Gute Daten – schlechte Daten

Monika John von Monika John
Leiterin Auftragsservice - aus dem Operationssaal
Freitag, 20. Mai 2011 um 09:26 Uhr | Keine Kommentare

Wir leben unbestritten im Datenzeitalter – alles kann und wird auf den Datencode reduziert. Ob wir naiv oder kritisch damit umgehen ist gar keine Frage mehr. Wir sind umwoben, werden umworben, sind follower, liker, contact und hinterlassen unsere Spuren tagtäglich. Sind also mittendrin. Wer nicht dabei ist, findet nicht statt.

Das muss nun nicht das Menetekel an der Wand sein. Und in einem gewissen Rahmen können wir immer noch bestimmen, was wir wie preisgeben. Zum Glück sind Daten an sich ja nicht intelligent. Erst die Analyse, der Vergleich, die Evaluation, die Arbeit mit den Daten machen aus ihnen Werkzeuge. Und hier würde dann die Verantwortung ansetzen… aber nun gut: Goldgräberstimmung.

In dieser Woche beschäftigte sich die digitale Branche auf der NEXT2011 in Berlin unter dem Motto „Data Love“ mit allen Aspekten von Daten, Netz und Marketing.

Das sind natürlich auch Themen, die uns bei news aktuell umtreiben. Auf einer eher konservativen Ebene ist das für uns allerdings auch „tägliches Brot“. Es geht bei uns ja darum, das uns vorliegende Datenmaterial in Form von Pressemitteilungen zu bändigen. Dies gelingt uns mit Hilfe eines schon über 30 Jahre alten Nachrichtenformates, dem IPTC. Der IPTC (International Press Telecommunications Council) ist ein weltweites Konsortium von Nachrichtenagenturen, Verlagen und Nachrichtenanbietern, die technische Formate entwickeln, um den Nachrichtenaustausch zu vervollkommnen.

Und wie machen wir’s?

Jede unserer Meldungen wird gelesen und mit den IPTC-Stichwörtern verschlagwortet. Technisch haben wir damit einem Text ein Etikett verpasst, aus dem die Empfänger u.a. Ressort und Inhalt in Kurzform lesen können. In der sogenannten Kopfzeile sieht das dann z.B. so aus:

Bildschirmfoto 2011-05-18 um 15.33.35

Warum machen wir das?

Mit Hilfe dieser Codierung geben wir dem Material (Text, Bild, Audio, Video) Metadaten, die u.a. der Recherche dienen. Anders ausgedrückt: wir servieren unseren Empfängern das Material mundgerecht. Der Wirtschaftsredakteur erhält die für sein Ressort relevanten Inhalte, nach denen er noch differenzierter suchen kann. Interessiert und schreibt er über die Autobranche, so sind unsere Meldungen dabei. Recherchiert der Politikjournalist nach dem Stichwort Wahlen, so findet er auch OTS-Meldungen zu diesen Themen.

So funktioniert der Datenaustausch zwischen Nachrichtenagenturen, Verlagen und anderen Organisationen, die in diesem System (IPTC) arbeiten grob skizziert.

Wie wir andere Empfängergruppen erreichen und dort das Material ebenso zielgerichtet aufbereiten, lesen sie im nächsten Blogbeitrag.

obs-Clipping des Monats: Resonanz mit Rapsblüten

Frank Schleicher von Frank Schleicher
Produktmanager OBS - über Fotografie & Infografik als PR-Tool sowie das allg. Bildgeschäft
Montag, 31. Mai 2010 um 13:55 Uhr | 2 Kommentare

Veröffentlichung im Hamburger Abendblatt vom 5.5.2010

Manchmal ist es einfach die Schönheit eines Fotomotives, die die Medien zur Veröffentlichung eines PR-Bildes veranlasst. Das obs-Clipping des Monats Mai zeigt uns ein Meer gelber Rapsblüten vor dem Leuchtturm von Arkona auf Rügen. Das Bild des Fotografen René Storch ist jedoch nicht im Auftrag des örtlichen Tourismusverbandes verbreitet worden, sondern durch den Rapsöl-Branchenverband UFOP. Nicht zufällig ist dieses PR-Bild auf den Bildschirmen der tagesaktuellen Fotoredaktionen aufgetaucht. Denn in der ersten Maiwoche ließ die PR-Agentur WPR Communication für ihren Kunden mehrere Raps-Motive über den Originalbildservice (obs) verbreiten.
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Themen visuell besetzen – PR-Fotografie für Fortgeschrittene

