Senior Swimmingpool - Bild-PR bei Wort und Bild Verlag - Gesndheitsweisen

Jeder hat sie schon mal in den Händen gehalten: die Apotheken Umschau. Das Aushängeschild des Wort & Bild Verlags gehört zu den meist gelesenen Zeitschriften in Deutschland. Einen wichtigen Beitrag zum Erfolg leistet nicht zuletzt die Bildsprache. Welches Konzept verfolgen die Macher des Kundenmagazins? Und warum setzt der Wort & Bild Verlag bei seinen Gesundheitstiteln bewusst nicht auf eine Hochglanz-Lifestyle-Ästhetik? Darüber sprach TREIBSTOFF mit Gudrun Kreutner. Sie ist Mitglied der Geschäftsleitung und leitet die Unternehmenskommunikation des Verlags. Außerdem macht sie dieses Jahr in der Jury des PR-Bild Award mit.

TREIBSTOFF: Sie sind seit vielen Jahren im Gesundheitswesen zu Hause. Seit Februar 2018 sind Sie beim Wort & Bild Verlag, also auf die Publisher-Seite gewechselt. Ihr Titel „Apotheken Umschau“ gehört zu den beliebtesten Kundenzeitschriften in Deutschland. Welche Bedeutung kommt den dort abgedruckten Bildern dabei zu?

Gudrun Kreutner, Wort und Bild Verlag, Interview zu Bild-PR beim Wort und Bild Verlag

Gudrun Kreutner ist seit Februar 2018 Leiterin Unternehmenskommunikation und Mitglied der Geschäftsleitung beim Wort & Bild Verlag. Die Österreicherin war von 2004 bis 2017 Pressesprecherin der Österreichischen Apothekerkammer in Wien. Zuvor war sie Kommunikationschefin beim Online-Prepaid-Zahlungsdienstleister Paysafecard. Foto: Ingo Folie

KREUTNER: Der Wort & Bild Verlag ist auf Gesundheitsthemen spezialisiert. Unser Ziel ist, auf höchstem journalistischem Niveau einfach, verständlich und glaubwürdig Gesundheitsthemen an Laien zu vermitteln. Die Bilder spiegeln unsere Strategie wider: authentisch, aus dem Leben gegriffen und trotz der oft schweren Themen voller Empathie. Die Fotos sind Teil des Gesamtkonzeptes: Wir legen großen Wert auf Echtheit, Authentizität und Eigenständigkeit.

TREIBSTOFF: Die Redakteure ihrer Publikationen – ob etwa Apotheken Umschau, Baby und Familie oder Senioren Ratgeber – erhalten bestimmt täglich viele Pressemitteilungen. Was sollten Unternehmen beachten, wenn sie Bildmaterial mitliefern?

KREUTNER: Wir produzieren viele Fotos und Bildstrecken in Eigenregie. PR-Fotos finden in unseren Magazinen nicht oder nur in begründeten Ausnahmefällen statt, Grundvoraussetzungen sind jedoch korrekte Fotocredits. Wir legen großen Wert auf die Bildsprache der einzelnen Titel, und so unterscheiden sich die Fotos aus „Baby & Familie“ ganz deutlich von den Bildern im „Senioren Ratgeber“.

Titelbild Senioren Ratgeber Wort und Bild Verlag 2017

Titelbild Senioren Ratgeber, Maiausgabe 2018, Foto: Wort & Bild Verlag / stocksy united_Bonn in Studio

TREIBSTOFF: Bilder im Gesundheitsbereich sprechen eine andere Sprache als zum Beispiel die Hochglanzbilder im Modebereich. Warum ist das so? Werden sich moderne Health-Care-Bilder zukünftig mehr an Lifestyle-Bildern orientieren?

KREUTNER: Der Wort & Bild Verlag erreicht mit seinen Titeln in Summe 22 Millionen Leser in Deutschland. Wir kennen die gesundheitlichen Bedürfnisse und Wünsche unserer Leserinnen und Leser. Aus unserer Sicht ist Gesundheit Vertrauenssache. Der Leser findet sich bei uns wieder, weil wir Gesundheitsthemen ehrlich kommunizieren und den aktuellen Wissensstand verständlich vermitteln. Die Mode wiederum setzt Trends, muss auffallen und will verkaufen. Letztlich schafft Mode Illusionen, Gesundheitskommunikation orientiert sich an Tatsachen. Das zeigen auch die Bilder. Persönlich glaube ich, dass das Thema Hochglanz-Bilder irgendwann mal kippt, weil es sich zu sehr von uns entfernt. Im Social-Media-Bereich sieht man doch, wieviel Sympathie und Reichweite mit lebensnahen Bildern möglich ist.

TREIBSTOFF: Welche Rolle spielt Bild-PR beim „Unternehmen“ Wort & Bild Verlag selbst? Wie setzen Sie den Verlag und seine Produkte und Services in Szene?

KREUTNER: Unsere Medien werden über Apotheken abgegeben. Die Apotheke hat den Vorteil, dass sie aufgrund ihres Settings sofort erkannt wird. Wir müssen oft nicht lange erklären, wovon wir sprechen, weil ein Bild einer Apotheken-Situation dem Kunden direkt vermittelt, worum es geht: um Gesundheitsberatung in der Apotheke. Bei unserem Spot „Danke, Apotheke“ haben wir bewusst unterschiedliche Apothekenszenen eingebaut, die beim Kunden Emotionen auslösen wie Vertrauen, Seriosität, Kompetenz. In der Unternehmens-PR arbeiten wir stark mit Bildern in Apotheken und zeigen auch Handgriffe, die man nicht jeden Tag sieht. Besonders beliebt sind unsere Apo-Walks in Apotheken für Instagram-User. Für Social Media und die Presseaussendungen zu unseren Titeln und Themen gilt das Gleiche wie für die Texte: einfach, verständlich, hautnah und wertschätzend. Wir zeigen die Welt, wie sie ist, ohne zu diskriminieren oder zu stigmatisieren.

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Foto: W&B / Mhoch4 / Philipp Reiss

TREIBSTOFF: In Zeiten von permanenter Bildüberflutung im Netz: Was ist für Sie ein herausragendes PR-Bild?

KREUTNER: Ein Bild ist für mich dann herausragend, wenn es die gewünschte Aussage unterstreicht. Das klingt einfacher, als es ist, denn ein und dasselbe Bild kann bei unterschiedlichen Personen zu unterschiedlichen Reaktionen führen. Ich erinnere mich an eine Preisverleihung, wo ein Magazintitel für das schlechteste Cover-Bild „abgemahnt“ wurde. Dasselbe Bild sah ich wenig später in einem völlig anderen Kontext – und es wirkte gut.

TREIBSTOFF: Was wünschen Sie sich als neues Jury-Mitglied für den diesjährigen PR-Bild-Award?

KREUTNER: Ich freue mich sehr, dieser Jury anzugehören und bin wirklich gespannt auf die vielen kreativen Einreichungen in den unterschiedlichen Kategorien. Oft zeigen sich dabei einfach auch neue Trends. Uns in der Jury wünsche ich viel Mut und eine erfrischende Diskussion beim Auswählen.

 

 

Machen Sie mit! Noch bis zum 15. Juni können Sie Ihre besten PR-Bilder des letzten Jahres einreichen. Wir sind gespannt auf Ihre Bilder!

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