news aktuell Umfrage mit Civey zu interner Kommunikation 2021

Das geht noch besser

Insight - 29. Apr 21

Interne Kommunikation hat in den vergangenen zwölf Monaten einen riesigen Schub gemacht. Aber bei der Qualität ist noch Luft nach oben: Einer von zwei Kommunikationsprofis vergibt der hauseigenen Kommunikation seit Beginn der Corona-Krise eine gute, einer von dreien hingegen eine schlechte Note. Das ergab unsere aktuelle Umfrage, die wir gemeinsam mit Civey unter 500 Fachkräften aus Kommunikation, Marketing und Medien durchgeführt haben. Gefragt haben wir außerdem nach den meistgenutzten Kanälen, den häufigsten Formaten und den größten Herausforderungen dieser Disziplin.

Demnach bewerten 25 Prozent der Umfrageteilnehmer*innen die Kommunikation im eigenen Unternehmen als eher gut und 23 Prozent als sehr gut. Eine eher schlechte Qualität bescheinigen ihr dagegen 21 Prozent der Befragten, 13 Prozent sogar eine sehr schlechte. Die weiblichen Kommunikationsprofis bewerten dabei tendenziell kritischer: 17 Prozent geben eine sehr schlechte Note, bei den Männern sind es 10 Prozent.  

Intranet hinter E-Mails und Versammlungen 

Trotz Digitalisierungsschub ist immer noch ein klassisches Instrument der meistgenutzte Kanal für die interne Kommunikation:  Bei zwei Drittel der Befragten bedient sich das Unternehmen der guten alten E-Mail bzw. des E-Mail-Newsletters, um die Mitarbeitenden zu erreichen (69 Prozent). Auf dem zweiten Platz steht ein ebenso traditionsreiches Instrument: die Mitarbeiterversammlung. Bei mehr als der Hälfte der Umfrageteilnehmer*innen informiert das Unternehmen seine Belegschaft über das aktuelle Geschehen via persönliche oder virtuelle Zusammenkunft (52 Prozent). Erst an dritter Stelle steht das Intranet bzw. das Social Intranet (47 Prozent). Bisher noch selten genutzt werden hingegen neue digitale Kanäle wie mobile Mitarbeiter-Apps (15 Prozent) oder interne Podcasts (6 Prozent). Das ist nicht ganz überraschend, denn gerade in den vergangenen zwölf Monaten war die interne Kommunikation überproportional beschäftigt, Inhalte zu erstellen und hatte entsprechend weniger Ressourcen, sich innovative Kanäle zu erschließen, geschweige denn für eine breite Akzeptanz in und damit hohe Reichweite bei der Belegschaft zu sorgen.

news aktuell Umfrage mit Civey zu interner Kommunikation Kanäle
E-Mails und (virtuelle) Mitarbeiterversammlungen liegen bei den meistgenutzten Kanälen für die interne Kommunikation aktuell vor dem Intranet. Grafik: news aktuell

Management-Updates und spontaner virtueller Austausch häufigste Formate

Das meistgenutzte Format interner Kommunikation war in den vergangenen zwölf Monaten das Management-Update: In 42 Prozent der Unternehmen hat die Geschäftsführung ihre Mitarbeiter*innen regelmäßig über neue Entwicklungen informiert. Das mag auf den ersten Blick eine erschreckend niedrige Zahl sein. Allerdings relativiert sie sich ein wenig, wenn wir in Betracht ziehen, dass vermutlich eine viel höhere Zahl von Unternehmen zumindest in unregelmäßigen Abständen Management-Updates durchgeführt hat. 

Auf das Format des informellen Austausches hat jedes dritte Unternehmen gesetzt: 35 Prozent der Umfrageteilnehmer*innen gaben an, dass die interne Kommunikation ungezwungene virtuelle Treffen wie etwa Coffee- oder Lunch-Breaks initiiert hat. Fast genauso häufig gab es in den vergangenen zwölf Monaten das Angebot von virtuellen Unterhaltungsformaten: 31 Prozent der Unternehmen haben Online-Meetings etwa zu Ernährung, Fitness, Bücher- oder Filmempfehlungen durchgeführt. Immer noch 28 Prozent haben Grußbotschaften bzw. andere Aufmerksamkeiten per Post an die Belegschaft verschickt oder interne Webinare zu Fachthemen angeboten. Seltener kamen hingegen regelmäßige interne Umfragen zum Einsatz (14 Prozent). Ernüchternd: 30 Prozent der Befragten gaben an, dass in ihrem Unternehmen keine der genannten Maßnahmen durchgeführt wurde. 

Fehlende Strategie größte Herausforderung

Eine fehlende Strategie ist derzeit die größte Herausforderung in der internen Kommunikation. 28 Prozent der Befragten glauben, dass ein planloses Kommunizieren ohne Zielsetzung und Erfolgsevaluierung eine der größten Hürden für die Kommunikation mit den Mitarbeitenden ist. Fast genauso herausfordernd sind fehlende Ressourcen. 27 Prozent machen zu wenig Zeit, Budget oder Personal für das Scheitern von interner Kommunikation verantwortlich. Jeder vierte Befragte sieht zudem eine Gefahr in der einseitigen Kommunikation (25 Prozent), jeder Fünfte ist der Meinung, dass der falsche Ton in der Kommunikation problematisch ist (20 Prozent). Technische Hürden nennen 17 Prozent, fehlende Unterstützung durch die Führungskräfte 14 Prozent. 31 Prozent der Befragten haben hingegen keine oder andere Herausforderungen als die Genannten. 

Über die Umfrage "Interne Kommunikation": Repräsentative Online-Befragung von Civey im Auftrag von news aktuell. Teilgenommen haben 500 Fachkräfte aus Kommunikation/Marketing/Medien in Deutschland vom 25. März bis 8. April 2021.

Autorin: Beatrix Ta

Wie news aktuell die interne Kommunikation in den vergangenen 12 Monaten mit kreativen Maßnahmen gefördert hat, zeigen wir in diesem Blogbeitrag auf. Und warum interne Kommunikation für Unternehmen sogar überlebenswichtig ist, erläutert news aktuell Geschäftsführerin Edith Stier-Thompson in ihrem Kommentar auf LinkedIn. 

Die vollständigen Ergebnisse der Umfrage "Interne Kommunikation" können hier als Infografik heruntergeladen werden: 

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