Vortragsreihe "Recherche 2014", Hamburg

Bucerius Kunstforum, Vortragsreihe „Recherche 2014“

Heute morgen kamen im Bucerius Kunstforum mehr als 100 Expertinnen und Experten der Branche zusammen, um zu erfahren, wie Journalisten arbeiten und welche Rolle PR-Material dabei spielt. Sandra Liebich, Initiatorin der Umfrage „Recherche 2014“ nahm die Zuhörer mit auf ein leckeres Drei-Gänge-Menü der Kommunikation. Fazit: PR-Fachleute müssen bei der digitalen Pressearbeit verstehen, wie sie die drei großen „M“ zu ihrem Vorteil einsetzen können: Multimedia, Multichannel und Mobile.

Multimedia erhöht die Durchschlagskraft

Die durchschnittliche Aufmerksamkeitspanne pro verfügbare Information ist in den letzten Jahren dramatisch gesunken. Multimediales Beiwerk fokussiert den Empfänger auf den Kern einer Botschaft. Bilder und Infografiken (wenn sie gut gemacht sind) bringen einen Sachverhalt in Sekunden auf den Punkt. Meist besser als jeder noch so ausgefeilte Text. Das mag den Bildungsbürger in uns allen befremden, ist aber nunmal so. Auch Videos sind wichtig: Ein kurzer unterhaltsamer Erklärfilm holt Interessenten und Kunden perfekt ab.

Was bedeutet das nun für Pressesprecher und PR-Fachleute? Im Prinzip lässt sich mit einer Hand voll Tipps die Wirkung einer Unternehmensinformation steigern. Fotos stehen dabei im Mittelpunkt. Laut Umfrage „Recherche 2014“ arbeitet jeder zweite Journalist täglich mit PR-Bildern. Selbst Radioredakteure wollen Bilder, um Sachverhalte und Themen richtig einordnen zu können. Auch wenn das Foto dabei letztlich nicht direkt in der Berichterstattung verwendet wird. Bei Sandra Liebich heißt das:

1. Auf zentralen Foto-Marktplätzen präsent sein und dort Themen besetzen.

2. Caption und Keywords von Bildern auf Suchverhalten der Redakteure abstimmen.

3. Branding weitgehend vermeiden. („Branding schützt vor Abdruck!“)

4. Infografiken auch als Vektordatei bereitstellen, um Redakteuren individuelle Gestaltungsmöglichkeiten zu geben.

5. Bilder zeitlos produzieren. Gute Themenbilder haben oftmals einen Nutzungszyklus über mehrere Jahre hinweg.

Multichannel steigert die Reichweite

Sandra Liebich, Produktmanagerin OTS

Sandra Liebich, Produktmanagerin OTS, gibt in ihrer Vortragsreihe „Recherche 2014“ wertvolle Tipps für erfolgreiche und moderne Kommunikationsarbeit.

Es kommt heute in der Pressearbeit nicht nur darauf an, die Leute zu erreichen, die man sowieso schon kennt. Vielmehr muss ein ganzes Ökosystem an Kanälen mit Inhalten bestückt werden. „Da draußen“ sind unzählige potentielle Interessenten, Stakeholder und Kunden, die alle tagtäglich auf der Suche nach Informationen sind. Viele nennen das auch Content Marketing. Bezogen auf die Möglichkeiten von news aktuell läuft es auf unser Verbreitungsnetzwerk OTS hinaus.

Mit OTS erreichen Unternehmen und PR-Agenturen die richtigen Menschen. Und das zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und mit den richtigen Inhalten. OTS gewährt den exklusiven Zugang zu den Redaktionssystemen der deutschen Medien. Parallel stellen wir eine hohe Sichtbarkeit bei Google her und verteilen die Informationen unserer Kunden auf sozialen Netzwerken.

Mit OTS sind Informationen von Unternehmen und Organisationen „findbar“. Kommunikatoren kennen ihre Zielgruppe heute nur zu einem Bruchteil. Früher war das anders – und einfacher. Multichannel-Kommunikation ist sicher nur ein Teil der Antwort auf diese komplexe Anforderung. Aber auf jeden Fall ein sehr wichtiger.

Mobile verändert alles

Diese Zahl lässt aufhorchen: 42 Prozent aller Journalisten recherchieren täglich mit dem Smartphone, ergab die Umfrage „Recherche 2014“. Die mobile Zukunft ist also mehr oder weniger bereits Gegenwart. Das Smartphone hat sich dabei mittlerweile zum „digital life assistant“ gewandelt. Kommunikationsprofis müssen alle ihre Maßnahmen und Veröffentlichungen vor dem Hintergrund dieses Kulturwandels hinterfragen.

Wird meine E-Mail mobil sauber dargestellt? Funktioniert mein Foto auf kleinen Displays? Welche Datenmengen kann ich meinen Empfängern noch zumuten? Zu welcher Tageszeit agieren meine Zielgruppen via Smartphone? Akzeptieren sie Apps oder sollte alles, was ich anbiete, besser im responsiven Design auf dem mobilen Browser laufen? Oder brauche ich beides parallel? Sie sehen, einfache Antworten gibt es kaum.

Außerdem befeuern Smartphones das Sharing. iPhone oder Samsung Galaxy stellen mehr und mehr eine Verlängerung unserer Persönlichkeit dar. Einen Beitrag spontan zu liken oder zu teilen, fällt auf einem Smartphone in der Regel am leichtesten. Die Barriere ist aufgrund der personengebundenen individuellen Konfiguration extrem niedrig. Das heißt: Wer sharing will, muss mobile handeln.

Die Charts von „Recherche 2014“ bei Slideshare:

 

Alle Reaktionen auf unsere Vortragsreihe finden Sie hier in unserem Storify:

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