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Die grössten Hürden virtueller Zusammenarbeit

Schweiz - 06. Jul 21

Das Arbeiten von zuhause hat gezeigt, wie sehr der soziale Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen in der realen Welt fehlt. Die meisten vermissen den ungeplanten Austausch in der Teeküche, so unsere aktuelle Umfrage, bei der wir Schweizer und Deutsche Kommunikationsprofis zu ihren grössten Pains bei der virtuellen Zusammenarbeit gefragt haben.

Ganz klar auf Platz 1 der grössten Defizite: das persönliche Gespräch bzw. das "Plaudern" zwischendurch. Weit über die Hälfte vermissen das ungezwungene, nicht geplante "Socializing". Auf den Plätzen 2-5: „Stockender Informationsfluss“, „Spass geht verloren“, „Zu aufwendige Abstimmungen/Prozesse“ und „Technische Hürden“.

Medienstellen und PR-Agenturen gewichten die Herausforderungen virtueller Zusammenarbeit allerdings in einigen Punkten sehr unterschiedlich. In Agenturen scheint die Kommunikation besser zu laufen: Während 37 Prozent der Befragten aus Unternehmen bemängeln, dass Infos nur ungenügend weitergegeben werden, prangern nur 24 Prozent der Agenturen einen stockenden Informationsfluss an. Auch Abstimmungen laufen in Agenturen effizienter als in Unternehmen: Nur jeder fünfte PR-Dienstleister klagt über zu aufwendige Prozesse (21 Prozent), bei den Unternehmen tut dies jeder Dritte (33 Prozent).

Zudem sind Agenturen bereits signifikant besser aufgestellt, was die Technik betrifft: Während bei den Unternehmen jedes Dritte technische Hürden als grösste Herausforderung virtueller Zusammenarbeit angibt (32 Prozent), ist es bei den Agenturen nicht mal jede Fünfte (18 Prozent). In der Konsequenz sind es bei den Agenturen nur magere 9 Prozent, die eine mangelnde Digitalisierung ihrer Arbeitsumgebung anprangern, bei den Unternehmen sind es satte 20 Prozent. Zudem ist die Führungsriege laut den Befragten in Agenturen deutlich empathischer als das Management in Unternehmen: Jede vierte befragte Person aus einer Medienstelle bemängelt das fehlende Einfühlungsvermögen aus der Chefetage (26 Prozent), bei den Agenturen tut dies nur jede Siebte (14 Prozent).

Woran hapert es weniger in virtuellen oder hybriden Teams? Auf den letzten Plätzen – sowohl bei Agenturen als auch in Unternehmen – landen mangelnde Motivation, Überforderung durch zu viel Selbstverantwortung oder gar Frontenbildung zwischen Büro- und Home-Office-Teammitgliedern. Auch kann offenbar nicht genug kommuniziert werden: Nur für 7 Prozent der befragten Personen ist ein „zu viel“ an Kommunikation die grösste Herausforderung des virtuellen Zusammenarbeitens. 

infografik virtuelle zusammenarbeit huerden

Woran virtuelle Teams in Medienstellen am häufigsten scheitern:

  1. Zu wenig „Socializing“ 60%
  2. Stockender Informationsfluss 37%
  3. Spass geht verloren 32%
  4. Zu aufwendige Abstimmungen 33%
  5. Technische Hürden 32%
  6. Zu viele Kommunikationskanäle 27%
  7. Zu wenig Empathie der Führungskräfte 26%
  8. Ungleiche Arbeitsverteilung 22%
  9. Entfremdung vom Unternehmen 20%
  10. Mangelnde Digitalisierung 20%

Woran virtuelle Teams in PR-Agenturen am häufigsten scheitern:

  1. Zu wenig „Socializing“ 57%
  2. Spass geht verloren 29%
  3. Zu viele Kommunikationskanäle 27%
  4. Stockender Informationsfluss 24%
  5. Entfremdung vom Unternehmen 23%
  6. Zu aufwendige Abstimmungen 21%
  7. Technische Hürden 18%
  8. Ungleiche Arbeitsverteilung 15%
  9. Zu wenig Empathie der Führungskräfte 14%
  10. Mangelnde Digitalisierung 9%

Quelle: Online-Befragung im Februar 2021 von news aktuell und Faktenkontor, 513 Kommunikationsprofis aus Deutschland und der Schweiz (Medienstellen: 344, PR-Agenturen: 169), Mehrfachnennungen möglich.

Autorin: Beatrix Ta

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