Unternehmen im Social Web: zu viel Aktionismus, zu wenig Dialog

Sandra Liebich von Sandra Liebich
Produktmanagerin OTS - über Social Media, Trends und das PR-Marktgeschehen
Dienstag, 17. August 2010 um 09:29 Uhr | Keine Kommentare

Erschreckende Ergebnisse, die eine aktuelle Studie des Brand Science Institute heute liefert: drei Viertel aller Kunden sind derzeit noch unzufrieden mit den Social-Media-Aktivitäten von Unternehmen. Sie sind enttäuscht über die mangelnde Dialogorientierung und den geringen Kundenservice bei Twitter und Facebook. 8 von 10 Nutzern empfinden die Kommunikation von Unternehmen sogar als Werbung – nur eben auf einem neuen Kanal.

Immerhin hat bereits jeder zweite Befragte Fragen, Beschwerden oder Anregungen über soziale Netzwerke an Unternehmen weiter gegeben. Zufriedenstellend sind die Antworten jedoch in der Regel nicht gewesen. Fast zwei Drittel hätten unzureichende Antworten erhalten oder fühlte sich nicht richtig betreut. Zu oft wurde an Servicehotlines verwiesen oder die Kommunikation dauerte zu lange.

Ist die Kommunikation über soziale Netzwerke  also derzeit zu oft von blindem Aktionismus getrieben? Wir müssen dabei sein – egal wie? Wie lange darf die Trial & Error-Phase bei professioneller Kommunikation andauern? Was verzeihen Kunden, was nicht? Sind die Entscheidungsspielräume immer noch zu klein, das Vertrauen in die Kommunikationsfähigkeit der twitternden, facebookenden Mitarbeiter nicht groß genug, um sich von der alten One-Voice-Policy zu verabschieden?

Social Media ist nicht zuletzt Loslassen, Zulassen, Ausprobieren. Interessant übrigens, dass Unternehmen, die offline zufriedene Kunden haben auch online in Sachen Kundenorientierung besser abschneiden. Positives Image bestätigt sich im Web – und genauso umgekehrt.

ARD/ZDF-Onlinestudie 2010: Drei Viertel sind täglich online

Sandra Liebich von Sandra Liebich
Produktmanagerin OTS - über Social Media, Trends und das PR-Marktgeschehen
Donnerstag, 12. August 2010 um 10:45 Uhr | Keine Kommentare

Heute haben ARD und ZDF die Ergebnisse Ihrer jährlichen Onlinestudie veröffentlicht. Das Wichtigste in Kürze:

- fast 50 Millionen Deutsche sind mittlerweile online
- innerhalb eines Jahres sind 5,5 Mio. neue Nutzer hinzugekommen
- 76 Prozent der Onliner sind täglich im Netz unterwegs
- Onlinevideos werden immer beliebter: 65 Prozent schauen Videos im Netz, 40 Prozent nutzen Communitys
- 12 Mio. User nutzen regelmäßig Videoportale und Mediatheken

Weitere Informationen zur Studie gibt’s in der Pressemitteilung von ARD und ZDF im Presseportal.

Grenzüberschreitende Mobilität steigt an

Petra Urban von Petra Urban
Teamleiterin media workshop - über Fortbildung und Trends in der Kommunikation
Donnerstag, 22. Juli 2010 um 13:07 Uhr | Keine Kommentare

Die internationale Mobilität von Fach- und Führungskräften steigt an. Waren 2007 61 Prozent geneigt, im Ausland zu arbeiten, sind es heute bereits 64 Prozent, die sich vorstellen können, eine berufliche Chance im Ausland wahrzunehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung von StepStone Deutschland unter 66.000 Fach- und Führungskräften in 40 Ländern. In Deutschland ist der Anteil derjenigen, die mobil sind, in den letzten drei Jahren sogar um acht Prozent auf 79 Prozent gestiegen.

