Behind the scenes Maren Christin Huebl SAP

Ein Montag mit Maren Christin Hübl von SAP

Work Life - 04. Mai 21

Wir haben die Möglichkeit, Maren Christin Hübl einen Tag lang remote zu begleiten und wollen von ihr wissen, was sie als Director Data Management & Landscape Transformation (DMLT) bei der SAP auf dem Zettel hat. Ein Tagesprotokoll über Morgenrituale, Struktur und persönliche Treiber. 

7:00 Der Wecker klingelt

Maren Christin Hübl gehört nicht zu den Snoozern. Wenn der Wecker klingelt, ist es Zeit zum Aufstehen. Heute gibt es einen frisch gepressten Orangensaft für den guten Start in den Tag; danach folgen 15 Minuten Yoga. „Achtsamkeit ist wichtig für meinen Alltag“, erklärt sie. „Dazu gehört auch, mir bewusst Zeit für mich zu nehmen, gerade in Zeiten wie diesen. Mit Yoga oder auch Meditation am Morgen schaffe ich es, meine Gedanken zu fokussieren.“ Nach dem Müsli dann beginnt der geschäftliche Teil des Tages.

Maren Christin Hübl SAP
Maren Christin Hübl, Director Data Management & Landscape Transformation bei SAP. Foto: Nino Halm

8:30 Bullet Journal

Digitale Tools zur Strukturierung von Aufgaben? Von wegen: Maren lächelt nur verschmitzt und greift zu ihrem Bullet Journal. „Ich bin eher der haptische Typ“, sagt sie. Strukturiert und kreativ zugleich beginnt sie die beruflichen und privaten ToDos nach Kategorien zu sortieren. Eine freie Spalte bleibt für neue Dinge; die drei wichtigsten Ziele der Woche werden markiert. Sie sollen auf jeden Fall bis Freitag erledigt sein.

Ganz ohne digitales Backlog geht es dann aber doch nicht. Ihr digitaler Kalender ist zu 80 Prozent gefüllt; zudem gibt es digitale und analoge Aufgabenlisten, die sehr viel detaillierter und – wie wir feststellen – leider nicht ganz so systematisch und sympathisch sind, wie ihr Bullet Journal. 

9:30 Strategischer Vormittag

Als Business Area Lead bei der SAP hat Maren eine strategische Rolle in ihrem Bereich. Hier werden Portfolio-Analysen zu Services durchgeführt, USPs im Markt definiert, potentielle künftige Technologien angeschaut und abgeleitet, wann welche Themen für den Bereich DMLT relevant sind und sein werden. Konkret werden dazu an den Jahreszielen orientierte Quartalsziele definiert, um auf neue Marktsituationen reagieren zu können und sich neu auszurichten. Ein stetes Spannungsfeld, denn immer kommt bei all den Vorausplanungen das wahre Leben dazwischen, wie Maren es formuliert. 

In einem dreistündigen Workshop wird daher nicht nur diskutiert, in welchen Bereichen die SAP DMLT aktiv bleiben und sein muss, um für die Kunden relevant zu bleiben, sondern auch, wie die Pläne beispielsweise unter Einbindung von Partnern operationalisiert werden können. Wichtig seien an dieser Stelle Transparenz und Nachvollziehbarkeit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auf die Kommunikation kommt es also an.

13:00 Mittagessen im Home-Office

„Never lunch alone“ hieß es früher immer. Zu Pandemie-Zeiten ist das kaum mehr möglich. Maren nutzt die Mittagspause im Home-Office zu einem echten Mental Break. „Man muss sich auch selbst nicht zu wichtig nehmen“, lacht sie. Und wer sehr viel arbeitet, muss sich selbst klare Grenzen setzen. Jede freie Minute der Arbeit zu widmen sei nicht nachhaltig und so empfiehlt sie jedem, mit sich selbst entsprechende verbindliche Vereinbarungen zu treffen.

