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Bild-PR: Living the Hannoverlife

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Die idyllischen Gassen der Altstadt, Flora und Fauna in den Herrenhäuser Gärten oder der Ausblick von der Rathauskuppel: Hannover hat seinen Bewohnern viel zu bieten. Immer auf der Suche nach dem perfekten Spot ist Theresa Hein. Die 23-Jährige gründete 2015 den Blog und Instagram-Account Hannoverlife, der sich zu einem der erfolgreichsten Profile über die Stadt Hannover entwickelt hat. In diesem Jahr ist die gebürtige Hannoveranerin in der Jury unseres PR-Bild Awards. Wir sprachen mit ihr über geheime Wahrzeichen von Hannover, Social-Media-Arbeit für Politiker und ihre Grundsätze für gute Fotos.
 

Theresa Hein Hannoverlife Bild-PR PR-Bild Award 2019 Jury
Theresa Hein ist 23 Jahre alt und studiert den Master Medien und Politische Kommunikation an der Freien Universität Berlin. Sie ist Gründerin des Blogs und Instagram-Accounts Hannoverlife. Zudem gehörte sie als jüngste nominierte zu den #30u30 Talenten 2018 des PR-Reports. 

news aktuell: Dein erster Hannoverlife-Post auf Instagram zeigt einen Ausschnitt der Skyline von Hannover - mit rauchenden Industrieschornsteinen, einem weiten blauen Horizont und dem unverkennbaren Blick auf das Anzeiger Hochhaus. Was hat Dich an diesem Motiv gereizt?

Hein: Das Bild ist sehr spontan entstanden. In der Spontanität und der Momentaufnahme liegt meiner Meinung nach auch die Einzigartigkeit. Ich habe das Bild während eines Praktikums in Hannover aus dem Bürozimmer, welches direkt unter dem Dach lag, aufgenommen. Damals gab es Hannoverlife noch nicht und mich hat das Motiv in diesem Moment berührt. Als ich dann mit Hannoverlife begonnen habe, habe ich in meinem Fotoarchiv nach aussagekräftigen Bilder von Hannover gesucht. Die rauchenden Industrieschornsteine heißen hier „Die warmen Brüder“ und sind eines der geheimen Wahrzeichen der Stadt. Neben den „warmen Brüdern“ befindet sich das Anzeiger Hochhaus, in dem der Spiegel und Stern gegründet wurden - also ein sehr geschichtsträchtiges Gebäude. Aus dem Bild ist dann später auch das Logo von Hannoverlife entstanden, da ich die Gebäude per Hand nachgezeichnet habe. Mich hat das Bild damals gereizt, weil es die Motive der Stadt beschreibt, ohne dass es zu plakativ ist. Mich reizt es auch, Bilder weiterzuentwickeln und Motive reifen zu lassen.

news aktuell: In vielen Deiner Posts stehst Du nicht hinter, sondern vor der Kamera. Wie verändern sich Dein Blick und Deine Fotos, wenn Du auch Motiv und nicht nur Fotografin bist? 

Hein: Wenn ich selbst Motiv bin, werde ich viel kritischer. In den meisten Posts über Hannover fotografiere ich statische Dinge wie Gebäude. Wenn ich vor der Kamera stehe, achte ich auf viele Details gleichzeitig wie die (Bein)-Haltung und Ausstrahlung. 

Ein gutes Bild muss den Moment festhalten und abbilden können. Es sollte von einer Perspektive aufgenommen sein, die ungewöhnlich ist. Klicken, um zu twittern

news aktuell: Zusätzlich zum Blog und Instagram-Channel Hannoverlife studierst Du derzeit Medien und Politische Kommunikation an der FU in Berlin und bist politisch für die CDU auf Bundesebene aktiv, unter anderem im Social-Media-Team. Was sind die größten Unterschiede in der Bildsprache zwischen Postings für Hannoverlife und der Arbeit für die CDU?

Hein: Vom Grundsatz her ist die Bildsprache nicht unterschiedlich, aber die Motive. Ziel für beide Kanäle ist es, Bilder zu produzieren, die dynamisch sind und Botschaften, Themen sowie Emotionen übermitteln. Die Gestaltung auf Hannoverlife lässt mehr „Spielereien“ zu, zum Beispiel mit Filtern. Das geht aber auch mit Politiker-Accounts, die stärker personalisiert sind als Accounts von politischen Parteien und Organisationen. Bei der politischen Kommunikation ist es wichtig, dass ein Bild den Moment einfängt und dass es für sich spricht, indem es ein politisches Thema oder eine Gegebenheit beschreibt. 

Ein Hauch von Japan in Hannover: Das im Frühling erstahlende Ernst-August-Denkmal vor dem Hauptbahnof ist Theresa Hein's Lieblingsbild. Foto: Theresa Hein

news aktuell: Inzwischen wohnst Du in Berlin und hast Dir für Deinen eigenen Blog und Instagram-Channel Verstärkung geholt. Könntest Du Dir auch vorstellen einen Berlinlife Blog zu starten? 

Hein: Nein, das kann ich mir derzeit nicht vorstellen. Zum einen gibt es in Berlin ein Überangebot an regionalen Seiten und zum anderen bedarf besonders die Startphase eines Blogs und Instagram-Accounts viel Zeit und Mühen. Das Handwerk und die Kniffe, wie man einen erfolgreichen lokalen Blog startet, kenne ich nun. Daher gebe ich gerne mein Wissen in Form von Beratungen und Social-Media-Workshops weiter.

news aktuell: Du hast inzwischen mehrere tausend Fotos von Hannover geschossen – alleine dein Instagram-Channel hat über 1.300 Posts: Gibt es bestimmte Merkmale, die ein wirklich gutes Bild für Dich erfüllen muss? Gibt es bei euch im Team feste Strukturen oder Regeln, zum Beispiel für die Bildsprache? 

Hein: Mein Credo in vielen Lebenslagen und auch für gute Fotos lautet: It´s all about the perspective. Ein gutes Bild muss den Moment festhalten und abbilden können. Es sollte von einer Perspektive aufgenommen sein, die ungewöhnlich ist. Im Team haben wir die Grundpfeiler für ein gutes Foto definiert. Wir arbeiten immer mit einem speziellen Filter für die einheitliche Bildsprache. Da alle im Team ein sehr gutes und individuelles Auge für Fotos haben, stimmen wir mit unseren Qualitätsstandards überein. 

news aktuell: Welches Presse- oder PR Bild des letzten Jahres fandest Du besonders eindrucksvoll und warum?

Hein: Besonders eindrucksvoll fand ich das „Dream big“-Bild von Mini Molars Cambodia e.V. Auf einen Blick erlebt man die kräftige Aussage des Bildes und die Hoffnung und die Träume von etwas Größerem, die niemals sterben.

 

Foto: Mini Molars Cambodia e.V. / Anton Bass

 

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