Leiter Video Associated Press: kurze ungeschnittene Clips und Geschichten nahe an den Betroffenen

Thomas Wagensonner von Thomas Wagensonner
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Montag, 13. Mai 2013 um 08:44 Uhr | Keine Kommentare

In diesem Interview mit BeetTV spricht AP Videochef Sandy MacIntrye über die Erfahrungen der Agentur mit Videonachrichten. Bei ungeschnittenem Rohmaterial erwarten die Zuschauer die besten 20 Sekunden der harten Fakten im Clip. Vor allem auf mobilen Endgeräten werden Nachrichten kaum länger geschaut. Daneben sind bei AP Geschichten von unmittelbar Betroffenen sehr nachgafragt. Vor allem die Produktion im Rahmen des Hurricanes Sandy hat dies bestätigt, sagt MacIntryre im Interview.

Webvideo für Zeitungsportale

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Freitag, 05. April 2013 um 16:11 Uhr | Keine Kommentare

Wieder der Guardian. Mir scheint manchmal, dass wenige Zeitungshäuser bei uns die Ausdauer haben, sich auf die Entwicklung solcher ganz eigener Formate einzulassen. Dabei ist das so einfach.

Symbadische Bewegtbildstrategie

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Donnerstag, 28. Februar 2013 um 20:54 Uhr | 1 Kommentar

Christian Streich, erfolgreicher Fußballehrer beim SC Freiburg, im Interview mit einem Reporter der Badischen Zeitung /TV Südbaden. Mal abgesehen davon, dass Herr Streich in gewissen Kreisen und auch fernab der Dreisammetropole einen gewissen Kultstatus genießt: Das ist auch ein gutes Beispiel dafür, wie Bewegtbild und Onlineredaktion zusammenpassen. Lokale Nachrichten, ohne die im TV gern gesehene Distanzlosigkeit zwischen Reporter und Trainer. Die Badener können offenbar nicht nur ganz passabel kicken, sondern sind auch sonst ganz ausgeschlafen.

Full disclosure: Ich komme aus Staufen im Breisgau, Südbaden

Der erste Viral

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Donnerstag, 14. Februar 2013 um 11:26 Uhr | 11 Kommentare

Seit YouTube und facebook gehört Viral zum allgemeinen Sprachgebrauch. Jeder 6. Mensch auf der Erde – statistisch gesehen – hat beispielsweise das Video Gangnam Style gesehen. Dabei hat es mal ganz analog und sehr viel früher angefangen.

Ich war sehr überrascht, als ich im On the Media Podcast Podcast die Geschichte von Trey Parker and Matt Stone hörte. 1995 hatten die beiden Filmstudenten versucht, ihr aus Eigenmitteln finanziertes Projekt The True Story of Alfred Packer beim Sundance Film Festival unterzubringen. Nachdem das Festival ihren Beitrag abgelehnt hatte, mieteten beide ein Kino und zeigten ihren Film ausser Konkurrenz. Im Publikum saß ein Produzent der Fox-Studios. Und das war erst der Anfang. Die Geschichte hört sich an wir ein Krimi. Hier daher der Original-Take des Podcasts.

Auf Comedy Central entwickelten Trey Parker and Matt Stone übrigens später die Erfolgsserie South Park.

Graf Zahl bei YouTube

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Donnerstag, 03. Januar 2013 um 09:46 Uhr | Keine Kommentare

Als Kind fand ich Graf Zahl von der Sesamstraße faszinierend und etwas beunruhigend. Ein klein wenig durchgedrecht war er ja schon. Mittlerweile habe ich akzeptiert und verstanden, welche Rolle Zahlen in unserem Leben spielen. Hier ein nicht mehr ganz neuer aber interessanter Blick darauf, wie YouTube Videoviews zählt und bewertet und warum der Zähler manchmal bei 301 stehen bleibt. Vielen Dank an Brady Haran von numberphile.

Wo liegt die Zukunft von Bewegtbild im Web?

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Donnerstag, 22. November 2012 um 17:10 Uhr | Keine Kommentare

Die Einreichungsfrist beim PR-Film Wettbewerb DIE KLAPPE endet am 09. Februar 2013. Seit 33 Jahren zeichnet der Kommunikationsverband im Rahmen des Wettbewerbs PR-Filme aus. Warum das wichtig ist? Ich bin überzeugt, dass PR-Filme einen stetig wachsenden Anteil an der Bewegtbildproduktion im Web haben werden. Ich glaube auch, dass sich zunehmend eigene Formate herausbilden werden, die Unternehmen neue Kommunikationsmöglichkeiten eröffnen. Bisher stehen wir mit nachrichtlichen Stücken und Imagefilmen erst am Anfang. Letztendlich gehört aber auch ein professionell produziertes Livestreaming oder eine virtuelle Pressekonferenz mit Videoübertragung und Interaktion im weitesten Sinne in die PR.

