Ab der nächsten Woche befragen wir wieder die Journalisten in Deutschland, wie Sie über die eigene Zunft denken. Der Medien-Trendmonitor 2010, den wir wie gewohnt mit unserem Partner Faktenkontor durchführen, trägt den Titel „Journalismus in einem neuen Informationszeitalter“. Warum ausgerechnet dieser Titel? Ich denke, dass wir heute vor einem überaus innovationsstarken Jahrzehnt stehen, in dem sich die Art und Weise, in der Informationen übermittelt, verteilt und konsumiert werden, in einem rasanten Tempo ändern wird.

Es wird zwar heute schon unendlich viel geschrieben über Google, Twitter, Facebook und die anderen Protagonisten des Web, aber wir denken, dass wir noch ganz am Anfang der Entwicklung stehen.

Mehr als die aller Journalisten bezweifeln, dass VerlagshjŠuser in Deutschland mit ihren Internetangeboten zukŸnftig rentabel wirtschaften werden / Die Verwendung dieses Bildes ist fŸr redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: "obs/news aktuell GmbH"
Mehr als die aller Journalisten bezweifeln, dass VerlagshjŠuser in Deutschland mit ihren Internetangeboten zukŸnftig rentabel wirtschaften werden / Die Verwendung dieses Bildes ist fŸr redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe: „obs/news aktuell GmbH“

 

Wir gehen ganz fest davon aus, das wir auch in zehn Jahren Menschen brauchen werden, die professionell Informationen aufbereiten, sortieren und gewichten. Vielleicht sogar mehr als heute. Aber wahrscheinlich wird sich das Berufsbild „Journalist“ in vielen Teilen gewandelt haben. Wie sieht der Austausch mit den Lesern aus? Welche Formen von Communities in Bezug auf Medienmarken wird es geben? Wie sieht der Lehrplan eines Volontärs aus? Was wird noch in Redaktionen produziert, was mit mobilen Geräten direkt am Ort des Geschehens? Wie multimedial muss ein Redakteur in Zukunft „funktionieren“?Denken Sie doch mal zehn oder zwölf Jahre zurück: Wir diskutierten ernsthaft darüber, ob Journalisten lieber per Fax oder lieber per E-Mail beliefert werden wollen? Wir fragten uns, ob AOL oder Compuserve der bessere „Onlinedienst“ sei? („Bin ich schon drin?“) Und es war der absolute Hit, wenn man seine Internet-Zeit sekundengenau abrechnen konnte! Das alles lässt uns schmunzeln aus der heutigen Warte. Aber genauso wird es auch 2020 sein, wenn wir auf heute zurückblicken.

Das alles wissen wir nicht. Und wahrscheinlich kommt sowieso alles ganz anders, als wir es uns heute vorstellen. Das neue Informationszeitalter wird viele Überraschungen für uns bereithalten. Umso wichtiger ist es, den heutigen Stand der Dinge zu vermessen und zu untersuchen. Ab Montag werden wir wieder Journalisten in großer Zahl anschreiben, und wir hoffen auf eine erneut rege Teilnahme. Beim letzten Mal haben uns mehr als 2.000 Redakteure und freie Journalisten mitgeteilt, was sie über den eigenen Berufsstand und die Medien denken und erwarten. Es wird also wieder richtig spannend – wir freuen uns auf den Medien-Trendmonitor 2010 „Journalismus in einem neuen Informationszeitalter“!

(Den Link zur Teilnahme gibt es natürlich nur auf Anfrage. Aber wir geben ihn gerne an alle Journalisten raus, die sich melden. Und zu gewinnen gibt’s auch was: Unter allen Teilnehmern verlosen wir ein schickes iPad und dazu zehn Amazon-Gutscheine im wert von 50,00 €)

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