Katharina Borchert bei news aktuell: “Viele Redakteure informieren sich bei Twitter”

Sandra Liebich von Sandra Liebich
Produktmanagerin OTS - über Social Media, Trends und das PR-Marktgeschehen
Donnerstag, 07. Oktober 2010 um 12:50 Uhr | Keine Kommentare

Katharina Borchert bei news aktuellHeute morgen hatten wir Besuch. Sehr sympathischen Besuch. Katharina Borchert war von der Brandstwiete für ein Stündchen in den Mittelweg gekommen. Ein weitaus kleineres Publikum als für sie mittlerweile üblich erwartete sie: wir Kollegen von news aktuell. Noch immer habe sie ein schlechtes Gewissen, bei einer dpa-Tochter aufzutreten. Musste sie nicht, schließlich wollten wir nur Eines: Informationen aus dem Nähkästchen. Seit einem halben Jahr ist Borchert zurück in Hamburg und Geschäftsführerin von Spiegel Online.

Borchert über die Macht sozialer Netzwerke:
“Ich bin ein Social-Media-Junky”. Ja, das eint Katharina Borchert mit uns bei news aktuell. Auf die Frage “Wer von Ihnen nutzt Facebook?” gingen alle Finger nach oben. “Wunderbar. Dann sind Sie MEINE Zielgruppe hier”. Sonst würden sich immer nur zwei bis drei melden und verschämt beteuern: “Ich schaue ab und zu mal meinem Sohn über die Schulter und hab das schon mal gesehen”.

Spannend für alle Kommunikatoren: neben den klassischen Wegen wie Pressemitteilungen spielen die sozialen Netzwerke eine immer größere Rolle für Journalisten. “Viele Redakteure bei Spiegel Online folgen Twitterfeeds von Unternehmen und informieren sich via Twitter.” Borchert selbst nutzt Twitter, “um Feedback einzuholen, Experten zu finden, Tendenzen abzufragen”. Facebook wird ihrer Meinung nach unser Mediennutzungsverhalten in den nächsten Jahren fundamental verändern: “Gerade die jungen Leser wollen peer-group-gefilterte Nachrichten”. Sie lassen sich lieber News von ihren Freunden empfehlen, als sich auf klassischen Medienseiten zu informieren.

Borchert über das iPad:
“Ich halte es für gefährlich, dass sich viele Verlage derzeit ausschließlich auf die Möglichkeiten des iPad konzentrieren.” Sie sollten stattdessen überlegen, wie man mit der eigenen Website Umsätze erzielen kann. “Wir werden uns nicht Herrn Jobs ausliefern und seiner Gunst, uns nicht aus dem iTunesStore zu werfen.”

Borchert über Paid Content:
“Spiegel Online verdient seit fünf Jahren Geld. Wir schreiben schwarze Zahlen. Daher machen wir uns wenig Gedanken über Paid Content. Das spielt bei uns kaum eine Rolle.” Stattdessen setzt SpOn massiv auf Reichweite (was wunderbar gelingt: nicht umsonst führt Spiegel Online das Ranking der meistgenutzten Onlinemedien an). “Wir haben gar kein Interesse daran, unsere Inhalte hinter einer Paywall zu verstecken.” Außerdem: “Wenn Kunden ein Abo für Nachrichten abschließen müssen, warum sollten sie das bei uns tun.”

Weitere Zitate von Katharina Borchert, u.a. zu Lokaljournalismus, Google und Fact checking beim Spiegel gibt’s hier: www.twitter.com/dieliebich
Katharina Borchert twittert übrigens als @lyssaslounge.

Und wer noch nicht genug hat, auf Facebook gibt’s bewegten Input: das Interview mit Katharina Borchert, geführt von meinen Kollegen Thomas Wagensonner und Ilona Aziz.

Follow-up: (Medien)echo zum Medien-Trendmonitor

Sandra Liebich von Sandra Liebich
Produktmanagerin OTS - über Social Media, Trends und das PR-Marktgeschehen
Dienstag, 22. Juni 2010 um 12:44 Uhr | Keine Kommentare

Journalist: Ängste und HoffnungenSeit letzter Woche haben wir es schwarz auf weiß: Journalisten nutzen Social Media für ihre Arbeit. Mehr als die Hälfte, nämlich 55 Prozent der knapp 2.700  für den Medien-Trendmonitor befragten Redakteure sieht soziale Netzwerke als relevant für Recherche und Informationsaustausch an. Bei Online- und Multimedia-Journalisten sind es sogar 70 Prozent. Von Paid Content sind sie allerdings nicht überzeugt. Mein Kollege Jens Petersen hat bereits ausführlich darüber gebloggt und auf jede Menge Infos zum Medien-Trendmonitor (Video, Slideshare, Links) bereit gestellt.

