Die deutsche Kommunikationsbranche gibt sich überraschend idealistisch. Das zeigt der neue PR-Trendmonitor von news aktuell und Faktenkontor. Mit ihrem Content Marketing wollen Pressestellen und PR-Agenturen in erster Linie Relevanz erzeugen. Außerdem ihr Image verbessern und die Kundenbindung erhöhen. Nur etwa ein Viertel will Leads generieren und Umsätze steigern.

Content Marketing ist nicht nur ein schnelllebiger Hype, der in wenigen Monaten wieder verschwunden sein wird. Content Marketing ist viel mehr: Nämlich eine nachhaltige Antwort von Unternehmen und Brands auf die schwindende Relevanz der etablierten Medien. Die Marketing- und Kommunikationsabteilungen glauben nicht mehr in dem Maße wie früher an die Wirkung von klassischen Anzeigen in Print- und Onlinemedien. Außerdem sehen sich die Unternehmen einem weit verbreiteten Loyalitätsschwund ausgesetzt. Mit Hilfe von Content Marketing sollen Marken wieder im neuen Glanz erstrahlen.

Die Ergebnisse des PR-Trendmonitor 2015 unterstützen diese Sichtweise. Demnach betreiben bereits mehr als die Hälfte aller Unternehmen Content Marketing. Zusätzlich ist gut jede fünfte Firma damit beschäftigt, Content Marketing zu planen. Die PR-Agenturen liegen noch weiter vorn. Knapp zwei Drittel von ihnen sind bereits aktiv, jede Siebente ist in der Planung. Allerdings hat nicht unbedingt die Pressestelle eines Unternehmens den Hut auf, wenn es um Content Marketing geht. Nur bei gut einem Drittel der deutschen Firmen steht die Kommunikationsabteilung in der Verantwortung. Bei knapp der Hälfte sind es die Marketingexperten. Interessant auch: Bereits fast jedes zehnte Unternehmen hat eine eigene Abteilung fürs Content Marketing aufgebaut.

Notepad with words content marketing concept

Laut PR-Trendmonitor steht bei Unternehmen „Relevanz erzeugen“ ganz oben auf der Agenda. PR-Agenturen dagegen wollen in erster Linie „Themenführerschaften erobern“. Erstaunlich ist es, dass nur etwa ein Viertel der Unternehmen und PR-Agenturen zugeben, dass sie für die Vertriebsabteilung Leads generieren und wachsende Umsätze erzeugen wollen.

So groß das Heilsversprechen von Content Marketing auch ist, bei der Umsetzung kann man vieles falsch machen. Am häufigsten werden eine „mangelnde inhaltliche Strategie“, ein „fehlendes Konzept“ und „fehlende Kontinuität“ genannt. Dass die Chefetage die Anstrengungen für ein erfolgreiches Content Marketing nicht würdigt, lässt sich aus den Zahlen des PR-Trendmonitors allerdings nicht herauslesen. Obwohl oft betont wird, wie schwierig es ist, das Top-Management von einem Strategiewechsel in Richtung Content Marketing zu überzeugen, klagt nur knapp jeder zwanzigste Kommunikationsprofi über zu wenig Unterstützung durch seine Chefs.

Quelle: PR-Trendmonitor 2015, Datenbasis: 357 Pressestellen und 213 PR-Agenturen, die Content Marketing betreiben bzw. anbieten.

Die Infografik zu den Zielen der Unternehmen beim Content Marketing gibt es in hochauflösender Qualität in unserer Pressemitteilung zum PR-Trendmonitor.

 

 

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