Auf unsere Frage, welches Thema sie persönlich am meisten umtreibt, sagt sie: „People, Planet, Profit. Es ist die Balance zwischen den Interessen. Wir müssen uns als Führungskräfte den Menschen und ihren Arbeitsstrukturen widmen, denn ohne sie können wir keine Veränderungen bewirken.“ Inspiriert ist sie dabei zweifelsohne vom Konzernaustausch Selbstorganisation (KASO): einer Community, die sich in einer Initiative zum Ziel gesetzt hat, „Leaders for Future“ zu unterstützen – mit wirksamen Führungsansätzen, die über „Command and Control“ hinausgehen, und die Entwicklung von Teams und Organisationen ins Blickfeld rückt.

„Führung ist im Wandel. Organisationsentwicklung im Allgemeinen. Ich möchte diesen Herausforderungen und Anforderungen gewachsen sein und am Ball bleiben. Konkret beschäftigt mich die Frage, wie Führungsstrukturen und auch Entscheidungsprozesse im Unternehmen sichtbar gemacht werden können. Dabei spielen die Sinnhaftigkeit meiner und unserer Arbeit eine große Rolle“, erklärt Maren. „Ich möchte einerseits Motivatorin sein und einen positiven Einfluss auf Menschen haben, andererseits stelle ich mir bei jeder Herausforderung die Frage: Wie gehe ich das Thema an? Also: Denke ich das Thema wirklich ganzheitlich und nachhaltig?“ 

14:00 Operativer Nachmittag

Der Nachmittag beginnt mit mehreren Eins-zu-Eins-Gesprächen. In ihrer Rolle als Teamlead für 32 Berater muss sie die Gesamtstrategie des Unternehmens übersetzen und für einzelne Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen prüfen, wer was wo beitragen kann, d. h. wer welche Fähigkeiten, Skills und Anreize für das eigene Tun mitbringt. Dabei spielen auch individuelle Weiterentwicklungsmöglichkeiten eine Rolle, d. h. klassische HR-Themen für ihr Team und sie selbst, denn auch die persönliche Weiterbildung – fachlich und methodisch – ist entscheidend. Diese wiederum sollte nachhaltig in die Arbeit eingebettet werden.

In der SAP hat Maren mit diesem Ansatz interessanterweise eine passende Arbeitgeberin gefunden, denn auch sie setzt ihren Fokus klar auf Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung. „Wir wissen, dass soziale, ökologische und wirtschaftliche Aktivitäten und Leistungen sich gegenseitig beeinflussen und spürbare Wechselwirkungen besitzen. Unsere Anstrengungen zielen daher auf eine Zukunft für unser Unternehmen, unsere Kunden und die Gesellschaft, die von Nachhaltigkeit geprägt ist“ heißt es auf der Homepage.

18:30 Feierabend

Nach offiziellem Dienstschluss gegen 19 Uhr verlässt Maren ihr Büro. Also auch ihr Home-Office. Ohne Handy. Eine halbe Stunde spazieren oder joggen wird ihr jetzt helfen, um auf andere Gedanken zu kommen und morgen mit neuer Kraft zu starten. 

Wir haben viel Input bekommen, einiges hat uns zum Grübeln gebracht: „Wir können mit der Digitalisierung auch den Klimawandel unterstützen, indem wir unseren Kunden und Kundinnen helfen, nachhaltiger zu wirtschaften, Enabler sind und gleichzeitig als gutes Beispiel vorangehen“, sagte Maren heute. Unser Fazit: Es lohnt sich, über die Kombination von Data Management und Sustainability nachzudenken; sie ergibt durchaus Sinn. Wir haben gegenüber unserem Planeten eine große Verantwortung. Und die SAP hat hier einen großen Hebel.

Autorin: Annett Bergk, Gastautorin auf dem news aktuell Blog

Ihr Kommentar

captcha

Newsletter abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und erhalten immer die neuesten Updates rund um das Thema Kommunikation (max. 2/Monat).

Sicherheitsfrage