Frank Schleicher von Frank Schleicher
Produktmanager OBS - über Fotografie & Infografik als PR-Tool sowie das allg. Bildgeschäft
Mittwoch, 05. Mai 2010 um 16:39 Uhr | 3 Kommentare

In der PR-Kommunikation werden Bilder fast immer als ergänzendes Material zur Pressemitteilung eingesetzt. Als eigentlicher Träger der Information oder der Botschaft wird der Text angesehen. Fotos und Infografiken haben dagegen eine dienende Funktion: Sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Redaktionen ein Thema aufgreifen. Darüber hinaus wird die Aufmerksamkeit der Leser auf Informationen und Botschaften gelenkt, die der Text vermittelt.

Es wird sicherlich die Regel bleiben, dass PR-Bilder zu einem bestimmten Anlass zusammen mit einer Pressemitteilung angeboten werden. Die Kombination von Text und Bild funktioniert ja erfahrungsgemäß auch sehr gut, wenn es darum geht, aktuelle Themen und Botschaften in den Medien zu platzieren. Warum also von der  bewährten Vorgehensweise abweichen?
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Hulu Klon in Deutschland?

Thomas Wagensonner von Thomas Wagensonner
Produktmanager ots.Audio/Video - über Multimedia in der PR und verwandte Themen.
Freitag, 26. März 2010 um 08:41 Uhr | 1 Kommentar

Mein Kollege Michael Tiebeck wies mich gerade auf eine spannende Meldung des Branchendienstes Kress hin: Angeblich planen RTL und ProSiebenSat.1 eine offene Plattform für TV Angebote. Die Vermarktung proffessionellen TV-Contents hat sich für das US-Original in den letzten Jahren als sehr erfolgreich erwiesen. In Deutschland ist das Hulu-Angebot derzeit nicht verfügbar.

Fehlende Bildnachweise – ein Ärgernis für Pressesprecher und PR-Berater

Frank Schleicher von Frank Schleicher
Produktmanager OBS - über Fotografie & Infografik als PR-Tool sowie das allg. Bildgeschäft
Mittwoch, 02. Dezember 2009 um 15:30 Uhr | 6 Kommentare

Die meisten Medien tun es, wollen es aber nicht an die große Glocke hängen: Sie greifen zur Bebilderung ihrer redaktionellen Inhalte auf die honorarfreien Bilder von Pressestellen und Agenturen zurück. Die Redaktionen sind zunehmend auf dieses kostenfreie Bildangebot der PR-Branche angewiesen, da beim Einkauf von Fotolizenzen gespart werden muss.

Dass mittlerweile ein erheblicher Anteil der in den Print- und Onlinemedien publizierten Pressebilder aus PR-Quellen stammt, wird von zahlreichen Redaktionen durch fehlende, unvollständige oder irreführende Quellenangaben verschleiert.
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Unverzichtbar: Metatexte für PR-Bilder

Frank Schleicher von Frank Schleicher
Produktmanager OBS - über Fotografie & Infografik als PR-Tool sowie das allg. Bildgeschäft
Donnerstag, 26. November 2009 um 12:30 Uhr | 19 Kommentare

Auf unseren Infotagen stößt die Frage, wie Bilddateien fachgerecht zu beschriften sind, immer auf besonders großes Interesse. Seit Pressebilder digital produziert, archiviert und verbreitet werden, steht die Frage im Raum, wie man die Bilddateien so beschriftet, dass unverzichtbare Informationen wie die Bildunterschrift (Caption) oder Stichwörter (neudeutsch: Tags) unmittelbar mit dem Bild verknüpft werden können.

Nachrichtenagenturen aus aller Welt, die in der International Press and Telecommunication Council (IPTC) zusammegeschlossen sind, haben für dieses Problem bereits in den frühen Neunzigerjahren ein elegantes Verfahren entwickelt, das von den Bildanbietern (Fotografen, Foto- und Presseagenturen) sowie den Medien als Abnehmer dieser Pressebilder ganz selbstverständlich genutzt wird:  Den IPTC-Standard zur Beschriftung von Pressebildern.


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