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Do you speak international?

Kommunikation - 08. Jun 21

Hunderte Länder, hunderte Sprachen, hunderte Kulturen: Internationale Kommunikation ist enorm komplex und birgt viele Hürden und Fallstricke. Wie gelingt erfolgreiche PR im internationalen Umfeld? Was sind die Dos und Don‘t‘s? Welche Besonderheiten gibt es in den unterschiedlichen Kulturen und Ländern? Wir unterstützen Unternehmen in rund 170 Ländern bei erfolgreicher PR-Arbeit – und zeigen, worauf es bei Kommunikation über die Landesgrenzen hinaus ankommt.

Stolperfallen vermeiden

Die größten Stolperfallen in der internationalen Kommunikation beinhalten insbesondere kulturelle Aspekte, Sprachbarrieren und Medienlandschaften. Auch bei der Kommunikation über Ländergrenzen hinweg gilt ein grundsätzliches Prinzip: Man muss die Zielgruppe kennen. Wer soll wann, wo und wie erreicht werden? Denn nur wer weiß, wen er ansprechen möchte, kann gezielt recherchieren, um beispielsweise die Sprache und Kommunikationskanäle passend zu wählen. 

Dazu muss gerade im aktuellen Wandel auch die lokale Medienlandschaft genauer betrachtet werden. Digitale Medienangebote, Übertragungswege und Endgeräte ermöglichen neuartige Kommunikationswege und beeinflussen das Mediennutzungsverhalten immens. Auch die aktuelle Covid-19-Pandemie beschleunigt diesen Wandel noch einmal rapide. Beispielsweise ist es in China aufgrund der stark digital dominierten Kommunikation mittlerweile üblich, Journalisten via WeChat Messenger zu kontaktieren. Derartige Kommunikationskanäle sind in Deutschland bisher selten denkbar. Eine aktuelle und detaillierte Analyse der Medienlandschaft inklusive Arbeitsweisen in den Zielnationen oder -regionen ist zur optimalen internationalen PR deshalb unerlässlich. 

Von der verbalen bis zur nonverbalen Sprache

Um die richtigen Kanäle auch sprachlich bestmöglich zu nutzen, sollte ein Muttersprachler zurate gezogen werden. Denn nur, wer die jeweilige Landessprache beherrscht und die Kultur der Zielgruppe kennt, findet die passenden Worte, kann verständlich formulieren und Emotionen richtig transportieren. 

Nonverbale Sprache, Werte und Normen, sowie Gesetze können je nach Thema weitere Hürden darstellen. Dies spiegelt sich oft auch in der Nutzung von Bildern wider: Eine kleine Geste wie der „Daumen hoch“ für „super“ in Deutschland gilt im Iran als Beleidigung. Ein anderes Beispiel ist Alkohol, der in einigen Ländern als Droge gilt und somit auf PR-Bildern oder in Texten entsprechend der Zielregion vermieden und die Story entsprechend anders dargestellt werden muss. Teilweise gibt es hierzu auch Gesetze, die bestimmte Kommunikation verbieten, so z.B. auch das Verbot von Lebensmitteln mit integriertem Spielzeug in Amerika. Eine Überraschungs-Ei-Bewerbung sorgt somit in den USA für Schwierigkeiten.

Internationale PR sollte sich immer anpassen

Ein besonderes Beispiel für vielfältige Bedürfnisse bietet Indien. Im Entwicklungsland, das gleichzeitig eine der führenden IT-Nationen der Welt ist, herrscht ein starkes Gefälle zwischen städtischer und ländlicher Bevölkerung, zwischen Arm und Reich und somit auch zwischen Medienausstattung und -nutzung. In Deutschland nutzen etwa 94 % der Bevölkerung das Internet, in Indien hingegen nur 45 %. Zusätzlich gibt es in Indien über 100 Sprachen und mehr als 500 unterschiedliche Dialekte. Wer bei all den Sprachen nur auf Englisch kommuniziert erreicht nur etwa 6 % aller Leser, während mit Hindi ganze 45 % erreicht werden können. Zudem ist beim Thema Religion Vorsicht geboten. Auch wenn es ein sehr wichtiges Thema ist, ist es für ausländische Firmen in der Kommunikation in der Regel ein Tabuthema.

Fazit: Ein allgemeines Vorgehen oder ein Rezept für erfolgreiche PR-Kampagnen gibt es so nicht. Sowohl die Medienlandschaften als auch die kulturellen Unterschiede sind in jedem Land anders und so individuell wie ein Fingerabdruck. Natürlich kann eine globale Kampagne zum einheitlichen Branding bei bestimmten Werten genutzt werden, dies muss jedoch sehr genau entsprechend der beinhalteten Länder überdacht werden.

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    Wir unterstützen Unternehmen, Institutionen und Verbände mit einem Netzwerk aus Agenturen, Medien und Journalisten in rund 170 Ländern dabei, PR-Inhalte an alle Medienformate wie klassische Print-Titel, TV und Radio, klickstarke Online-Portale oder soziale Netzwerke erfolgreich auszuspielen.

    Wir platzieren Ihre Storys über Ländergrenzen hinweg bei Multiplikatoren, Redaktionen und internationalen Experten sowie in Onlineportalen, Datenbanken, Suchmaschinen und Social-Media-Plattformen. Ihre Texte, Bilder und Videos erreichen zur richtigen Ortszeit und in der richtigen Sprache den richtigen Ansprechpartner. Mehr Informationen zu unseren Services ots und zimpel.

    Checkliste internationale PR

    • Was möchte ich erreichen (Ziele)?
    • Wen möchte ich erreichen (Zielgruppen)?
    • Welche Themen und Botschaften habe ich?
    • Welche Länder möchte ich bedienen?
    • Wie sieht die Medienlandschaft vor Ort aus?
    • Ist dort flächendeckend Internet verfügbar (wichtig für Kommunikationskanäle)?
    • Welche Kommunikationskanäle sollten genutzt werden?
    • Welche kulturellen Unterschiede muss ich berücksichtigen?
    • Welche Freitage, Ferien oder Zeitverschiebungen gibt es?
    • Sind Übersetzungen notwendig?
    • Welche Bildsprache muss ich berücksichtigen?

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