Startup-Kommunikation: Worauf junge Unternehmen bei ihrer PR und Pressearbeit achten muessen

Gerade jungen Unternehmen fällt der Einstieg in die strategische Kommunikation oft schwer. Sie müssen erst eine Marke aufbauen, haben kaum Erfahrung mit ihren Zielgruppen und meistens fehlt auch das Budget, um aufwändige Kommunikationskampagnen zu fahren. Deshalb treffen wir von news aktuell in unregelmäßigen Abständen Unternehmensgründer, um uns mit ihnen über ihr Business auszutauschen und unsere Expertise zum Thema „Professionelle Kommunikation“ weiterzugeben. Im TREIBSTOFF-Interviews erzählt Ann-Kathrin Freiwald, Startup-Coach bei news aktuell, über immer wiederkehrende Start-Schwierigkeiten und wie sie erkannt und gebannt werden können.

Ann-Kathrin Freiwald, Startup-Coach bei news aktuell.

Ann-Kathrin Freiwald, Startup-Coach bei news aktuell. Foto: Frank May

TREIBSTOFF: Warum ist Kommunikation für Startups oft ein schwieriges Thema?

ANN-KATHRIN: Seit Beginn unserer Startup-Beratungen und Sparrings konnten wir feststellen: Im Startup-Alltag wird das „Wichtige“ oft vom „Dringenden“ verdrängt. Das Thema Kommunikation gehört dabei für jede Organisation zu den wichtigen Dingen: Ohne Kommunikation gibt es kein Image, keinen Marktzugang, keine neuen Leads, keine Community. Im operativen Alltag eines Gründerteams ist es jedoch nicht immer leicht, das „Wichtige“ trotz all dem „Dringenden“ voranzutreiben.

TREIBSTOFF: Womit muss man anfangen, um erfolgreich zu kommunizieren?

ANN-KATHRIN: Tatsächlich gibt es auch für das Thema Kommunikation eine Chronologie – an dieser hangeln wir uns im Rahmen unserer Workshops und Sparrings entlang. Wir beginnen mit dem Golden Circle von Simon Sinek: Start with the WHY. Um erfolgreich zu kommunizieren, muss man nicht nur erzählen können, was man macht und wie man es macht. Man muss vor allem erzählen, warum man es macht. Die eigene Motivation und der eigene Antrieb müssen Ausgangspunkt einer jeden Kommunikation sein. Nur dann ist das Startup authentisch und glaubwürdig.

TREIBSTOFF: Woran scheitern eures Erachtens Startups in ihrer Kommunikation?

ANN-KATHRIN: Oft haben wir es erlebt, dass sich die Gründer in einer Vielzahl von Kommunikationsmaßnahmen verfranzt haben. Was jedoch fehlte, war ein klares Ziel: Ausgehend von den aktuellen Unternehmenszielen müssen die Gründerteams deshalb konkrete und messbare Kommunikationsziele ableiten. Denn die Kommunikation kann nur Erfolg haben, wenn sie zur Erreichung der kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Unternehmensziele hinführt. Ebenso relevant ist eine genaue Zielgruppensegmentierung im Vorfeld: Wer nicht exakt weiß, wen er eigentlich erreichen will, der wird an seiner Zielgruppe vorbeikommunizieren.

TREIBSTOFF: Wie gut kennen Startups ihre Zielgruppen?

ANN-KATHRIN: Natürlich haben auch Startups eine Vorstellung von ihrer Zielgruppe. Wobei wir auch schon Gründer kennengelernt haben, die uns erzählten, sie seien regelrecht überrascht gewesen, als sie ihren ersten tatsächlichen Kunden gegenüberstanden. Startups sollten sich viel häufiger fragen, ob ihre Produktkommunikation begehbar für Fremde ist oder ob sie kryptisch wirkt. Wichtig ist, die konkreten Pain Points, Bedürfnisse und Fragen der eigenen Zielgruppe zu kennen, und das geht am besten durch persönlichen Austausch. Wichtig ist auch, ein Gefühl für die Sprache der Zielgruppe zu entwickeln. Denn nur mit dem richtigen Wording ist es möglich, den Mehrwert der eigenen Produkte und Services für die Zielgruppe verständlich zu beschreiben.

Kenne deine konkreten Pain Points, die Bedürfnisse und Fragen deiner Zielgruppe. Treffe sie und tausche dich mit ihr persönlich aus. Klick um zu Tweeten

TREIBSTOFF: Was hilft Startups, die passenden Inhalte für ihre Zielgruppen zu finden?

ANN-KATHRIN: Kommunikation ist immer auch ein Zeugnis des eigenen Know-Hows über den Markt. Wer die Fragen und Bedürfnisse seiner Zielgruppe kennt, kann hieraus die wichtigsten Kommunikationsinhalte ableiten. Weitere Inhalte ergeben sich, wenn man sich über die Trends und Entwicklungen seiner Branche auf dem Laufenden hält und diese für die eigene Kommunikation aufbereitet. Dabei kann auch der Austausch mit Branchen-Experten helfen. Als Hilfestellung in der Kommunikation nicht zu vernachlässigen sind außerdem alle direkten und indirekten Wettbewerber: Wie widmen sie sich den Pain Points der gemeinsamen Zielgruppe? Welche Fragen der potenziellen Kunden lassen sich aus den FAQs anderer Marktteilnehmer ableiten? Mit ein bisschen Recherche lassen sich viele Inhalte finden, die für die eigene Kommunikation adaptiert werden können.

TREIBSTOFF: Welchen Rat würdet ihr Gründern mit auf den Weg geben?

ANN-KATHRIN: Wer morgen erfolgreich sein will, sollte besser schon gestern angefangen haben zu kommunizieren. Für alle Startups, die Unterstützung bei ihrer Kommunikation brauchen, bieten wir Hilfestellung in Form von Beratung, Medien- und Blogger-Kontakte, sowie zu besserer Auffindbarkeit in Suchmaschinen und größerer Online-Relevanz. Dafür einfach unter https://www.newsaktuell.de/startup registrieren, dann melden wir uns bei euch.

 

 

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