Juristische Gegenwehr bei unzulässigen Online-Bewertungen, Hetze, Fake News

WebSessions

Auf Bewertungsplattformen schreiben User (womöglich anonyme) Texte mit weitreichenden Folgen. Auf gängigen Onlinekanälen werden Nutzerinnen und Nutzer bewusst in die Irre geführt und durch Falschinformationen aufgewiegelt. Nicht nur exponierte Repräsentanten, sondern auch „ganz normale“ Mitarbeitende aus Unternehmen und Organisationen werden in sozialen Medien angefeindet, teilweise unter Offenlegung von Namen und Adresse.

Wenn es laut und hässlich wird, stellt sich oft die Frage, wie sich Persönlichkeitsschutz im Internet einfordern und umsetzen lässt. Rechtsanwältin Verena Haisch erklärt die rechtlichen Aspekte und beschreibt anhand konkreter Fälle, was man tun kann (und was nicht).

Details

Fast jede und jeder kennt´s: Produkte, Dienstleistungen oder Arbeitgeber werden schlecht bewertet. Vorstände geraten wegen einer einzigen Äußerung bei LinkedIn unter Beschuss. Die neueste Marketing-Kampagne löst bei Twitter einen Sturm der Empörung aus. Und PR-Verantwortliche bekommen es oft so oder so von allen Seiten ab. Online-Kommunikation ist, das wissen wir alle, ist längst nicht immer fair, ausgewogen und korrekt.

Die gute Nachricht: Vieles davon kann man rechtlich gut in den Griff bekommen. Aber: Rechtsverletzungen und vor allem die wirksame Durchsetzung von Recht folgen im Netz eigenen Regeln. 

Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) erleichtert es, gegen Schmähungen, Beleidigung und Hetze bzw. Hate Speech vorzugehen. Rechtsprechung und Gesetzgeber haben ein ausgeklügeltes System entwickelt, wie man gegen Plattformbetreiber vorgehen kann, wenn die Personen hinter den Aussagen anonym bleiben, sich hinter Pseudonymen verstecken oder einfach nicht aufhören wollen. Sogar einstweilige Verfügungen gegen im Ausland sitzende Internetkonzerne sind möglich. 

Verena Haisch teilt in diesem Webinar ihre langjährige Erfahrung, erklärt verständlich und nachvollziehbar, was man als juristischer Laie zur Rechtsdurchsetzung wissen sollte und stellt Beispiele aus ihrer anwaltlichen Praxis dar

Alle Teilnehmenden haben die die Möglichkeit, individuelle Fragen an die Referentin zu stellen. Zusätzlich erhalten sie nach Abschluss des Webinars die verwendeten Präsentationsfolien oder ein gleichwertiges Inhaltsdokument als Skript.

Das lernen die Teilnehmenden

  • Wovor das (Unternehmens-)Persönlichkeitsrecht im Netz schützt
  • Ansprüche gegen die Äußernden und/oder die Plattformbetreiber - wann man gegen wen vorgeht
  • Rechtsverletzungen an Plattformbetreiber melden - und wie das NetzDG dies erleichtern kann
  • Wenn es anders nicht geht: Einstweiliger Rechtsschutz gegen die Anbieter sozialer Medien
  • Wann ist rechtliches Vorgehen sinnvoll und wann macht es alles nur schlimmer

Geeignet für

PR- und Marketingprofis, Kommunikationsverantwortliche und -Berater mit Berufserfahrung, die sich erfolgreich und passgenau gegen Angriffe auf Personen und Unternehmen im Netz wehren wollen.

Sprecherin

Verena Haisch ist Rechtsanwältin und Partnerin in der Hamburger Kanzlei BluePort Legal. Sie ist Spezialistin im Presse- und Medienrecht und berät nationale und internationale Mandanten insb. im Bereich des Reputationsmanagements. Als Mitglied des Arbeitsstabs Digitales des Deutschen Juristinnenbundes und Korrespondenzanwältin für HateAid ist Verena Haisch seit vielen Jahren aktiv im Kampf gegen Hass im Netz.

Key Facts

  • Termin: Montag, 28. März 2022, 14:00 – 15:30 Uhr
  • Teilnahmegebühr: 105 zzgl. MwSt. / 124,95 Euro inkl. MwSt.
  • Mindestzahl Teilnehmende: 10
  • Stornierung: kostenfrei möglich bis 7 Tage vor Durchführung 

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