Das Echo in der Fachpresse und der Netzwelt auf unsere Studie war groß. Das freut uns natürlich sehr! :-) Ein Grund, hier noch einmal in Ausschnitten zu zeigen, wer-wo-was über den Medien-Trendmonitor berichtet wurde – zum Anklicken und Nachlesen.


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Journalisten brauchen Social Media, No future for Paid Content

Jens Petersen von Jens Petersen
Leiter Unternehmenskommunikation - über moderne Pressearbeit und eigene Projekte
Donnerstag, 17. Juni 2010 um 08:34 Uhr | 16 Kommentare

Journalisten brauchen Social Media für ihre Arbeit. Sie sind von Paid Content nicht überzeugt und sie empfinden die Abkehr der jungen Generation vom Qualitätsjournalismus als die aktuell größte Herausforderung. Und die Mehrheit der deutschen Redakteure und freien Journalisten hat kein Smartphone. Das ergab unsere große Umfrage “Medien-Trendmonitor 2010 – Journalismus in einem neuen Informationszeitalter”, die wir wieder gemeinsam mit unserem Partner Faktenkontor durchgeführt haben. Die Resonanz aus den Redaktionen war großartig: Knapp 2.700 Journalisten haben mitgemacht.

Social Media endlich als tägliches Arbeitstool akzeptiert / YouTube knapp vorn

Medien-Trendmonitor Social MediaJournalisten kommen am Trendthema Social Media nicht mehr vorbei und attestieren den Networks eine hohe oder gar sehr hohe Relevanz (55 Prozent). Trotzdem ist der Anteil der Web2.0-Muffel immer noch relativ hoch. Ein Drittel schreibt Twitter & Co nur eine geringe Relevanz für die journalistische Arbeit zu. Aber: Der journalistische Nachwuchs hat die Zeichen der Zeit erkannt. Bei den Volontären betonen mit fast drei Viertel der Umfrageteilnehmer deutlich mehr als der Durchschnitt die große Bedeutung von Social Media. Am meisten setzen Journalisten auf YouTube (38 Prozent), knapp dahinter folgen mit je 37 Prozent XING und Facebook. Twitter ist überraschender Weise nicht unter den Top Drei. Nur knapp jeder Dritte zwitschert im Job oder recherchiert dort für Artikel und Beiträge (29 Prozent). Ein erstaunliches Ergebnis, wenn man Verfügbarkeit, Schnelligkeit und Unmittelbarkeit des Mediums berücksichtigt. Ich tippe mal, dass der Anteil der twitternden Journalisten in den nächsten Monaten kontinuierlich wachsen wird. Zu verlockend ist die Stärke dieses Mediums, Traffic auf die eigenen Beiträge zu leiten.


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Journalisten mögen YouTube

Thomas Wagensonner von Thomas Wagensonner
Produktmanager Multimedia - über Multimedia in der PR und verwandte Themen.
Freitag, 21. Mai 2010 um 15:37 Uhr | 3 Kommentare

Laut einer Erhebung des Medien-Trendmonitors 2010 unter rund 2500 befragten Journalisten steht YouTube als Social-Media-Dienst hoch im Kurs. Auf den weiteren Plätzen folgen Xing und Facebook. Weitere Infos zu den Ergebnissen gibt es unter www.wuv.de. Alle Einzelergebnisse erhalten Sie ab Mitte Juni direkt bei news aktuell. Und natürlich auf unserer facebook-Seite.

Heute in Frankfurt: media coffee “Kommunikation 2020″

Sandra Liebich von Sandra Liebich
Produktmanagerin OTS - über Social Media, Trends und das PR-Marktgeschehen
Donnerstag, 06. Mai 2010 um 10:07 Uhr | 2 Kommentare

Wolfgang Büchner, dpaWas wird Sascha Lobo tun, wenn er am 18. Mai einen Tag lang “Rhein-Zeitung” machen darf? Ist das neue “open Notebook” der dpa eines der Zukunftskonzepte für Nachrichtenagenturen? Welche Chancen bieten die offenen Kommunikationskanäle freien Journalisten, Unternehmen und Agenturen? Und wie fit sind wir für das neue Informationszeitalter?

Fragen, auf die wir heute abend sicherlich Antworten bekommen.

Bei uns steigt langsam die Spannung und Vorfreude auf unseren zweiten media coffee in dieser Saison. Heute abend um 19 Uhr beginnt die Diskussion im Museum für Kommunikation, Schaumainkai 53 (Museumsufer), Frankfurt. Einlass ist ab 18.30 Uhr.

Auf dem Podium diskutieren:
* Wolfgang Büchner, Deutsche Presse-Agentur dpa / Chefredakteur
* Klaus Flettner, Inhaber Change Communication und Präsident des
Kommunikationsverbands
* Ulrike Langer, Freie Medien- und Marketingjournalistin
* Christian Lindner, Rhein-Zeitung / Chefredakteur

Moderation:
Olaf Kolbrück, Horizont / Reporter

Und wer noch mal schauen möchte, wie die Auftaktveranstaltung in Hamburg war, kann sich hier das Video anschauen.

