Ich wundere mich immer wieder über Pressestellen, die glauben, dass das Entfernen eines Textes an einer Stelle im Internet alle Fehler oder Zeugnisse einer früheren Kommunikationsstrategie aus der Welt schaffen würde. Pressemeldungen haben im Internet kein Verfallsdatum und sind durch Suchmaschinen langfristig auffindbar.
Durch das sprichwörtliche Nicht-Vergessen des Netzes ist auch manche nicht mehr aktuelle Produktmeldung oder frühere Kommunikationsstrategie von Unternehmen dauerhaft nachrecherchierbar. Das mag das Motiv für das Zurückdrehen der Uhr sein. Eine Stunde Null wünscht sich mancher.
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Mein Düsseldorfer Kollege Marcus Albrecht wies mich heute einen spannenden Artikel zur Nachhaltigkeit von Videoportalen hin. Das US Technologieblog TechCrunch beschäftigt sich darin mit dem fragmentierten Markt dieser Plattformen und zitiert die Marktforscher von ComScore. Demnach entfallen 52 Prozent der Nutzungszeit von Webvideo auf Portale, die nicht zu den 25 reichweitenstärksten Plattformen gehören.
Der Bericht bestätigt unsere Erfahrung der jüngsten Zeit. Zwar generiert unser YouTube-Channel neben unser eigenen Plattform die weitaus meisten Abrufe in unserem Distributionsnetzwerk. Wir stellen allerdings in der Summe der übrigen Plattformen einen deutlichen Kumulationseffekt fest. Das bestätigt uns in unserer Strategie, verschiedene Videoplattformen zu kombinieren und das Videomaterial immer mit einem relevanten Begleittext zu verknüpfen.