Dabei wird das Erzählen von Geschichten immer wichtiger. In Zeiten von YouTube oder Facebook wollen Zuschauer keine glatt polierten Oberflächen. Sie wollen hinter die Fassade schauen und sehen, mit wem sie es zu tun haben. Das bedeutet, dass der Bedarf an Geschichtenerzählern steigt. An Leuten, die in Bildern denken und verstehen, wie man die Bilder im Kopf zeitgemäß auf die Festplatte bringt. Journalistische Arbeitstechniken und ein journalistisches Verständnis für Geschickten sind gefragt. Und auf Seiten der Unternehmen? Die Bereitschaft die Kontrolle von Botschaften ein Stück weit abzugeben und den Leuten zu vertrauen, die das Medium aus dem FF beherrschen. Leute, die zudem den Unterschied zwischen PR und Journalismus für ein Medienhaus kennen und die den Spagat meistern.

PR ist e i n e Zukunft des Bewegtbildes im Web. Nicht die einzige – gottseidank. Aber eine sehr spannende! Ich bin gespannt auf das, was wir im März sehen werden.

Bronx Obama – Mini Doku der New York Times

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Mittwoch, 24. Oktober 2012 um 19:37 Uhr | Keine Kommentare

Tolles Beispiel für eine kleine, sauber und gut erzählte Geschichte. Dicht dran am Thema, dicht an den Menschen. Das ist klasse Journalismus und ein tolles Beispiel für Webvideo.

Schluss mit lustig

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Dienstag, 11. September 2012 um 19:00 Uhr | Keine Kommentare

Die Tatsache, dass alle Welt Videos im Web veröffentlichen kann bedeutet nicht, dass jede(r) der/die das tut es auch kann. Gemeint ist das Videomachen.  Der Kollege Markus Hündgen hat in einem aktuellen Blogpost mal einige Punkte zusammengefasst, worauf Videomacher achten sollten. Für Verfechter des Free for all der Videomacherei mag das frustrierend oder anmaßend klingen. Abgrenzen muss man das auch von aktuellem nachrichtlichem UCG vom Ort des Geschehens. Aber grundsätzlich ist es schon sinnvoll, sich mal zu überlegen, was man mit seinem Video in der Öffentlichkeit will. Das bedeutet nicht, dass man einer Exklusivität das Wort redet, die nur den Leuten das Webvideomachen erlaubt, die Final Cut im Schlaf beherrschen. Aber man hat als Videomacher – und als Zuschauer – einfach mehr davon, wenn man sein Material – und damit seine Gedanken -  strukturiert. Ganz hervorragend passt dazu auch dieses Video der Feinkost MEDIA GmbH.

Das Geheimnis erfolgreicher Webvideos: Eine gute Idee geht immer!

Thomas Wagensonner von Thomas Wagensonner
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Mittwoch, 18. April 2012 um 16:54 Uhr | 2 Kommentare

Wir werden immer wieder gefragt, was Webvideos erfolgreich macht. Die Antwort ist meistens so einfach, dass sich niemand traut, sie laut auszusprechen: Eine gute Idee. Was macht eine gute Idee zu einer guten Idee? Hm, knifflig und nicht leicht zu beantworten. Humor? Der Moment der Überraschung? Mut zur Selbstironie? Wahrscheinlich von allem etwas. So macht das jedenfalls IKEA.

Video im Mittelstand

Thomas Wagensonner von Thomas Wagensonner
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Freitag, 06. Januar 2012 um 11:05 Uhr | Keine Kommentare

Ich werde bei Veranstaltungen immer wieder gefragt, in welchem Rahmen kleine und mittelständische Unternehmen Webvideo einsetzen können und sollen. Ich plädiere dann immer dafür zu überlegen, wie man seinem Unternehmen und den Produkten, für die das Unternehmen steht, ein Gesicht geben kann. Ganz konkret: Wer sind die Menschen, die hinter dem Unternehmen und seinen Produkten stehen? Sind Sie glaubwürdig? Wie kommen sie rüber?

Hierzulande tue ich mich dann aber einigermaßen schwer, entsprechend gute Beispiele zu finden. Man kommt relativ schnell auf solche Knaller wie den Spot von Mustafa’s Gemüsekebap. Der Spot ist toll, aber eigentlich schon wieder zu gut und als ursprünglicher Kinospot kein wirklich passendes Beispiel. Andere Beispiele erinnern dann oft eher an Kinowerbung für Pizzaläden oder den Friseur um die Ecke.

Heute bin ich dann über die Facebookseite der Leica AG auf den Internetladen Robert White Photographic Ltd aufmerksam geworden. Die Kollegen nutzen ihren YouTube Kanal gezielt, um neue Produkte vorzustellen, zu bewerten und zu erklären. Ein Musterbeispiel dafür, wie es gehen kann. Der Zuschauer bekommt im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von dem Produkt und sieht sofort, dass der Verkäufer dahinter ein Experte ist.

Die Umsetzung scheint in Eigenregie zu erfolgen. Mitunter ist der Ton nicht 100-prozentig und das Bild etwas unscharf. Allerdings nie so, dass man als Zuschauer sich mit Grausen abwendet. Der Protagonist erklärt sein Angebot, in klaren Worten und offenbar überzeugt von dem, was er anbietet. Dabei ist er niemals marktschreierisch. Aus meiner Sicht ein Beispiel wie aus dem Lehrbuch.