Die Befragung hat auch zu Tage gebracht, dass die Bereitschaft zu einem Jobwechsel ins Ausland größer ist, wenn das Bruttoinlandsprodukt im Herkunftsland stabil scheint. In Ländern, die besonders von der Krise betroffen sind, sind Fach- und Führungskräfte weniger mobil.

Und das Internet spielt auch hier wieder eine große Rolle. Internet-affine Menschen, besonders die “Generation Y“, sind über soziale Netzwerke international besonders gut vernetzt und kompetent in der Nutzung von Suchmaschinen bei der Jobsuche, auch im Ausland – beides gute Voraussetzung für Mobilität.

Mit einem beruflichen Umzug ins Ausland ist dann in der Regel auch verbunden, Präsentationen, Moderationen und Kundengespräche auf Englisch zu führen. Um diese Situationen souverän und charismatisch in englischer Sprache zu meistern und mit interkulturellen Unterschieden umgehen zu können, bereiten wir Sie mit unserer Trainerin Kerry Kennedy auf den Jobwechsel in Ausland vor: “Kommunikationstraining auf Englisch

Ein Klick und fertig! OTS-Meldungen bei Xing, Twitter und Facebook posten

Sandra Liebich von Sandra Liebich
Produktmanagerin OTS - über Social Media, Trends und das PR-Marktgeschehen
Dienstag, 06. Juli 2010 um 09:48 Uhr | Keine Kommentare

Twitter, Facebook, Xing30 Millionen Deutsche sind Mitglied bei Facebook, Twitter & Co. Das hat der Bitkom ermittelt. Gerade wir Kommunikatoren lassen unsere Profile selten länger als ein paar Stunden aus den Augen. Damit sind wir nicht allein. Ein Drittel der Nutzer sozialer Netzwerke tummelt sich mindestens einmal wöchentlich dort, sagt eine aktuelle Studie von Fittkau & Maaß. Knapp 10 Millionen Deutsche besuchen also regelmäßig ihr Profil, tauschen sich mit Freunden und Followern aus und posten interessante Informationen.

Das schnelle Ablegen von Inhalten ist daher zu einem echten Wettbewerbsvorteil geworden. Wenn ich  einen interessanten Artikel, ein Bild oder Video sehe,  muss das Posten möglichst schnell gehen:  Klick! Und der Artikel soll in meinem Profil abgelegt sein. Facebook und Twitter bieten diese Funktion schon lange an. Seit letzter Woche hat auch XING eine Share-Funktion veröffentlicht, die es ermöglicht, schnell und unkompliziert Inhalte in dem Business-Netzwerk zu hinterlassen. Die entsprechenden HTML-Schnipsel gibt’s im XING-Blog.

Im Presseportal sind die “Big Three” prominent über jeder Meldung platziert. Ein Klick – und die OTS-Meldung ist bei Facebook, Twitter oder Xing verfügbar. Das macht es den Presseportal-Nutzern leicht, Inhalte zu empfehlen. Und es hilft unseren Kunden, zusätzliche Reichweite für Ihre Meldungen im Social Web zu erzielen. Neben den drei großen Netzwerken kann man Presseportal-Inhalte über die Funktion “bookmarken” auch auf stattlichen 299 weiteren Portalen platzieren.

Übrigens: mittlerweile registrieren wir mehr als zehn Prozent der Zugriffe im Presseportal aus sozialen Netzwerken. Jeder zehnte Klick in Deutschlands größte Datenbank für Presseinformationen kommt also inzwischen aus dem Social Web, allen voran aus Twitter.

Das Interesse an Original-Informationen von Unternehmen, Verbänden, Medien etc. ist also groß – auch und gerade jenseits professioneller Zielgruppen. Der Grund für uns, Pressemitteilungen unserer Kunden via Originaltextservice (ots) an ein Netzwerk aus klassischen Medien, digitalen Medien und Social Media zu verbreiten: also Mainstream und Long Tail in einem Schritt.

