Video-PR Whitepaper

In Zeiten schnelllebiger Informationsflows und kurzer Halbwertzeiten für Inhalte hat sich der Stil von Videoinhalten verändert. PR-Schaffende können heute sehr viel selbst und on-the-fly machen. In unserem neuen Whitepaper erklären wir, wie PR-Professionals Videos mit einfachen Mitteln realisieren können – mit nicht viel mehr als einer Smartphone-Kamera.

Das Video 1×1: Form wahren

Video-PR im Jahr 2018 ist so divers, wie die Anzahl sozialer Kanäle, Bildschirmgrößen und damit einhergehenden User Flows. Soll ein Video bei der Facebook-Community funktionieren, empfiehlt es sich, die seitenspezifischen Gepflogenheiten bereits im Format mitzudenken. Da über die Hälfte aller User Facebook inzwischen mobil ansteuern, hat sich der Trend durchgesetzt, Videos im 1×1-Seitenverhältnis zu produzieren. So wird eine optimale Nutzung der mobilen Bildschirmfläche erreicht und die Aufmerksamkeit gesteigert. Auch wenn ein quadratisches Video im ersten Moment ungewöhnlich erscheint, setzt es sich als Standard bei Twitter, Facebook und Instagram immer mehr durch.

Kannst du das kurz halten?

Aufmerksamkeitsspannen werden im Zeitalter des Smartphones immer kürzer. Das hat Einfluss auf die Art und Weise, wie Medien gestaltet sein sollten. Wenn User kurze Videos auf sozialen Kanälen gewohnt sind und häufig nur angerissene Informationsschnipsel konsumieren, sollten auch PR-Videos knapp gehalten sein. Ihr Vorteil: In den meisten sozialen Kanälen werden Videos automatisch abgespielt, ohne dass der Zuschauer aktiv auf Play klicken müsste. Ein starker Beginn, der auch ohne Ton funktioniert, fängt Zuschauer dank Autoplay ein und sichert einen Moment der Aufmerksamkeit. Aber keine Sorge: Nur weil Nutzer sozialer Dienste Inhalte eher screenen als verinnerlichen, heißt das nicht, dass Sie auf Inhalte vollends verzichten müssten. Viel mehr dient das Video im sozialen Internet als optischer Stopper, der zu weiteren Inhalten führen kann.

Im Social Web dient das Video als optischer Stopper, der zu weiteren Inhalten führen kann. Klick um zu Tweeten

Verführerische Inhalte

Wir denken unser Video also als Startrampe zu weiterem Content und konzipieren es als Teaser auf den sozialen Kanälen. Ein quadratischer Ausschnitt eines längeren Videos kann den Empfänger vom sozialen Netzwerk in Ihr Umfeld lotsen, wo ihn weiterführende Inhalte erwarten. Doch auch wenn ein Video nicht als Teaser fungiert, sondern für sich steht, sollte es so kurz wie nötig gehalten werden. Teaservideos sollten nicht länger als zehn bis 20 Sekunden lang sein. Clips, die speziell und exklusiv für die sozialen Kanäle entwickelt wurden, auch zwei oder drei Minuten.

¯\_(0)_/¯

Wenn Sie sich mit Ihren Videos in den sozialen Medien bewegen, kann es hilfreich sein, sich der hiesigen Tonalität anzupassen. Die Verwendung von Emojis kann funktionieren, aber schnell auch bemüht und albern wirken. Evaluieren Sie die Ernsthaftigkeit Ihrer Botschaft und den Bezug Ihrer Zielgruppen zu Ihnen als Unternehmen. Bei einer verspielten Botschaft können Sie sich mal etwas trauen (siehe unser Facebook-Video „Wer ist es“ mit Boris Entrup), bei einem eher informativen Inhalt sollte sich die Informationsebene auch in der Sprache ausdrücken.

Tafel oder Schwafel?

