Jeder PR-Profi sollte heute nicht nur texten können, sondern sich ebenso mit Bildsprachen, Bildtrends und Bildbearbeitung auskennen. Ein gutes PR-Bild muss dabei vor allem ein Kriterium erfüllen: Es bringt den Betrachter zum Staunen – wie jedes gute Bild. Das sagt Matthias Ackeret, Chefredakteur des Schweizer Medienmagazins persönlich. Er ist seit zwölf Jahren in der PR-Bild-Award-Jury und hat schon viel gute und weniger gute Bild-PR gesehen. 

Von Matthias Ackeret

Matthias Ackeret persönlich Bild-PR

Matthias Ackeret, Chefredakteur des Schweizer Medienmagazins „persönlich“ und seit Anfang an Jurymitglied des PR-Bild Award.

Was wird bei Bild-PR immer wieder falsch gemacht? Dieser Frage möchte ich kurz nachgehen. Nun ist es so, dass ich weder ein Kreativer noch Fotograf bin, sondern Verleger und Chefredakteur einer Kommunikationszeitschrift. Ein Schreibender also. Da ich aber mittlerweile schon sehr viele Jahre in der Jury des PR-Bild Award sitze, bilde ich mir sogar ein, etwas von Fotografie zu verstehen. Aus einer Außensicht sozusagen.

Beim Betrachten von x-hunderten Bildvorschlägen ist mir eines aufgefallen: es gibt gute und weniger gute Bilder. Aber es gibt weder gute noch schlechte PR-Bilder. Oder um es auf einen einfachen Nenner zu bringen: ein Bild ist ein Bild, egal in welcher Kategorie es auftaucht. Und – das ist das Positive – beim PR-Bild Award ist die Qualität doch sehr hoch.

Manchmal habe ich allerdings den Eindruck, dass die PR-Fotografie darunter „leidet“, dass eine Kunstform kreiert wird, die es eigentlich gar nicht gibt. Werbung stellt ein Produkt in seinen besten und schrillsten Akzenten dar, eine Reportage versucht die Realität so zu beschreiben, wie sie ist. Und die PR? Sie gibt zwar vor, die Realität zu beschreiben, aber trotzdem soll sie immer noch einen Deut besser sein als sie wirklich ist. Diese Absicht ist bei manchen der eingereichten Fotos ersichtlich. Aber dies sind die weniger guten.

Auf den Punkt gebracht: Die besten PR-Bilder sind einfach gute Bilder. Bei denen man staunt und „oh“ sagt. Der Schweizer Fotograf Robert Bösch gewann mit einer Bergaufnahme, die er für den Ausrüster „Mammut“ schoss, vorletztes Jahr den PR-Bild Award für das beste Schweizer PR-Foto 2015. Die gleiche Aufnahme zeigt er auch in Kunstgalerien. Diesen Zustand zu erreichen, wäre eigentlich das Ideale.

PR-Bild Award

Machen Sie mit! Noch bis zum 16. Juni können Sie Ihre besten PR-Bilder des letzten Jahres einreichen. Bewerben können Sie sich in insgesamt sechs Kategorien: Porträt, NGO-Foto, Social Media-Foto, Stories & Kampagnen, Lifestyle und Reisen.

Wir sind gespannt auf Ihre Bilder!

www.pr-bild-award.de

www.pr-bild-award.ch

 

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