays sind insgesamt elf Filter (hier „Looks“ genannt) und unter Tools gibt es eine wirklich große Palette von Werkzeugen, wie zum Beispiel die „Feinabstimmung“, mit der man die Helligkeit optimieren, oder „Details“, mit der man die Struktur und Schärfe des Bildes verändern kann. 

Snapseed
Snapseed Tools 

Mit einigen Tools lassen sich ebenfalls Effekte erzielen, wie man sie bei anderen Apps mit Filtern bekommt: Über den Fokuseffekt kann man den Hintergrund eines Bildes weichzeichnen, wobei das Zentrum scharf bleibt, oder mit dem „Pinsel“ an einzelnen Stellen des Fotos die Belichtung erhöhen. Tools wie „Vintage“ oder „Retrolux“ verpassen einem Foto Lichtlecks oder auch Kratzer – für einen echten Retro-Look. Die Bilder können auch mit Text versehen werden – dabei ist es möglich, die Farbe der Schrift aber auch aus einer Reihe von Schrifttypen auszuwählen.

Snapseed
Tool Helligkeit
Snapseed
Tool Struktur

Helligkeit, Kontrast, Sättigung oder Schärfe bearbeiten - das alles funktioniert intuitiv mit Wischen nach links oder rechts. 

Die eigenen Aktionen lassen sich übrigens als „persönlicher Look“ speichern, um sie später nochmal zu verwenden - oder aber mit Freunden zu teilen. Und selbstverständlich kann man seine Fotos sofort auf den üblichen sozialen Netzwerken veröffentlichen.

Snapseed-App für iOS
Snapseed-App für Android



CutStory

Videos auf dem Smartphone bearbeiten – dafür gibt es einige Apps. Problematisch wird es, wenn das Video für Storys zum Beispiel auf Instagram oder Facebook zu lang geraten ist. Hier hilft die App CutStory. CutStory schneidet ein zu langes Video in mehrere auf 15 Sekunden gekürzte Videos zusammen. Diese kurzen Videosequenzen bei Instagram hochgeladen lassen kaum Brüche erkennen. 
 

Cutstory
Startscreen CutStory

Insgesamt kommt CutStory ebenfalls sehr intuitiv daher: Es stehen grundsätzlich drei Bearbeitungsoptionen bereit: Video selbst bearbeiten, Video mit Hilfe einer Vorlage fertig stellen oder eine kleine Diashow erstellen. 

Cutstory
Videobearbeitung CutStory


Ist ein Video abgedreht, das als Story bei Instagram gepostet und dafür optimiert werden soll, dann einfach das Video in die App laden, gegebenenfalls über Layout das Format, Sticker, Text oder Hintergrund festlegen - fertig. Das eigene Logo oder die eigene Musik hinzuzufügen ist nur mit der ProVersion von CutStory möglich. Das trifft auch dann zu, wenn das Video ohne Wasserzeichen abgespeichert werden soll.

Cutstory
Fertige Vorlagen von CutStory

Die zweite Option ist, das eigene Video mit Hilfe von Vorlagen in eine vorzeigbare Form zu bringen. Die Vorlagen sind allesamt im Hochformat – sprich für Instagram schon optimiert. Aber auch im Querformat gedrehte Videos werden mit den Vorlagen in schicke Hochformate gepackt. Und auch dort können die Videos mit Logo, Sticker oder Texten versehen werden.

Cutstory
Automatische Videobeschneidung CutStory.

Drittes Feature: die Diashow. Hier kann man eine Art Video aus Fotos gestalten, bei dem Layout, Frames, Bildrate, Sticker, Text und Hintergrund App bearbeitet werden können. Will man Musik hinzufügen, das eigene Logo hinterlegen oder das Video ohne Wasserzeichen speichern, braucht es die Pro-Version.

Egal, auf welche Weise das Video bearbeitet wurde, am Ende soll es gepostet werden. Dazu schneidet CutStory die Videos beim Teilen automatisch auf eine Länge von 15 (für Instagram) oder 30 Sekunden (für WhatsApp, Tiktok oder Snapchat etc.) 
 


CutStory-App für iOS
CutStory-App für Android


Fazit: In Photoshop Express steckt für eine kostenlose Bildbearbeitungs-App verdammt viel drin! Da kann sich wirklich jeder austoben. Wann immer es kostenpflichtig wird, sieht man ein weißes Sternchen auf blauem Rund. Snapseed ist simpel und intuitiv und sollte auf keinem Smartphone fehlen. Ob die vielen Features tatsächlich genutzt werden, steht auf einem anderen Stern. Und CutStory? Für eine professionelle Videobearbeitung würde man sicherlich andere Apps heranziehen. Der ganz große Vorteil von CutStory ist tatsächlich, dass das Video ruck zuck in passende Schnipsel geschnitten wird.

Autorin: Nicola Wohlert

Kommentare (1)

  • Von Tim, 29.04.20 02:17 Uhr

    Mit Snapseed und Photoshop Express habe ich gestern noch gearbeitet. Letzteres ist meines Erachtens so schlecht zu bedienen, dass es eher nervt als zu helfen. Die Empfehlung kann ich nicht teilen. Snapseed hingegen funktioniert so einfach und gut, dass ich mir eine PC-Version wünschen würde, um auch am großen Bildschirm Bildbearbeitungen damit durchführen zu können. Interessant wäre nur, was Google eigentlich mit unseren Bildern anstellt, wenn wir die App nutzen.

Ihr Kommentar

Newsletter abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und erhalten immer die neuesten Updates rund um das Thema Kommunikation (max. 2/Monat).

Sicherheitsfrage