Das Problem mit dem linearen Fernsehen

Thomas Wagensonner von Thomas Wagensonner
Produktmanager Multimedia - über Multimedia in der PR und verwandte Themen.
Dienstag, 20. Juli 2010 um 11:25 Uhr | 4 Kommentare

Das Dumme an den linearen Medien ist, dass sie die Lebenswirklichkeit ihrer Zuschauer weitgehend ignorieren. Die Tagesschau um 20:00 Uhr hat’s da noch gut. Wer nicht im Handel arbeitet, schafft den Termin meistens. Unangenehm wird es bei den wirklich guten Programmen, die ein schwach beleuchtetes Leben jenseits von Mitternacht führen. Die großartige arte-Doku zum Internet hat Besseres verdient. Daher haben die arte-Leute ihr auch ein zweites Leben nach Sonnenaufgang spendiert und sie in die Mediathek gepackt.  Hier schon einmal eine Episode. Alles zusammen finden Sie in dieser Playlist.

Dauerwerbesendung 2.0

Thomas Wagensonner von Thomas Wagensonner
Produktmanager Multimedia - über Multimedia in der PR und verwandte Themen.
Mittwoch, 07. Juli 2010 um 11:14 Uhr | Keine Kommentare

Mein Kollege Florian Kühl hat mich heute auf dieses Projekt des Sportschuheherstellers NIKE hingewiesen. Die Nike-Leute haben sich einiges einfallen lassen, um ihr Produkt in einen Kontext zu stellen. Es ist interessant zu beobachten, wie immer mehr große Unternehmen diese neuen Werbeformen für sich entdecken. Auf das Beispiel Volkswagen habe ich hier schon einmal hingewiesen. Werbung mit Mehrwert an Information oder Unterhaltung ist auch für die Zuschauer eine ganz neue Erfahrung.

Journalisten brauchen Social Media, No future for Paid Content

Jens Petersen von Jens Petersen
Leiter Unternehmenskommunikation - über moderne Pressearbeit und eigene Projekte
Donnerstag, 17. Juni 2010 um 08:34 Uhr | 16 Kommentare

Journalisten brauchen Social Media für ihre Arbeit. Sie sind von Paid Content nicht überzeugt und sie empfinden die Abkehr der jungen Generation vom Qualitätsjournalismus als die aktuell größte Herausforderung. Und die Mehrheit der deutschen Redakteure und freien Journalisten hat kein Smartphone. Das ergab unsere große Umfrage “Medien-Trendmonitor 2010 – Journalismus in einem neuen Informationszeitalter”, die wir wieder gemeinsam mit unserem Partner Faktenkontor durchgeführt haben. Die Resonanz aus den Redaktionen war großartig: Knapp 2.700 Journalisten haben mitgemacht.

Social Media endlich als tägliches Arbeitstool akzeptiert / YouTube knapp vorn

Medien-Trendmonitor Social MediaJournalisten kommen am Trendthema Social Media nicht mehr vorbei und attestieren den Networks eine hohe oder gar sehr hohe Relevanz (55 Prozent). Trotzdem ist der Anteil der Web2.0-Muffel immer noch relativ hoch. Ein Drittel schreibt Twitter & Co nur eine geringe Relevanz für die journalistische Arbeit zu. Aber: Der journalistische Nachwuchs hat die Zeichen der Zeit erkannt. Bei den Volontären betonen mit fast drei Viertel der Umfrageteilnehmer deutlich mehr als der Durchschnitt die große Bedeutung von Social Media. Am meisten setzen Journalisten auf YouTube (38 Prozent), knapp dahinter folgen mit je 37 Prozent XING und Facebook. Twitter ist überraschender Weise nicht unter den Top Drei. Nur knapp jeder Dritte zwitschert im Job oder recherchiert dort für Artikel und Beiträge (29 Prozent). Ein erstaunliches Ergebnis, wenn man Verfügbarkeit, Schnelligkeit und Unmittelbarkeit des Mediums berücksichtigt. Ich tippe mal, dass der Anteil der twitternden Journalisten in den nächsten Monaten kontinuierlich wachsen wird. Zu verlockend ist die Stärke dieses Mediums, Traffic auf die eigenen Beiträge zu leiten.


