TREIBSTOFF hat für das Whitepaper „Video-PR 2017“ vier Video-Experten nach ihrer Einschätzung zu Zukunft und Chancen von Bewegtbild und den Einsatzmöglichkeiten in der PR gefragt. Nach Torsten Panzer und  Martin Heller heute die Antworten von Bewegtbild-Experte Axel Leonhard.

1. Was sind die großen Themen der Zukunft im Bereich Bewegtbild?

Bewegtbild-Experte Axel Leonhard

Axel Leonhard, Onlineredakteur Hamburger Abendblatt, Dozent Akademie für Publizistik

LEONHARD: Die Qualität von 360-Grad-Videos muss und wird sich verbessern. Ich hoffe, Video erleidet dabei nicht das Schicksal von 360-Grad-Fotografie. Trotz ihres hohen Nutzwerts hat sich die 360-Grad-Fotografie in den letzten zehn Jahren nur relativ schwach verbreitet. Was mit 16mm begann, mit Mini-DVD und dann mit DSLR-Video fortgesetzt wurde, findet jetzt im Mobile-Video seinen Ausdruck: Eine immer weiter reichende Verbilligung und Vereinfachung der Produktionsmittel bei hoher technischer Qualität. Jetzt kann wirklich jeder schicke Videos machen und sie in den sozialen Medien auch selbst veröffentlichen. Für Medienhäuser ebenso wichtig ist die Beschleunigung: Von der Aufnahme bis zum Video im Netz vergehen häufig nur wenige – und bei Live-Streams gar keine – Minuten.

2. Was bedeutet das für Journalisten und PR-Schaffende?

LEONHARD: Journalisten können (Vereinfachung der Technik) und müssen (gute Vermarktbarkeit von Videos) für ihre Webseiten immer mehr auch Bewegtbild machen. Sei es das 360-Grad-Video von der Mai-Demo oder das Smartphone-Interview mit einem Promi. Die Qualität der Videos wird darunter leiden, aber der User dürfte das verzeihen, es ist ja nur Fastfood. Journalisten müssen die Videos sofort noch vom Ort des Geschehens bereitstellen. Journalisten nutzen Webvideos immer stärker für Recherchezwecke und können fremde Videos in Online-Artikel embedden. Aufgrund der guten Vermarktungsmöglichkeiten werden sie einem Video im eigenen Player dabei den Vorzug geben. Auch PRler müssen mehr Bewegtbild liefern. Die Vermarktbarkeit von Videos und die Lean-Back-Haltung der User wird die Nachfrage von Videos seitens der Redaktionen steigen lassen. Allerdings werden offensichtlich werbliche Inhalte in redaktionellen Umfeldern auch weiterhin wenig Chance haben.

3. Welche Chancen bieten sich für Content Marketing?

LEONHARD: Das Content Marketing muss die Werbebotschaft so unterhaltsam verpacken, dass wir sie uns doch gern reinziehen. Bei Aufsehen erregenden Aktionen im öffentlichen Raum könnten Marken auch von den Handyfilmern profitieren, die ihre Videos und damit die Werbebotschaft in sozialen Medien teilen.

Aus dem Inhalt des Whitepapers Video-PR 2017:

Whitepaper Video-PR
Whitepaper „Video-PR 2017: Trends, Tipps & Tools“ (Download)
  • Einführung:
    650 Millionen Stunden Video pro Tag
  • Verbreitung:
    Spread the Message – Reichweite erzielen für PR-Videos
  • Videos der Zukunft:
    Virtual Reality- und 360-Grad-Videos: Wie im Theater
  • VR im Einsatz:
    Virtual Reality bei Bahlsen: „Aus dem Staunen nicht herausgekommen“
  • Zukunftstrends:
    Drei Fragen an vier Video-Experten
  • Einwurf:
    „Live-Werbung und Holodeck-Marketing“
  • Praxistools:
    Selbstgemacht: Video-Apps im Check

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