Video als Kampagnentool
Beispielhaft umgesetzt vom Empire State Relief Fund. Hier passt sehr gut, dass bürgerschaftliches Engagement in den USA, allgemein und besonders auch unter Prominenten, einen anderen Stellenwert genießt, als in Deutschland.
Beispielhaft umgesetzt vom Empire State Relief Fund. Hier passt sehr gut, dass bürgerschaftliches Engagement in den USA, allgemein und besonders auch unter Prominenten, einen anderen Stellenwert genießt, als in Deutschland.
Mein heimliches Hobby ist neben dem “Videogucken” der Einsatz von Video in der politischen Kommunikation. Da passiert in manchen Ländern viel, in anderen wenig. Wie meilenweit ist beispielsweise die politische Kommunikation hierzulande von dem entfernt, was der US-Präsident jetzt vorgelegt hat. Natürlich geht’s hier auch um politische Botschaften, natürlich ist das einseitige Wahlkampfpropaganda. Natürlich ist das “typisch amerikanisch”. Natürlich wächst Tom Hanks als Erzähler nicht auf Bäumen. Aber: Das Stück ist eben auch verdammt gut gemacht. Ein Wahlkampffeature im Stil einer Kurzdokumentation. Unterhaltsam. Informativ. Emotional ansprechend. Glaubwürdig. Beispielhaft.
Karl Theodor zu Guttenberg hat heute 252.886 (+4.000 in 24 Stunden) Fans auf facebook. Sein Video mögen fast 15.000 Leute (+ 1.300 in 24 Stunden) und über 2.400 haben es kommentiert (+ 400 in 24 Stunden). Unabhängig von Qualität und Inhalt finde ich dieses Phänomen beachtenswert. Sicher muss man berücksichtigen, dass die nachträgliche Heroisierung des gefallenen Helden in facebook den perfekten Nährboden findet. Hier kann jeder seinem Herzen Luft machen und keine Leserbriefredaktion siebt aus. Die Art und Weise, wie der Held hier seine Geschichte über den Tag hinaus weiter dreht und damit seine Gefolgschaft mehrt, ist beachtlich. Ein Lehrstück an politischer Kommunikation, komplett vorbei an Redaktionen. Viele Kommunikationsprofis werden sich das ganz genau anschauen, denn ob man es mag oder nicht, diese Form der politischen Kommunikation wird nicht wieder verschwinden.