Data Visualization - Daten Kommunikation PR

Data Visualization: Wenn Zahlen sprechen

Tech - 20. Jul 21

KPI. ROI. Visits. Impressions. Klickraten. Öffnungsraten. Produktionsmetriken. Customer Journeys, Customer Insights. Interaktionen. Big Data, Small Data, More Data: Durch die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung haben Unternehmen Zugriff auf immer mehr Daten, immer mehr Insights, immer mehr Details – gleichzeitig müssen diese Daten aber auch verstanden und “übersetzt” werden. 

Während Diagramme und Tabellen für Bereiche wie Projektmanagement und Controlling weiterhin unabdingbar sind, bleibt der Charme von statistischen Aufarbeitungen doch eher begrenzt. Unter dem Oberbegriff “Data Visualization” haben sich deswegen eine Reihe von kreativen Visualisierungen etabliert, mit denen Zahlen sowohl für interne als auch externe Stakeholder verständlich und ansprechend gemacht werden können. Die Verfügbarkeit von Daten auf der einen Seite und von interaktiven Tools auf der anderen Seite ermöglichen auch kleinen und mittelständischen Unternehmen, mit Datenvisualisierung zu experimentieren. Wie bei allen grafischen Kommunikationswegen gibt es auch bei der Umsetzung von Zahlen in Visuals etablierte Regeln … aber auch kreativen Spielraum!

Denken, Gestalten, Denken, Gestalten. 

Bei der Datenvisualisierung geht es nicht darum, Daten einfach “hübscher” darzustellen. Gleichzeitig werden bestehende Visualisierungen – wie die vor einigen Jahren beliebten Infografiken – durch die Ergänzung von mehr und mehr Zahlen nicht unbedingt informativer. Drastisch formuliert: Eine Tabelle wird nicht ansprechender, nur weil die Trennlinien eingefärbt werden, und eine Infografik wird nicht besser, nur weil mehr Zahlen integriert werden. Vielmehr gehen Form und Funktion – Denken und Gestalten – bei der Data Visualization Hand in Hand. 

Die erste Frage, die sich Unternehmen daher stellen sollten, ist: Welchen Mehrwert hat die Data Visualization? Auch wenn das erstmal provokant klingt, ist die Frage essentiell: Gelungene Datenvisualisierung erzählt eine Geschichte, die auf eine bestimmte Botschaft hinarbeitet – und so einen einfachen Zugang zu komplexen Insights ermöglicht. Wenn es allerdings keine Geschichte über und mit den Daten zu erzählen gibt, ist der konzeptionelle und gestalterische Aufwand für die Visualisierung vielleicht an anderer Stelle besser eingesetzt. 

Gleichzeitig bietet Data Visualization die Chance, Zahlen und Daten in den Mittelpunkt zu stellen, die entweder schwierig oder nur umfangreich zu beschreiben sind: Die Zielgruppe kann genauso visualisiert werden wie das Unternehmenswachstum, Verkaufsprojektionen genauso wie die vielfältige Zusammensetzung der eigenen Teams. 

Je komplexer die Zahlen, desto einfacher die Darstellung. 

Es klingt wie ein Widerspruch, und ist doch eine der Grundregeln der visuellen Gestaltung: Je komplexer die Inhalte sind, desto einfacher sollte die Darstellung sein. Bei der Gestaltung spielt dabei auch die “Schnelligkeit” des menschlichen Gehirns eine Rolle: In jeder Sekunden unseres Alltags verarbeiten wir Millionen von Informationen – ordnen zum Beispiel im Straßenverkehr Geräusche zu, kalkulieren die Geschwindigkeit der Fahrzeuge um uns herum, interpretieren das Rot der Ampel als Zeichen zum Stehenbleiben und erkennen die Person auf der anderen Straßenseite als einen ehemaligen Mitschüler aus der 3. Klasse der Grundschule. All das passiert nicht nur schnell, sondern auch zum größten Teil unbewusst. Und mit genau diesen Prozessen sehen sich auch Grafiken konfrontiert, die (vereinfacht gesagt) mit den schnellen Schlüssen unseres Gehirns mithalten können müssen. 

Farben, Formen und Positionen sollten sich deswegen an Erwartungshaltungen und Erfahrungswerte anpassen: Wie welche Inhalte wo in welcher Farbe und welcher Größe angeordnet werden, beeinflusst in unserer Wahrnehmung ihre jeweilige Wichtigkeit. Ein Signalrot wird, aus farbpsychologischer Sicht, eben auch als “Signal” interpretiert. Genau wie das Beispiel Straßenverkehr sollten auch komplexe Zusammenhänge in einer Datenvisualisierung im Idealfall schnell und einfach erfasst werden können. Die Folge eines Fehlers in diesem Prozess ist zwar kein Verkehrsunfall, aber doch eine Fehlinterpretation der dargestellten Inhalte – die im Endeffekt den Nutzen der Grafik in Frage stellen. 

Verbindungen und Entwicklungen interaktiv erlebbar machen

Genau wie der Zugang zu unterschiedlichen Daten und Informationen im Zuge der Digitalisierung immer einfacher und transparenter wird, gibt es auch eine Reihe von mehr oder weniger teuren Tools, die bei der Visualisierung dieser Datenmenge helfen können. Das ist besonders dann relevant, wenn Data Visualizations nicht nur als Bilder in Print- und Onlinemedien eingebunden, sondern interaktiv erlebbar gemacht werden sollen. 

Drei Fragen, die bei der Suche nach dem richtigen Tool helfen können:

1. Woher kommen die Daten?

Auch wenn es banal klingt, spielt die “Herkunft” sowie das Format der Daten eine entscheidende Rolle. Müssen die Daten manuell eingepflegt werden können, oder kann das Tool zum Beispiel die bestehenden CSV-Dateien lesen? Mit der Auswahl des richtigen Anbieters können Prozesse vereinfacht werden – besonders, wenn unterschiedliche Datenmengen visualisiert werden sollen.

2. Wo soll die Data Visualization eingesetzt werden und wer ist die Zielgruppe?

Für die Aufbereitung von Daten ist das thematische Vorwissen der Zielgruppe entscheidend. Es macht jedoch auch einen großen Unterscheid, ob Daten für die Startseite der Website oder eine Unternehmensbroschüre visualisiert werden sollen – besonders bei der Aufbereitung mithilfe von wahlweise Online-Tool, Programm oder App. Wenn es zum Beispiel darum geht, bei Kundenterminen einen Einblick in den aktuellen Produktionsstand zu geben, kann man einerseits davon ausgehen, dass die Beteiligten die Daten inhaltlich einordnen können, und andererseits, dass sie ggf. vor Ort angepasst werden müssen. So lohnt es, die Daten “mitzunehmen” und mithilfe einer App auf unterschiedlichen Endgeräten zur Verfügung zu stellen.

3. Wie passt sich die Data Visualizations in unsere Designrichtlinien ein?

Für ein ganzheitliches Erscheinungsbild – sowohl nach innen als auch nach außen – sollten sich auch neue Visualisierungen und interaktive Tools in das bestehende Corporate Design einpassen. Bei der Auswahl des entsprechenden Tools empfiehlt es sich deswegen, auf eine freie Gestaltung von Hintergründen, Farben und Schriftarten zu achten. 

Autorin: Annett Bergk, Gastautorin auf dem news aktuell Blog.

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