Wir freuen uns auf ca. 200 Gäste und auf eine tolle Veranstaltung mit Ihnen!

Kann PR von Journalisten lernen?

Thomas Wagensonner von Thomas Wagensonner
Produktmanager Multimedia - über Multimedia in der PR und verwandte Themen.
Mittwoch, 17. März 2010 um 09:40 Uhr | Keine Kommentare

Eine meiner Lieblingssendungen auf dem iPod ist die Media Show der BBC. Der Präsentator Steve Hewlett bearbeitet wöchentlich die unterschiedlichsten Medienthemen. Beachtlich finde ich seine Arbeit vor allem dann, wenn es um den eigenen Arbeitgeber geht. Da gibt es keine weichen Fragen, da werden keine leichten Bälle zugespielt oder ein schnelles Nein als Antwort akzeptiert. Ein recht deutlicher Kontrast zu den Medienpodcasts der Radiosender hierzulande. Zwar nutzt der Kollege Jörg Wagner vom radio eins Medienmagazin die Möglichkeiten des Internets virtuos. Aber wenn die eigene Intendantin im Studio sitzt, rutscht das Ganze schon mal ins Rosarote ab.

Was das mit PR zu tun hat? Wie schafft man spannende Inhalte, wenn die Unternehmen zu Sendern werden und ihre Zielgruppen über Homepage, facebook, YouTube und iTunes direkt ansprechen? Da kann man von den Medienleuten einiges lernen.

Medien-Trendmonitor: Nerv der Journalisten getroffen

Jens Petersen von Jens Petersen
Leiter Unternehmenskommunikation - über moderne Pressearbeit und eigene Projekte
Donnerstag, 04. März 2010 um 18:02 Uhr | 2 Kommentare

Schöne Überraschung heute: Schon mehr als 2.200 Journalisten haben an unserer Umfrage Medien-Trendmonitor teilgenommen. Der Titel “Journalismus in einem neuen Informationszeitalter” scheint die Stimmungslage in den Redaktionen ganz gut widerzuspiegeln. Die Umfrage wird voraussichtlich noch zwei Wochen offen sein. Erste Ergebnisse erwarte ich für Mitte April. Und damit Sie schon jetzt sehen, welche spannenden Informationen der aktuelle Medien-Trendmonitor liefern wird, hier der komplette Fragebogen:

1) Wie sind Sie als Journalist für die digitale Zukunft gerüstet?

sehr gut
gut
mittelmäßig
schlecht
sehr schlecht
weiß nicht
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Medien-Trendmonitor 2010: Ein neues Informationszeitalter

Jens Petersen von Jens Petersen
Leiter Unternehmenskommunikation - über moderne Pressearbeit und eigene Projekte
Donnerstag, 25. Februar 2010 um 16:25 Uhr | 3 Kommentare

Medien-Trendmonitor 2009Ab der nächsten Woche befragen wir wieder die Journalisten in Deutschland, wie Sie über die eigene Zunft denken. Der Medien-Trendmonitor 2010, den wir wie gewohnt mit unserem Partner Faktenkontor durchführen, trägt den Titel “Journalismus in einem neuen Informationszeitalter”. Warum ausgerechnet dieser Titel? Ich denke, dass wir heute vor einem überaus innovationsstarken Jahrzehnt stehen, in dem sich die Art und Weise, in der Informationen übermittelt, verteilt und konsumiert werden, in einem rasanten Tempo ändern wird. Es wird zwar heute schon unendlich viel geschrieben über Google, Twitter, Facebook und die anderen Protagonisten des Web, aber ich denke, dass wir noch ganz am Anfang der Entwicklung stehen.


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Der Journalist als Unternehmer

Thomas Wagensonner von Thomas Wagensonner
Produktmanager Multimedia - über Multimedia in der PR und verwandte Themen.
Samstag, 13. Februar 2010 um 21:37 Uhr | Keine Kommentare

Ein spannendes Thema hier besprochen im Rahmen einer Diskussion des Paley Center For Media. Weitere spannende Beiträge gibt’s hier. Um das gleiche Thema ging’s auch auf der DLD in München.

Journalisten und ihre Geschäftsmodelle

Thomas Wagensonner von Thomas Wagensonner
Produktmanager Multimedia - über Multimedia in der PR und verwandte Themen.
Montag, 08. Februar 2010 um 12:12 Uhr | 3 Kommentare

Ein interessantes Interview mit dem New Yorker Hochschullehrer, Blogger, Kommentator, Querdenker und Visionär Jeff Jarvis führte die Medienjournalistin Ulrike Langer am Rande der DLD in München.

Jeff Jarvis über Unternehmer-Journalismus from Ulrike Langer on Vimeo.