“Jede zweite Pressemitteilung wird ungelesen gelöscht” – Warum eigentlich?

Jens Petersen von Jens Petersen
Leiter Unternehmenskommunikation - über moderne Pressearbeit und eigene Projekte
Mittwoch, 18. Dezember 2013 um 17:08 Uhr | 2 Kommentare

PapierkorbHeute machte eine Studie der Universität der Bundeswehr in München die Runde. Das Google-Dilemma, so lautet der Titel. Jeder Unternehmenssprecher wird bei der Headline “Fast jede zweite Pressemitteilung wird ungelesen gelöscht” aufgeschreckt. Das ist ja auch die Absicht. Aber viel interessanter ist doch die Frage, warum Journalisten so handeln. Warum wandert so ein großer Teil der PMs in den digitalen Mülleimer? Meine These: Weil sich die Absender nicht genug Gedanken machen darüber, wen sie eigentlich erreichen wollen und müssen.

Ein weiteres Ergebnis der Studie sagt, dass nur ein Drittel der erhaltenen Pressemitteilungen ein “prinzipiell relevantes Thema” behandeln. Und ein Drittel aller PMs kommen auch noch zum falschen Zeitpunkt in den Redaktionen an. All das sind Zahlen, die selbstverständlich jeden Kommunikationsverantwortlichen zum Nachdenken anregen. Dass allerdings die Studienautoren aus diesen Zahlen herauslesen, dass “die Wirksamkeit des Versandes von Pressemitteilungen als Mittel der Medienkommunikation tendenziell abnimmt”, kann ich nur schwerlich nachvollziehen. Wie kann man von Tendenzen sprechen, wenn keine Vergleichszahlen aus den Vorjahren in Beziehung gesetzt werden? Heißt: Hätten im letzten Jahr Journalisten gesagt, sie würden 60 Prozent aller Pressemitteilungen ungelesen löschen, dann würden wir im Umkehrschluss heute von einem Bedeutungszuwachs von PMs sprechen müssen … So macht das keinen Sinn.

Außerdem wird bei der Studie komplett außen vor gelassen, dass Pressemitteilungen heute nicht mehr allein für Journalisten geschrieben werden. Vielmehr wissen Unternehmenssprecher, dass ihre Texte genauso von Marketingleuten, von Endkunden und von zahllosen Branchenkennern ebenfalls wahrgenommnen werden. (OK, natürlich nur, wenn man sie offen ins Netz stellt. Aber das tun ja wahrscheinlich mindestens 90 Prozent aller Unternehmen heutzutage.) Pressemitteilungen erweitern durch das Web ihre Wirkung und ihren Wirkungskreis. Das ist ein Fakt. Auch deshalb ist es einigermaßen fragwürdig, von einem Bedeutungsverlust der Pressemitteilung zu sprechen.
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Pressemitteilungen – so wirkungsvoll wie nie

Jens Petersen von Jens Petersen
Leiter Unternehmenskommunikation - über moderne Pressearbeit und eigene Projekte
Montag, 04. Februar 2013 um 17:28 Uhr | 2 Kommentare

10000 FliesPressemitteilungen an die Medien zu verbreiten, gehört nach wie vor zum Handwerkszeug einer jeden Kommunikationsabteilung. Immer deutlicher zeigt sich aber auch, dass eine Pressemeldung im freien Web eine ungeheure Wirkung entfalten kann – und von vielen unterschiedlichen Zielgruppen gelesen wird. Bestes Beispiel ist eine Mitteilung des ZDF über das Aus von “Roche & Böhmermann”, die wir letzte Woche bei uns im Presseportal veröffentlicht haben. Die Pressemeldung rief bei Facebook, Twitter, Blogs ein größeres Echo hervor, als die redaktionellen Beiträge von SPIEGEL und BILD.

Herausgefunden hat das der neue Service 10000 Flies. (Ein Projekt von Jens Schröder, alias popkulturjunkie) Die Website analysiert automatisch die Wirkung, die eine Information im Web entfaltet, und erstellt daraus ein Ranking der “wichtigsten” News des Tages. Je mehr also ein Artikel, ein Blogpost oder eine Pressemitteilung in Sozialen Netzwerken geteilt, auf Twitter erwähnt oder in Blogs verlinkt und kommentiert wird, desto größer ist seine Relevanz. Dass sich daraus eine andere nachrichtliche Gewichtung ergibt als auf den gängigen News-Portalen ist klar. 10000 Flies ist ein hervorragendes Tool, um Themen zu erkennen und einzuordnen. Alle Kommunikationsfachleute sollten sich das dringend mal ansehen.


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Studie von PR Newswire: Multimedia erhöht die Sichtbarkeit von Pressemitteilungen

Jens Petersen von Jens Petersen
Leiter Unternehmenskommunikation - über moderne Pressearbeit und eigene Projekte
Montag, 03. Dezember 2012 um 10:18 Uhr | Keine Kommentare

Pressemeldungen, die multimediale Elemente enthalten, werden bis zu zehn Mal so oft wahrgenommen wie reine Textmitteilungen. Das hat eine aktuelle Untersuchung von PR Newswire ergeben. Unser amerikanischer Partner hat dafür tausende Mitteilungen seiner Kunden aus den Jahren 2011 und 2012 analysiert. PR Newswire betreibt in den USA mehr oder weniger das gleiche Geschäft wie wir hier in Deutschland.

