Waterkant Touren Hamburg PR-Bild Award 2018 Shortlist

Uns gehört die Welt! Wer denkt nicht an Freiheit und Abenteuer, wenn er den VW Bulli auf diesem Bild sieht? Doch Moment, das ist nicht die Toskana oder der Highway 101, sondern das Hamburger Elbufer in Steinwerder. Die Hanseatische Stadt abseits der touristischen Hotspots erleben, mit dem Bulli als Begleiter. Das hat sich der junge Reiseanbieter Waterkant Touren aus Hamburg auf die Fahne geschrieben. Eine persönliche Reiseerfahrung dank überraschender Perspektiven auf die Elbmetropole – dies verspricht das Bild des Hamburger Startups, das für den PR-Bild Award 2018 nominiert wurde (Kategorie Stories & Kampagnen). Konrad Herrfurth erzählt, wie die Aufnahme entstanden ist und was es mit dem Angler auf sich hat. 

news aktuell: Wie ist das Bild entstanden? Was genau ist darauf zu sehen? 

Waterkant Touren Konrad Herrfurth Visuelles Storytelling

Konrad Herrfurth, bei Waterkant Touren für Produktentwicklung, PR und Marketing zuständig. Ab November im VW Bus on Tour durch Portugal, Marokko und die West Sahara. Foto: Malte Joost

Herrfurth: Entstanden ist das Bild während eines Fotoshootings, das wir im Sommer mit unseren VW T3 Bullis veranstaltet haben. Als alternativer Tourenanbieter, der bewusst Abstand zu den 08/15-Sightseeing-Hotspots in Hamburg nimmt, suchten wir einerseits ein typisch hanseatisches Motiv zum Bulli, welches zugleich aber nicht aufgesetzt wirken sollte. Hanseatisch und ehrlich sollte es also sein und unser „Schmuckstück auf vier Rädern“ hamburgisch in Szene setzen. Also fuhren wir vollgepackt mit Mensch und Technik nach „Steinwerder“ – einem eher unbekannten Stadtteil Hamburgs, gelegen am anderen Elbufer. Wir kennen und schätzen die besondere Aussicht dort auf die „altehrwürdige“ Skyline Hamburgs mit den Wahrzeichen Michel, Fernsehturm, Landungsbrücken, aber auch der Elbe zu unseren Füßen und den ankernden Schiffen.

Man kann auf einem Fotoshooting ja viel planen, aber mit einem echten Elbangler aus Hamburg, der unter allen Umständen nicht von seinem Platz weichen will, ist nicht zu spaßen. Dieser sollte daher auch einen Platz in unserem Bild finden. Passt ja auch wunderbar ins Motiv, so ein echter „Fischkopp“…

news aktuell: Welche Geschichte erzählt das Bild?

Herrfurth: Waterkant Touren ist eine Liebeserklärung an unseren Heimathafen Hamburg, an den Bulli als solchen und dem damit verbundenden Reisegefühl. 

Warum immer nur die touristischen Hotspots ansteuern, wenn Hamburg doch so viel mehr ist und der Charme dieser Stadt in der Summe ihrer einzelnen Teile liegt? Entlang der Waterkant finden sich so viele sehenswerte Ecken, die in keinem Reiseführer stehen – Orte, die die Hansestadt von ihrer ehrlichen Seite zeigen, denn: Die Elbmetropole kann zwar mondän und schick daherkommen, mindestens genauso aussagekräftig sind aber auch ihre weniger erschlossenen Stadtteile und nicht alltäglichen Perspektiven. Der Bulli als Tourenfahrzeug verkörpert außerdem das Lebensgefühl des individuellen Reisens sehr gut und stillt insgeheim unsere Sehnsucht nach der Straße. Mit dem Bild wollen wir Besucher sowie Liebhaber Hamburgs aber auch Roadtrip-Romantiker mit auf eine ganz persönliche Reise nehmen – durch die Stadt am Hafen, so wie wir Locals sie sehen, erleben und lieben. Unser Bild veranschaulicht diese „persönliche Reise“ sehr gut. Denn Hamburg zu genießen funktioniert am Besten mittendrin, aber noch mit genügend Abstand, um die Stadt gebührend auf sich wirken zu lassen.

news aktuell: Was waren die besonderen Herausforderungen bei der Produktion des Bildes?

Herrfurth: Definitiv der ungewollte Statist „Angler“. Denn alles andere passte perfekt: Gutes Wetter, gutes Licht und gute Laune der Crew. Nach einer längeren Diskussion mit dem mürrischen Nordlicht, dem das Shooting so gar nicht in den Kram passte, entschieden wir uns, ihn mit auf das Bild zu nehmen. Warum auch nicht? Echter kann Hamburg doch nicht dargestellt werden und immerhin ist ja genau dies unser Anspruch. So ist „Hamburg echt entdecken“ schon vor einiger Zeit zu unserem Credo geworden, welches  wir mit diesem Bild wunderbar eingefangen haben. Und am Ende des Tages fand der Herr in Anglerkluft unseren kultigen Bulli dann doch ganz hübsch anzusehen. 

news aktuell: Wo habt Ihr das Bild veröffentlicht und welche Resonanz hat es gegeben? Wie hat die Öffentlichkeit reagiert? Und wie die Medien?

Herrfurth: Veröffentlicht haben wir das Bild sowohl auf unseren Social-Media-Kanälen, unserem Newsletter, als auch auf unserer Website und einigen Pressemitteilungen. Insbesondere im Newsletter, auf Facebook und Instagram gab es viel positive Resonanz, die wir in punkto Bildklicks messen können. Im Zuge einer Veranstaltung zum Thema Storytelling wurden wir explizit zu dem Bild angesprochen, was uns sehr gefreut hat, gerade weil das Foto eine – wenn nicht sogar „unsere“ – Geschichte erzählt. 

news aktuell: Wie messt Ihr den Erfolg für das Bild?

Herrfurth: Visuell muss man auf den Social-Media-Plattformen natürlich was bieten – gerade im Zeitalter schwindender Aufmerksamkeit aufgrund der Fülle an Informationen im digitalen Nirwana. Umso wichtiger ist es dann auch, ein gewisses Storytelling schon über das Bild vermitteln zu können. Und die Erfolgsmessung? Einerseits durch verschiedenste Tracking- Methoden (UTM etc.) – sprich, wieviele Personen haben während einer Kampagne direkt auf das Bild oder die entsprechende Kampagne geklickt. Auf der anderen Seite sicherlich durch persönlichen Zuspruch, etwa wenn uns Pressevertreter immer wieder auf das eine Bild ansprechen oder Kunden gar eine Mail schreiben und fragen, ob sie das Bild zugeschickt bekommen könnten. Das ist bisher tatsächlich schon ein paar Mal vorgekommen. Dass es unser Bild in die PR-Bild-Award-Shortlist geschafft hat, verbuchen wir natürlich auch als krassen Erfolg! 

news aktuell: Was würdet Ihr anderen jungen Unternehmern für ihre PR-Bilder empfehlen? Was sollten sie unbedingt beachten, was vermeiden?

Herrfurth: Unbedingt authentisch bleiben! Außerdem ist Perfektionismus langweilig, weil dieser in der Fülle an Bildern in unserer PR-Landschaft einfach nicht mehr auffällt. Die Qualität des Bildes spielt also eine fast schon untergeordnete Rolle – wichtig ist, dass das Bild auch ohne erklärenden Bildtext eine Geschichte erzählt oder Fragen aufwirft. Auch sollte ein Bild letztlich nicht den Fotografen ansprechen, sondern muss einzig und allein die Zielgruppe erreichen.

 

 

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