Karriere in der PR: Frauen ambitionierter als Männer

Insight

In der Kommunikationsbranche ist Frauen die Karriere wichtiger als Männern. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle PR-Trendmonitor, den wir gemeinsam mit unserem Partner Faktenkontor durchgeführt haben. Für ihren beruflichen Aufstieg machen Frauen und Männer jedoch unterschiedliche Zugeständnisse. An unserer Umfrage haben 510 deutsche Fach- und Führungskräfte der PR teilgenommen.

Knapp drei Viertel der befragten Frauen sagen, dass ihnen ihre Karriere wichtig beziehungsweise sehr wichtig ist (72 Prozent). Bei den Männern meint das nur gut jeder Zweite (57 Prozent). Doch zu welchen Kompromissen sind PR-Profis bereit, um ihre Karriere voranzutreiben? Am ehesten nehmen sie zusätzliche Fortbildungen in Kauf. Frauen (91 Prozent) sind dazu eher bereit als Männer (81 Prozent). Auch wechseln Frauen schneller den Arbeitgeber als Männer. 72 Prozent der weiblichen PR-Profis tauschen einen alten Job für einen neuen ein, während nur 61 Prozent ihrer männlichen Kollegen dazu bereit sind. 

Andersherum machen Männer mehr Zugeständnisse bei Überstunden und Dienstreisen. 60 Prozent der männlichen PR-Profis arbeiten für ihre Karriere mehr Stunden in der Woche, Frauen hingegen machen bei einer höheren Wochenarbeitszeit weniger Kompromisse (44 Prozent). Auch bei dem Thema Dienstreisen gehen die Meinungen von Männern und Frauen auseinander. Gut jeder zweite Mann nimmt für seine Karriere viele Dienstreisen in Kauf (56 Prozent), bei den Frauen sind nur 44 Prozent dazu bereit.

Um ihre Karriere voranzutreiben besuchen Frauen öfter Fortbildungen und wechseln schneller den Arbeitgeber. Andersherum sind Männer eher bereit zu mehr Überstunden und Dienstreisen. Klicken, um zu twittern

Ähnliche Antworten geben Frauen und Männer hingegen in Bezug auf gelegentliche Wochenendarbeit. So sind zwei Drittel der Befragten bereit, ab und zu am Samstag oder Sonntag Mails zu schreiben oder Präsentationen vorzubereiten (Männer: 67 Prozent; Frauen: 70 Prozent). Auch beim Thema Stress schlagen Frauen und Männer die gleiche Richtung ein: Gut jeder zweite Befragte nimmt für die Karriere psychische Belastungen im Berufsalltag in Kauf (Männer: 56 Prozent; Frauen: 52 Prozent).

Ähnlich einig sind sich beide Geschlechter auch, was ethische oder moralische Ansichten betrifft. Für ihre Karriere würden nur sechs Prozent der Befragten - ob Mann oder Frau - einen Arbeitsplatz tolerieren, der nicht mit den eigenen Überzeugungen vereinbar ist (z.B. als Vegetarier bei einem Fleischvermarkter). Auch schön: Für den beruflichen Aufstieg harte Bandagen auspacken mag keiner  - egal ob Mann oder Frau. Zumindest sagen nur verschwindende drei Prozent der Befragten, dass sie Ellenbogen gegen Mitbewerber einsetzen würden, um eine höhere Stelle zu bekommen. Hoffen wir mal, dass sich die Befragten nicht nur von ihrer besten Seite zeigen wollten. 

 

Infografik Karriere Mann Frau Unterschiede

 

 

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