Derzeit werden Applikationen oder Apps für das iPhone meist im Zuge der unfreundlichen Auseinandersetzung zwischen Zeitungsverlegern und der ARD Tagesschau genannt. Sehr spannend ist die Initiative der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM). Eine iPhone App der BLM bringt derzeit 45 bayerische Privatradios ab sofort aufs Smartphone. Eine Auflistung der Sender finden Sie in der heutigen Pressemitteilung.
Man wird sich langsam aber sicher daran gewöhnen, dass das Radio über viele verschiedene Endgeräte den Weg zum Ohr findet. Das Mobiltelefon, das in seiner Verbreitung fast mit dem Küchenradio vergleichbar ist, stellt einen idealen Empfänger dar. Ein Tipp von mir: Erstmal eine Flatrate besorgen. Sonst wird das ein teurer Spaß. Danke Sandra für den tollen Hinweis!
Am 18. Januar ab 6 Uhr geht Deutschlandradio mit dem lange angekündigten dritten Programm on air. DRadio Wissen, laut Pressemitteilung ein “ein Radiolabor mit Netzanschluss” soll on air und on line in bisher beim nationalen Rundfunk noch nicht gekannter Intensität miteinander verknüpfen. So soll es bei bestimmten Themen durchaus auch einmal eine “online first” Ausstrahlung geben.
Die Kollegen haben ein ambitioniertes Ziel ausgegeben: Der Altersdurchschnitt der Hörer des Deutschlandradios soll mit DRadio Wissen gesenkt werden. Und: Der Sender will um sein Programm eine Community aufbauen. Da ist es wieder, mein Lieblingsthema. Radio und Community. Dass das auch mit anspruchsvollen Wortprogrammen klappt, wünsche ich den Kollegen von ganzem Herzen.
Die Zeiten, in denen man sich auf das Kofferradio als Begleiter in allen Lebenslagen verlassen konnte, gehen zu Ende. Noch stärker als das Fernsehen spürt das Radio den Druck, sich technisch weiter zu entwickeln. Eine Digitalisierung, beim Fernsehen mit DVB-T, Satellit und Kabel weitgehend abgeschlossen, hat beim Radio noch nicht einmal begonnen. Versuche, das alte UKW durch einen einheitlichen digitalen Standard zu ersetzen, sind bisher gescheitert. Die Zukunft für das Radio kann demnach nur in der Vielfalt der Übertragungswege liegen: Als Webstream, Handy-Applikation, digital über Antenne oder zeitsouverän als Podcast. “Entscheidend ist, für welchen Weg sich die Menschen mehrheitlich entscheiden”, so WDR-Hörfunkdirektor Wolfgang Schmitz im Interview mit dem Onlinemagazin DIGITAL FERNSEHEN.
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Je länger ich mir das Agieren der traditionellen elektronischen oder auch der ehemaligen Printmedien im Web anschaue, desto überzeugter bin ich von der Zukunftsträchtigkeit des Radios. Bei Radiosendern, das habe ich schon hier angedeutet, ging es immer schon um Interaktion, Communities und vielleicht sogar special interest.
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Das Radio ist, vielen Unkenrufen zum Trotz, ein sehr modernes Medium. Ich würde sogar behaupten, dass das Radio besser als das Fernsehen für die Herausforderungen des Community Buildings gewappnet ist. Auf die Webstrategien das Radios hatte ich an anderer Stelle schon hingewiesen.
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Auch das reichweitenstärkste elektronische Medium, das Radio, wandelt sich. Das Internet spielt nicht nur als Übertragungsweg eine immer wichtigere Rolle. In einem Artikel des Informationsdienstes hoerfunker.de erklärt Stephan Schmitter, Geschäftsführer des “Radio Center Berlin” (RCB), welche Strategien die Sender heute verfolgen müssen.
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