PR Newswire StudieDie erhobenen Daten zeigen, dass schon ein einfaches beigefügtes Foto die Sichtbarkeit um den Faktor 1,8 erhöht. Bei einem Video liegt der Faktor bereits bei 4,3. Noch besser wird es, wenn man die komplette Klaviatur des Internets für die eigenen Pressemitteilungen einsetzt. Wer zusätzlich zu Bildern und Videos auch noch Präsentationen und unterstützende PDFs bereitstellt, der kann sich im Portal von PR Newwire über eine bis zu zehn Mal höhere Sichtbarkeit freuen.

PR Newswire hat die Ergebnisse seiner Untersuchung sehr schön aufbereitet. Klicken Sie doch mal rein, wenn Sie mögen!

MELDUNG DES TAGES: VW plant Ausbau von China-Engagement

Jens Petersen von Jens Petersen
Leiter Unternehmenskommunikation - über moderne Pressearbeit und eigene Projekte
Montag, 23. April 2012 um 17:45 Uhr | Keine Kommentare

Wichtige Meldung bei uns heute Abend auf OTS: Volkswagen plant den Ausbau seines Engagements in China. Im Wolfsburger Werk unterzeichneten der chinesische Premierminister Wen, Bundeskanzlerin Merkel und VW-Chef Winterkorn einen Vertrag zur Errichtung eines neuen Werks im westchinesischen Urumqi. Gesamtinvestitionen rund 170 Mio Euro.

Wir haben die Presseerklärung und die Bilder aus Wolfsburg bei uns im Presseportal. Glückwunsch an das Team von VW zu diesen guten Nachrichten!

Ist der Ruf erst ruininert – Reputationsgipfel in Münster

Sandra Liebich von Sandra Liebich
Produktmanagerin OTS - über Social Media, Trends und das PR-Marktgeschehen
Montag, 11. Januar 2010 um 16:41 Uhr | 1 Kommentar

Der gute Ruf ist ein hohes Gut für Unternehmen und Institutionen. Gerade in Zeiten von Word of Mouth und sozialen Netzwerken spielt die öffentliche Meinung über eine Marke oder ein Produkt eine besondere Rolle. Wie schnell die Reputation schaden nehmen kann und wie man solche Kommunikationskrisen meistert, zeigen Fallstudien und Vorträge beim diesjährigen Reputationsgipfel in Münster.

Am 18. März 2010 referieren Experten u.a. von RWE, der Versandapotheke DocMorris, der FDP-Bundeszentrale, der Stasi-Unterlagenbehörde, der sächsischen Stadt Pirna, dem Computerspielehersteller Electronics Arts und dem Online-Portal netzpolitik.org an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zum Thema Reputation und Krisenkommunikation.

Wir sind wieder als Medienpartner des Kieler Instituts für Krisenforschung im Boot und in Münster dabei.

Ach ja, zum Thema Krisenkommunikation gibt’s natürlich auch was von news aktuell: mit ots24/7 können Pressestellen und Agenturen  im Krisenfall rund um die Uhr auf unser Nachrichtennetzwerk OTS zugreifen – jedoch individuell auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten. So ist man jederzeit für den kommunikativen Ernstfall gerüstet.

Last-Minute-Geschenke? TV-Highlights an den Feiertagen? Charity-Aktionen? Pressemeldungen rund um Weihnachten im Presseportal

Sandra Liebich von Sandra Liebich
Produktmanagerin OTS - über Social Media, Trends und das PR-Marktgeschehen
Montag, 21. Dezember 2009 um 09:49 Uhr | 2 Kommentare

Rudi Assauer hat keine Lust auf Weihnachten. Da ist er nicht allein. Denn mit ihm empfindet jeder Dritte hierzulande Weihnachten als Stress. Vielleicht, weil es so viel zu essen gibt (jedenfalls bei acht von zehn Deutschen)? Aber wie verbringen die Deutschen am liebsten das Fest? Was sind die meist verschenkten Dinge an Weihnachten?  Und wie ist die Notdienst-Nummer der Apotheken über die Feiertage?

All das und jede Menge Geschenketipps für die letzten drei Tage vor Heiligabend gibt’s hier. Im Presseportal haben wir zum Topthema Weihnachten die Pressemeldungen unserer Kunden rund um’s Fest zusammen gestellt. Viel Spaß beim Stöbern in den Mitteilungen von Unternehmen, Fernsehsendern, Zeitschriften, Institutionen, Parteien und so weiter. Ich hab mir jedenfalls schon mein persönliches Programm zusammen gestellt (Geschenke, Fernsehen und was für zwischendurch) ;-)

AGOF: Produktinfos und Nachrichten sind online gefragt

Sandra Liebich von Sandra Liebich
Produktmanagerin OTS - über Social Media, Trends und das PR-Marktgeschehen
Donnerstag, 10. Dezember 2009 um 09:47 Uhr | 1 Kommentar

Heute veröffentlicht die Arbeitsgemeinschaft Online For­schung (AGOF) die “internet facts 2009-III”. Hiermit liefert die AGOF regelmäßig aufschlussreiche Zahlen, Daten und Fakten rund um die Internetnutzung in Deutschland. Demnach sind 69 Prozent der Deutschen mittlerweile online. In absoluten Zahlen: 44,38 Mio. Menschen. Fast drei Viertel der Internetnutzer (nämlich 73,9 Prozent) sind seit mehr als drei Jahren online und gelten damit als versierte “alteingesessene” User.

Besonders interessant für uns Kommunikatoren: die Deutschen wollen online Nachrichten lesen und Produktinformationen finden.


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