Während längere Videos im klassischen 16:9 Format vom Zusammenspiel der Bild- und Tonspuren leben, sollten Social- Media-Videos auch geräuschlos funktionieren. Texttafeln und Untertitel werten die allermeisten Videos auf und dienen als zusätzliche Eyecatcher. Gerade im Social Segment unterscheiden wir einige Grundtypen des beschrifteten Videos:

Texttafeln und Untertitel werten die allermeisten Videos auf und dienen als zusätzliche Eyecatcher. Klick um zu Tweeten

Text Only

Ganz ohne gedrehtes Material kommt diese einfache Variante des Social Videos aus. Um unseren Medien-Trendmonitor „Brennpunkt Journalismus“ über die sozialen Medien zu kommunizieren, haben wir einzelne Kernaussagen unserer Studie herausgepickt und in kurze Clips mit kurzen, klaren Texten tranchiert, die unsere Empfänger schnell und leicht konsumieren können. In wenigen Sekunden erkennt der Zuschauer, ob das Thema interessiert und wo es mehr dazu gibt.

Talking Heads

Ein klassisches 16:9 Video wird durch dicke Balken am oberen und unteren Bildrand in eine quadratische Form gewandelt. Der so entstandene Raum kann genutzt werden, um die Kernaussage oder Ausgangsfrage des Videos als Text darzustellen, während im Hauptbild ein Protagonist redet. Der Zuschauer wird durch die kurze, treffende Beschriftung für das Video interessiert und motiviert, den Ton einzuschalten.

Untertitelte Szene

In der Produktion sicherlich am aufwendigsten ist die Transkription des Gesagten in einen vollständigen Untertitel. Doch gerade bei wichtigen oder emotionalen Inhalten lohnt es sich, diese durch Untertitel auf den allerersten Blick ersichtlich zu machen, damit kein potenzieller Empfänger den Sprung zu Ihrer Themenwelt verpasst.

That’s live

Jeder, der ein Handy in der Hosentasche hat, trägt seinen eigenen kleinen Live-Sender mit sich herum. Mit nur wenigen Klicks können Sie Ihre Zielgruppen in Echtzeit und von jedem Ort erreichen. Ist das nicht großartig? Weisen Sie auf ein anstehendes Event hin, liefern Sie einen kleinen Blick hinter die Kulissen oder zeigen Sie einen exklusiven Vorabblick auf ein neues Produkt. Doch obschon es einfach und sinnvoll ist, die Livefunktion von Facebook, Twitter, YouTube und Instagram zu verwenden, trauen sich viele PR-Verantwortliche nicht vor die Echtzeit-Linse. Die Gründe sind nachvollziehbar: Was, wenn was schief geht? Was, wenn ich etwas Blödes sage oder mich verhasple? Und was soll ich überhaupt sagen? Doch erzeugt ein Live-Video eben einen so direkten und besonderen Bezug zur Zuschauerschaft, dass es sich allemal lohnt, den Befürchtungen zu trotzen. Außerdem: Wer live geht, dem wird auch mal ein Verhaspler verziehen.

Und noch ein Tipp zum Schluss: Eine solide Liste mit erschwinglichem Equipment zur einfachen und mobilen Videoproduktion gibt es jährlich bei Journalist und Blogger Richard Gutjahr in seiner Rubrik „Meine Bloggerhandtasche“.

 

Interesse an noch mehr praktischen Tipps und Tricks zu selbstgemachten PR-Videos? In unserem kostenfreien Video-Webinar erklären wir mit einem Hands-on-Ansatz, wie Sie mit einfachen Mitteln viel erreichen können.

 

Dieser Beitrag erschien ursprünglich in unserem aktuellen Whitepaper „Visuelle PR. Der endgültige Leitfaden“.

Inhalte des Whitepapers:Whitepaper VIsuelle PR Bild-PR

  • Na da schau mal einer an: Einführung in die Fragestellung
  • Klick…raten! Empirie und Intuition
  • Bild-PR zwischen Instagram und Highend-Fotoshootings
  • Bildrechte für die Pressearbeit: Alles, was Sie wissen müssen
  • Trend in der Bild-PR
  • „Seid mutig!“ Interview mit Katrin Jahns, Head of Press & Blogger Relations bei Makerist
  • Live, schnell und dreckig: So geht Video heute
  • „Ein Profi zeichnet sich eben nicht durch sein Equipment aus, sondern durch sein Know-how“ Interview mit Sebastian Schneider, Head of Visuals PR & Sales bei PPR Media Relations
  • „Ist PR eine visuelle Disziplin?“ Von Petra Sammer, Autorin und Unternehmensberaterin

Hier gehts zum Download unseres neuen Whitepaper.

 

 

 

 

Schlagworte