Die Initiatorin des Trust Project Sally Lehrman vom Markkula Center for Applied Ethics der Santa Clara University in Kalifornien will den Lesern von Nachrichten eine einfache und transparente Entscheidungshilfe an die Hand geben, ob es sich bei den ausgewählten Artikeln um vertrauenswürdigen Qualitätsjournalismus handelt.

Trotz aller Diskussionen um so genannte Fake News, Lügenpresse-Vorwürfe und den Bedeutungsverlust der klassischen Medien gibt es auch gute Nachrichten: Mit dem Trust Project sollen jetzt Qualitätsinhalte im Web besser sichtbar gemacht werden.

Namhafte Medienunternehmen wie die Washington Post, The Economist und ZEIT ONLINE haben sich zu einer internationalen Initiative zusammengeschlossen. Mit im Boot sind die Digital-Giganten Google, Facebook und Twitter. Auch die Deutsche Presse-Agentur engagiert sich. Ziel der Initiative: glaubwürdigen Journalismus im Netz besser kennzeichnen und hervorheben.

Aber wir kann das funktionieren? In einem ersten Schritt haben die Macher des Trust Projects mit Hilfe von internationalen User-Umfragen und Medien-Workshops ein Set von Vertrauensindikatoren definiert. Dazu gehören zum Beispiel der Umgang mit handwerklichen Fehlern, wirtschaftliche Unabhängigkeit, Transparenz der Quellen, redaktionelle Prinzipien und vieles mehr. Die Initiatorin des Projektes Sally Lehrman vom Markkula Center for Applied Ethics der Santa Clara University in Kalifornien will damit den Lesern von Nachrichten eine einfache und transparente Entscheidungshilfe an die Hand geben, ob es sich bei den ausgewählten Artikeln um vertrauenswürdigen Qualitätsjournalismus handelt. Dafür wurde in Schritt zwei ein eigenes Signet für die Initiative entworfen. Mit Hilfe dieses Signets können Nachrichtenseiten ihre Qualitätsinhalte optisch kennzeichnen und so für mehr Transparenz gegenüber dem Leser sorgen.

Trust Project: Glaubwürdigen Journalismus im Netz besser kennzeichnen und hervorheben. Klick um zu Tweeten

Zusätzlich zu diesem Signet können auf den Nachrichtenseiten Metainformationen bereitgestellt werden. Diese Informationen lesen Google und andere Anbieter aus und können sie in ihren Trefferlisten berücksichtigen. Gleiches gilt für Social-Media-Plattformen. Ergebnis: Schon bei der Internetsuche können sich die User ein Bild über die Vertrauenswürdigkeit des Beitrags machen.

Im September wird Sally Lehrman nach Deutschland kommen und beim Scoopcamp in Hamburg (27.09.) über die Fortschritte beim Trust Project berichten.

 

Dieser Beitrag erschien ursprünglich in unserer aktuellen TREIBSTOFF-Ausgabe. Hier gehts zum Download.

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Themen der Ausgabe 12/18:

  • Alt versus Jung: Wie verhält es sich im PR-Alltag mit Diversity? Ein nicht repräsentatives Stimmungsbild von Babyboomern und den Generationen X und Y.
  • PR-Hackathon 2018: Erfolgsfaktor Vielfalt. Wie sehen die weiblichen Hackathon-Teilnehmer ihre Rolle als Frau und was empfehlen sie dem Nachwuchs?
  • Qualitätssiegel für gute Inhalte: Wie funktioniert die neue Medieninitiative „Trust Project“?
  • A new star is born: Die wichtigsten Dos and Don’ts bei Promi-PR
  • Vernachlässigte Reputation: Warum wird der gute Unternehmensruf in den Kommunikationsabteilungen stiefmütterlich behandelt? Ein Erklärungsversuch.
  • Netzwerken macht erfolgreich: Was ist dran an der nicht mehr so neuen Geheimwaffe? Ein Plädoyer von Cornelia Kunze, Vorsitzende des Netzwerks „Global Women in PR Deutschland“ (GWPR)
  • Visuelle PR: Megatrend statt Modeerscheinung. news aktuell hat ein neues Whitepaper veröffentlicht.

 

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