Chance für Weiterbildung versäumt

Petra Urban von Petra Urban
Teamleiterin media workshop - über Fortbildung und Trends in der Kommunikation
Freitag, 04. Juni 2010 um 12:58 Uhr | Keine Kommentare

Mit der Ausdehnung des Kurzarbeitergeldes war die Intention verbunden, dass Unternehmen die frei gewordene Zeit ihrer Mitarbeiter für deren Weiterbildung nutzen. Die Idee dahinter: Volle Kraft voraus mit qualifizierten Leuten, wenn die Krise sich gelegt hat. Das Forschungsinstitut der Hans Böckler Stiftung, WSI, hat nun ermittelt, dass gerade mal 18 Prozent der Unternehmen tatsächlich diese Möglichkeit genutzt haben.

  • 18 Prozent haben Weiterbildungsmaßnahmen erhöht.
  • Bei 57 Prozent ist das Angebot an Weiterbildung gleich geblieben.
  • 24 Prozent haben Weiterbildung reduziert.

Hier finden Sie das komplette Ergebnis der Befragung unter 2.300 Betriebsräten in Betrieben ab 20 Beschäftigten zu diesem Punkt.

Social Media: Kein extra Budget und trotzdem dabei sein?

Sandra Liebich von Sandra Liebich
Produktmanagerin OTS - über Social Media, Trends und das PR-Marktgeschehen
Mittwoch, 02. Juni 2010 um 16:58 Uhr | Keine Kommentare

BudgetUns bei news aktuell hält heute vor allem eines in Atem: unsere Blitzumfrage “Social Media in Unternehmen”. Mein Kollege Jens Petersen hat bereits ausführlich zu den Ergebnissen der Umfrage gebloggt.

Spannend für mich ist vor allem die Diskrepanz zwischen der Wichtigkeit von Social Media und dem Budget, das Unternehmen dafür freisetzen.

Etwa zwei Drittel der 1.700 Befragten halten die Kommunikation in sozialen Netzwerken für “sehr wichtig” oder “wichtig”. Dennoch haben nur etwa 28 Prozent finanzielle Mittel dafür zur Verfügung. Social Media gilt also offensichtlich in vielen Unternehmen als kostengünstiger Zusatzkanal, den man “mal ebenso” mit bearbeiten kann.


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Fachmedien setzen bei Video auf Interviews und Messeberichte

Thomas Wagensonner von Thomas Wagensonner
Produktmanager ots.Audio/Video - über Multimedia in der PR und verwandte Themen.
Mittwoch, 02. Juni 2010 um 12:56 Uhr | Keine Kommentare

Der Einsatz von Webvideo ist bei Fachmedien angestiegen. Das besagt eine aktuelle Erhebung der Münchner infotainweb AG. Um mit den bewegten Bildern auch Geld zu verdienen, setzen viele Fachverlage mittlerweile stärker auf Videoanzeigen- und Rubrikenmärkte, so infotainweb in einer aktuellen Pressemitteilung.  Ein Drittel der untersuchten Fachmedien bietet den demnach Kunden Videoplatzierungen in diesen Bereichen an. Video-Ads wie Pre-, Mid- oder Post-Roll-Werbung gibt es nur bei knapp jedem fünften Fachmedium. Hauptproblem: Die relativ geringe Reichweite der Fachmedien erlaubt kaum Refinanzierung über dieses klassische Modell. infotainweb-Geschäftsführer Stefan Huber mit weiteren Details zur Studie hier im Video:

Studie: Twitter ist ein Nachrichtenmedium

Sandra Liebich von Sandra Liebich
Produktmanagerin OTS - über Social Media, Trends und das PR-Marktgeschehen
Donnerstag, 06. Mai 2010 um 12:01 Uhr | 1 Kommentar

54 Prozent der via Twitter verbreiteten Themen sind Nachrichten. Das ist das Ergebnis einer Studie des koreanischen Forschungszentrums Kaist (PDF). Der Netzökonom Holger Schmidt hat sich die Zahlen aus der Untersuchung genau angeschaut und ausführlich darüber gebloggt. Sehr lesenswert!

