bi yourself art project PR-Bild Award 2018 Shortlist

Ist das ein Mann oder eine Frau? Oder beides? „Bi yourself“: So lautet das Foto, mit dem es der junge Getränkehersteller ColaRebell aus Hamburg auf die Shortlist des PR-Bild Award geschafft hat. Das Motiv durchbricht Sehgewohnheiten und soll provozieren. Provokation und polarisierende Einzigartigkeit stehen auch für unser Produkt, eine Cola mit Ingwer und Chili, erklärt Geschäftsführer Andreas von Froreich das Konzept des Bildes. 

news aktuell: Was war Ihre Motivation und Ihr Ziel mit diesem Foto?

von Froreich: Unsere Motivation war, etwas zu entwickeln, das sich außerhalb der Normen befindet und Sehgewohnheiten durchbricht. Wir wollten über ein auffallendes Bildmotiv die inhaltliche Brücke zwischen dem Betrachter und unserer Marke ColaRebell ermöglichen. ColaRebell steht für eine bestimmte rebellische Haltung, Klarheit und Wachheit, die inhaltlich mehr ist als nur eine austauschbar frech daherkommende Koffeinüberdosis mit Chili und Ingwer. Die rebellische Haltung der Marke ColaRebell und die geschmacklich polarisierende Einzigartigkeit und Vielfalt sollte sich auch im betreffenden Motivkonzept wiederfinden.

news aktuell: Wie ist das Bild entstanden? Was genau ist darauf zu sehen?

Andreas von Froreich art project Cola Rebell PR-Bild Award 2018 Shortlist

Vermeintlich Unpassendes kann hervorragend miteinander harmonieren: Andreas von Froreich, Geschäftsführer von Art Projects, die die Getränkemarke ColaRebell vertreibt, über das Motivkonzept von „bi yourself“.

von Froreich: Das Motivkonzept „bi yourself“ ist Bestandteil unseres ColaRebell Doppelseitenmotivs für ein Lifestyle-Magazin mit den jeweiligen Headlines „bi yourself“ und „bi rebellious“. Es richtet sich einmal an den modernen Mann, der, in urbaner Umgebung lebend, aufgeschlossen und weltoffen die gleichgeschlechtliche Liebe bevorzugt, aber genauso an ein breiteres Publikum als alleinstehendes Social-Media-Motiv „bi yourself“. Die Herausforderung im Printmedium lag darin, dieser aufgeschlossenen und Lifestyle orientierten Zielgruppe über ein auffallendes Bildmotiv unsere Marke, unsere Markenphilosophie und unsere Produkte näher zu bringen.

„Bi“ ist das vorangestellte Wortbildungselement in Fremdwörtern aus dem Lateinischen mit der Bedeutung: zwei, doppelt, beide. Bi steht als vielgenutzte Kurzform, aber auch separat für die sexuelle Ausrichtung auf beide Geschlechter. Insofern hatte unser Konzept durchaus einen provokativen Ansatz. Die wortspielerische Doppeldeutigkeit in Verbindung mit dem dargestellten Doppel-Ich ist mehr als nur ein entweder oder, schwarz oder weiß, oben oder unten, heiß oder kalt, sondern ein Beispiel für die Vielfalt der Möglichkeiten, das als Inspiration verstanden werden will.

news aktuell: Was waren die besonderen Herausforderungen bei der Produktion des Bildes?

von Froreich: Die Idee. Es ist immer die Idee, auf die es ankommt. Schwer zu finden und im Nachhinein oft so einfach. Wenn sie dann mal da ist, findet eine gute Idee locker auf einem Haftzettel Platz. Die Aussage „bi yourself“ ist allein stehend aussagekräftig als auch in Kombination mit „bi rebellious“ selbsterklärend und maßt sich an, in der reinen Tonalität ihr wahres Gesicht zu verstecken, statt es gleich zu offenbaren. Ohne Floskeln klar. Zielgerichtet auf den Punkt. ColaRebell steht für Haltung, Wachheit und Klarheit mit dem dosierten Schuss Schärfe im Auftritt und Geschmack. ColaRebell zeigt, dass auch vermeintlich Unpassendes hervorragend miteinander harmonieren kann.

news aktuell: Wo haben Sie das Bild veröffentlicht und welche Resonanz hat es gegeben?

von Froreich: Das Bild wurde im Mate-Magazin unter dem Titel „bi yourself“ als auch in einigen sozialen Medien wie zum Beispiel Instagram und Facebook veröffentlicht. Die Reaktionen waren seitens der Zielgruppe als auch den Medien durchweg begeistert. Warum aber ein Magazin für gleichgeschlechtliche Liebe? Weil es uns immer wieder erstaunt, dass das überhaupt immer noch ein Thema ist, das um Akzeptanz kämpfen muss, und, weil es verdammt noch mal egal ist, wen wir lieben, Hauptsache, wir lieben überhaupt wen.

news aktuell: Wie messen Sie den Erfolg für das Bild?

von Froreich: Den Erfolg für unser Motivkonzept fanden wir in den internen und externen Reaktionen. In den unmittelbaren Feedbacks. In den Zuschriften, Shopbestellungen, Anfragen und Kontakten, die sich darüber ergeben haben.

news aktuell: Welche Tipps würden Sie anderen jungen Unternehmern für ihre PR-Bilder geben? Was sollten sie unbedingt beachten, was vermeiden?

von Froreich: Eine klare Botschaft. Ein auffallendes Motiv, das an die Botschaft anknüpft. Schnell erfassbar, leicht begreifbar. Es kommt dabei nicht immer auf die gestalterische Perfektion an, sondern darauf, was ich mitteilen möchte. Vermieden werden sollten zu viel Unruhe im Motiv, zu viel Text, der erklären will, und zu viel auf einmal wollen. Wenn man nicht selbst produzieren kann oder will, bieten Fotodatenbanken viel Inspiration, auch, wenn man sich leicht darin verlieren kann. Daher sollte die Grundidee stehen, um dann gezielt auf die Suche gehen zu können. Falls das Gesuchte gefunden ist, lässt es sich kombinieren, modifizieren und retuschieren. Falls nicht, eben selbst produzieren, was, je nach Motiv, aufwändiger sein kann. Wir leben in einem Paradies technischer Möglichkeiten, die es jedem ermöglichen, gute Ideen umzusetzen. Gesellschaftliche Themen sind wichtig und ideal, wenn diese auch an die eigene Marke und Philosophie gekoppelt werden können. Schließlich wollen wir alle immer nur das eine: Beachtet werden.

 

 

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