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Das sagt die Branche zur Bundestagswahl

Kommunikation - 31. Aug 21

Nach 16 Jahren endet die Amtszeit von Angela Merkel – inmitten einer großpolitischen Wetterlage, die von Ereignissen wie der Flutkatastrophe bestimmt werden. Gleichzeitig stehen die Kandidierenden für das Kanzleramt im Dauer-Brennglas der Öffentlichkeit. Wie denken deutsche Kommunikationsprofis über die Parteien, ihre Inhalte und die bisherige Kommunikationsarbeit? Wir haben gemeinsam mit Civey 500 Fachkräften aus Kommunikation, PR und Medien zu ihrer Meinung befragt.

Grün vor Rot vor Schwarz

Welche Partei vertritt die Interessen der deutschen Kommunikationsprofis am stärksten? Wenn es nach den Befragten geht, dann eindeutig die GRÜNEN. Die Partei um Annalena Baerbock und Robert Habeck liegt mit 29 Prozent bei dieser Frage deutlich auf Platz eins. Mit Abstand folgt auf Platz zwei die SPD mit 15,8 Prozent. Die Schwesterparteien CDU/CSU erreichen zum Zeitpunkt der Umfrage 13,5 Prozent und liegen nur knapp vor der AfD (12,9 Prozent). Die Liberalen kommen auf 9,5 Prozent, auf dem letzten Platz landet die LINKE mit 8,9 Prozent. Jede zehnte befragte Person gibt an, die persönlichen Belange in keiner der Parteien wiederzufinden (10,4 Prozent).

Die meisten Kommunikationsprofis finden sich thematisch bei den GRÜNEN wieder. Jeder zehnte fühlt sich von keiner der Parteien vertreten
Die meisten Kommunikationsprofis finden sich thematisch bei den GRÜNEN wieder. Jeder zehnte fühlt sich von keiner der Parteien vertreten. Grafik: news aktuell 

Armin Laschet kein Wunschkandidat der Kommunikationsprofis 

Der Kampf um das Kanzleramt ist längst in vollem Gange. Besonders bei der persönlichen Frage nach dem Wunschkandidaten bzw. der Wunschkandidatin ist vieles in Bewegung – von Plagiatsaffären bis zu innerparteilichen Zermürbungen und öffentlichen Auseinandersetzungen. Klare Punktsiegerin ist bei den deutschen Kommunikationsprofis in dieser Momentaufnahme Annalena Baerbock: 29,1 Prozent der Befragten wünschen sich die Bundesvorsitzende der GRÜNEN zum Zeitpunkt der Befragung als nächste Kanzlerin. Auf Platz zwei folgt Olaf Scholz mit 22,7 Prozent. Platz drei belegt Armin Laschet mit 12,2 Prozent. Allerdings: Die meisten Befragten nennen keinen bzw. keine der Genannten als besonders wünschenswert oder wissen es nicht (36 Prozent). 

Annalena Baerbock ist am überzeugendsten, aber deutsche Kommunikationsprofis bleiben bei der Kanzler-Frage skeptisch.
Annalena Baerbock ist am überzeugendsten, aber deutsche Kommunikationsprofis bleiben bei der Kanzler-Frage skeptisch. Grafik: news aktuell

Nachholbedarf bei parteipolitischer Kommunikation

Welche Partei konnte ihre Wahlkampfthemen bisher am besten kommunizieren? Zwar schneiden die GRÜNEN von den großen Parteien auch bei dieser Frage am besten ab (28,5 Prozent), der Großteil der Kommunikationsprofis gibt sich aber wenig beeindruckt. 30,3 Prozent der Befragten waren bis zum Zeitpunkt der Umfrage von keiner Kommunikationsarbeit der großen Parteien überzeugt. Entsprechend verhalten fällt die Bewertung der übrigen Parteien aus: Die SPD landet mit 13,6 Prozent auf Platz zwei, die FDP erzielt 9,5 Prozent, die AfD 9,1 Prozent. CDU/CSU und die LINKE teilen sich abgeschlagen die letzten Plätze mit jeweils 5,8 Prozent und 3,2 Prozent. 

Welche Themen entscheiden die Wahl? Welche Spitzenkandidaten kommunizieren am besten über Social Media? Die vollständigen Ergebnisse inklusive Daten zur Wahlentscheidung sowie der Bewertung der Social-Media-Kommunikation können unter dem Beitrag kostenlos als Infografik heruntergeladen werden. 

Über die Umfrage "Bundestagswahl 2021: So denkt die PR-Branche": Repräsentative Online-Befragung von Civey im Auftrag von news aktuell. Teilgenommen haben 500 Fachkräfte aus Kommunikation/PR/Medien in Deutschland vom 22. Juli bis 9. August 2021.

Autor: Martin Marsmann

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