Interessant für uns Kommunikatoren: auf Twitter entsteht durch kollektive Intelligenz ein neuer Markt für die Ware Nachricht. Ob eine Information wichtig oder relevant ist, entscheidet jeder Nutzer individuell durch Retweet. Alle Retweets zusammen bestimmen den Wert der ursprünglichen Information. Dies gilt auch für Pressemitteilungen, die durch Weiterempfehlungen bei Twitter eine beachtliche Reichweite erzielen können.

OTS: Pressemitteilungen immer auch in sozialen Netzwerken

Um so wichtiger, dass Nachrichten von Unternehmen auf diesem und weiteren sozialen Netzwerken statt finden. Das stellen wir mit dem Originaltextservice (ots) sicher. Egal, ob sich ein Unternehmen schon lange mit social networks beschäftigt oder noch gar nicht genau weiß, ob und wenn ja wie es soziale Netzwerke in die Kommunikation einbeziehen will – ihre Pressemitteilungen werden grundsätzlich auch hierhin übermittelt. Welche Netzwerke wir beliefern, steht hier.

OTS auf Twitter folgen

Um über die neuesten Infos aus seinem Ressort oder der eigenen Branche via Twitter auf dem Laufenden zu bleiben, folgen Sie doch den aktuellen Pressemitteilungen ihres Themengebietes.

Deutschland bei Nutzung von audiovisuellen Medien auf Websites noch unter Durchschnitt

Thomas Wagensonner von Thomas Wagensonner
Produktmanager ots.Audio/Video - über Multimedia in der PR und verwandte Themen.
Dienstag, 16. März 2010 um 09:57 Uhr | Keine Kommentare

Im europäischen Vergleich hinkt Deutschland hinterher. Jedenfalls was die Nutzung von Audio und Video im Web angeht. Das geht aus dem “Marketers & Consumers, Digitale & Connected”-Report 2009 hervor, den der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) vorstellte. Die Potenziale von Audio und Video würden hierzulande nicht ausreichend genutzt, so eine Schlussfolgerung der Autoren. Und attraktive Inhalte seien erfolgreicher bei den Nutzern. Etwas verwunderlich, dass man eine Studie braucht, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen.

Der Siegeszug des Internets: 75% wollen nicht drauf verzichten

Sandra Liebich von Sandra Liebich
Produktmanagerin OTS - über Social Media, Trends und das PR-Marktgeschehen
Montag, 08. März 2010 um 13:16 Uhr | Keine Kommentare

Growth of the InternetKaum etwas hat sich in den vergangenen Jahren so rasant und beständig entwickelt wie das Internet. 1998 waren in Deutschland gerade mal acht Millionen Menschen online. Zwölf Jahre später sind es fünf Mal so viele. Und drei Viertel von ihnen wollen nicht mehr aufs Web verzichten.

Wie das Internet seit 1998 weltweit gewachsen ist, hat BBC News in einer interaktiven Grafik zusammen gestellt. Bis auf Afrika sind in den meisten Teilen der Welt demnach etwa ein Drittel der Menschen online.

In Deutschland ist die Nutzung des WWW inzwischen sogar alltäglicher als eine Tasse Kaffee, wie eine Umfrage der Suchmaschine Yahoo besagt. Während 89 Prozent täglich mailen, 78 Prozent online Suchabfragen starten und mehr als drei Viertel jeden Tag online Nachrichten lesen, trinken “nur” 73% täglich Kaffee. Warum wir das Internet so gerne nutzen und wie wir die Zukunft des Internets einschätzen, steht im Presseportal.