Bild-PR: Weniger ist oft mehr

Events - 18. Mai 20

Ricarda Bohn, erst im vergangenen Jahr unter die Toptalente #30u30 der Kommunikationsbranche gewählt, ist Manager Corporate Communications bei der Voith Group. In dieser Funktion kümmert sie sich um Themen wie Erneuerbare Energien oder Digitalisierung im Maschinen- und Anlagenbau. In diesem Jahr ist sie zum ersten Mal in der Jury des PR-Bild Award. Wir sprachen mit ihr über erklärungsbedürftige Produkte, Zahlen (die Größe und Tragweite derselben greifbar machen), Bild-PR in Zeiten von Corona und digitale Kommunikation.

Ricarda Bohn Voith
Ricarda Bohn, Manager Corporate Communication bei der Voith Group.

news aktuell: Sie sind seit März 2019 als Manager Corporate Communication für die globale externe Kommunikation und Pressearbeit bei Voith zuständig. Das klingt nach einem umfassenden Aufgabenspektrum. Können Sie uns Ihre Tätigkeitsfelder ein bisschen genauer beschreiben?

Bohn: In der Tat ist mein Aufgabengebiet sehr vielfältig – darin liegt für mich auch der Reiz meiner Position. An einem typischen Arbeitstag schreibe ich Pressemitteilungen, bin mit Journalistinnen und Journalisten in Kontakt, plane und koordiniere Kampagnen oder kümmere mich beispielsweise um die Erstellung unseres Geschäftsberichts sowie des Image-Magazins. Dabei bin ich laufend im Austausch mit meinen Kollegen und stimme mich mit den vier Konzernbereichen Hydro, Paper, Turbo und Digital Ventures ab. Aktuell findet das alles im virtuellen Raum statt, was aus meiner Sicht sehr gut funktioniert. 

news aktuell:  Voith ist ein weltweit agierender Technologiekonzern mit mehr als 19.000 Menschen an Standorten in über 60 Ländern. Wie kann man technische Produkte wie diese am besten vermitteln?

Bohn: Voith hat ein sehr diversifiziertes Produktportfolio – wir bieten ein breites Spektrum von Anlagen, Produkten, Serviceleistungen und digitalen Anwendungen an und sind in unterschiedlichen Märkten präsent. Das bietet sehr viele Vorteile, ist aber kommunikativ oft eine Herausforderung, weil unsere komplexen Produkte erklärungsbedürftig sind. Ich persönlich arbeite gerne mit Zahlen, um die Größe und Trageweite unserer Produkte greifbar und verständlich zu machen. Zum Beispiel kommt jedes dritte Blatt Papier auf der Welt aus einer Papiermaschine von Voith. Weltweit wird außerdem ein Viertel der Elektrizität aus Wasserkraft mit Technologien und Dienstleistungen von Voith erzeugt. Das finde ich, obwohl ich bereits seit drei Jahren bei Voith arbeite, nach wie vor sehr beeindruckend! 

news aktuell: Bilder bzw. visuelle Kommunikation ist für den Transport einer Message ungemein wichtig. Was braucht ein gutes PR-Bild in Ihren Augen dafür? Und was sollte bei guter Bild-PR eher vermieden werden?

Bohn: PR-Bilder werden für unterschiedlichste Kanäle genutzt, zum Beispiel für Pressemitteilungen auf der Website, in Social Media-Posts, in gedruckten Zeitungen sowie in Online-News. Daher ist es meines Erachtens sehr wichtig, dass ein PR-Bild online gleichermaßen gut funktioniert wie offline. Dafür muss das Bild technisch gut umgesetzt sein, eine klare Botschaft vermitteln und zum Corporate Design des Unternehmens passen. Andererseits sollte vermieden werden, dass PR-Bilder zu werblich und zu kleinteilig sind. Meiner Meinung nach ist dabei weniger oft mehr. 

news aktuell: Wir leben ja gerade in ungewohnten Zeiten. Hat sich Ihre Kommunikation vor dem Hintergrund von Corona verändert? Welchen Einfluss hat Corona auf Ihre Kommunikationsmaßnahmen?

Bohn: Definitiv hat sich Kommunikation im Zuge der Pandemie gewandelt – sie ist digitaler geworden. Das funktioniert aus meiner Sicht auch sehr gut. Im Zuge der Krise ist die Bedeutung der internen Kommunikation deutlich sichtbar geworden – Kommunikationsabteilungen setzen alles daran, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Laufenden zu halten. Tiefgreifende Veränderungen sehe ich außerdem im Messe- & Event-Bereich. Große Messen werden abgesagt oder verschoben, Pressekonferenzen werden digital abgehalten. Mut und kreative Lösungen sind jetzt gefragt, um mit der Situation bestmöglich umzugehen. 

news aktuell: Sie sind dieses Jahr zum ersten Mal als Vertreterin der #30u30 Generation in der Jury des PR-Bild Awards. Inwiefern werden sich Ihrer Meinung nach die diesjährigen Bildeinreichungen von den Jahren zuvor unterscheiden?

Bohn: Ja, genau! Ich freue mich wirklich sehr, dieses Jahr Teil der Jury des PR-Bild Awards sein zu dürfen. Ich denke das Thema, was uns derzeit alle beschäftigt – die Corona-Pandemie –, wird auch in den diesjährigen Einreichungen sehr präsent sein. Im Gegensatz zu vorherigen Jahren wird es bestimmt eine Vielzahl an Bildern geben, auf denen Personen mit Mundschutz, Schutzkleidung und mit 1,5 Meter Sicherheitsabstand zu sehen sind. Ich bin jedenfalls sehr gespannt und neugierig auf alle Einreichungen und tolle Bilder! 

Noch bis zum 12. Juni könnt Ihr Euch beim PR-Bild Award bewerben. Habt Ihr tolle Motive, die einen Preis verdient hätten? Dann hier lang.

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