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Hulu will Rubel rollen lassen

Thomas Wagensonner von Thomas Wagensonner
Produktmanager Multimedia - über Multimedia in der PR und verwandte Themen.
Freitag, 11. Juni 2010 um 09:50 Uhr | Keine Kommentare

Das als Erfolgsmodell im Webvideo-Bereich gefeierte US-Portal Hulu will seinen Service kostenpflichtig machen. Das berichtet das medienblog Basic Thinking unter Berufung auf Reuters. Hulu hat sich in den USA vor allem durch seine Konzentration auf professionelle Medieninhalte großer TV-Anbieter einen Namen gemacht. Die steigenden Nutzerzahlen sprachen für diese Strategie. Auch der Branchenprimus YouTube horchte auf, und versucht, vermehrt Profi-Content zu aggregieren.

Der Umstieg soll schrittweise erfolgen, um die Nutzer nicht allzusehr zu verschrecken. Hinter der Bezahlstrategie steckt möglicherweise der Anteilseigner News Corp. News Corp-Chef Rupert Murdoch verfolgt derzeit bei einigen seiner Zeitungstitel ein Bezahlmodell für Onlineinhalte am Markt zu etablieren.

Reden wir doch mal über… Zeitungen

Thomas Wagensonner von Thomas Wagensonner
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Montag, 10. Mai 2010 um 10:18 Uhr | 2 Kommentare

Der Hamburger Zeitungs-Platzhirsch, das Abendblatt, hat sich zum Mai 2010 fast neu erfunden. Relaunch heißt das Neudeutsch. User Generated Zeitung nennt es Chefredakteur Claus Strunz. Früher nannte man die Leser Abonnenten, heute geht es um Communities. Die Medienkonsumenten ins Medienschaffen und Produzieren einzubeziehen ist sicher die größte Herausforderung. Das letzte Wort dabei noch nicht gesprochen und auch der Stein der Weisen nicht gefunden. Aber die Richtung stimmt schon einmal.

Hier ein schönes Video, von der Videoredaktion des Hamburger Abendblatts selbst produziert, mit den Köpfen die dahinter stecken.

TV lebt noch – und länger als erwartet

Thomas Wagensonner von Thomas Wagensonner
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Montag, 03. Mai 2010 um 14:02 Uhr | 1 Kommentar

Das Fernsehen meistert die Medienkrise besser als andere traditionelle Medien, vor allem Print. Zu diesem Schluss kommt ein “Special Report” des englischen Nachrichtenmagazins The Economist. Das Fernsehen kann die Chancen neuer Technologien wie Internet oder Webvideo besser nutzen. Es wird interaktiver und in Teilbereichen “webbiger”. Warum das gerade diesem Medium leichter fällt als anderen, wo aber dennoch die Herausforderungen liegen, lesen Sie in diesem Bericht.

YouTube auf der Couch

Thomas Wagensonner von Thomas Wagensonner
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Donnerstag, 08. April 2010 um 15:52 Uhr | 2 Kommentare

Auf so manchem Kongress wird bei der Frage nach der Zukunft von klassischen Fernsehen und Webvideo die Trennlinie immer noch hart an den Endgeräten entlang geführt. Fernsehen ist für die Entspannung im Wohnzimmer zuständig. Lean back, davor darf man also in Ruhe einschlafen. Webvideo ist interaktiv. Lean forward. Schnell, pixelig und selbst gemacht und findet am Schreibtisch über PC statt.

Diese Aufteilung wird mit jedem Tag, an dem TV Geräte verkauft werden, irrelevanter. Viele radikale Veränderungen kommen auf leisen Sohlen daher. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) meldet heute einen Boom der internetfähigen TV Geräte. Jedes fünfte 2010 verkaufte Gerät wird Internetzugang haben. Damit haben YouTube und Co. endgültig einen Fuß in der Tür zum Wohnzimmer. Ich bin überzeugt, das Webvideo neben klassischem TV die Nutzung dieser Geräte bestimmen wird.

Gefunden am digitalen Wegesrand

Thomas Wagensonner von Thomas Wagensonner
Produktmanager Multimedia - über Multimedia in der PR und verwandte Themen.
Donnerstag, 18. März 2010 um 09:48 Uhr | 1 Kommentar

Wieder ein Tag, an dem mir das Internet eine kleine Überraschung auf den Bildschirm gezaubert hat (via@mashable.com). Und das Wetter passt auch dazu. Das wären zwei gut investierte Minuten für die deutschen Buchverlage.

newTV-Kongress: Fragmentierte Mediennutzung macht kleine Zielgruppen interessant

Thomas Wagensonner von Thomas Wagensonner
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Mittwoch, 10. März 2010 um 10:29 Uhr | Keine Kommentare

“Wo fließt das Geld im newTV?” das war eine zentrale Frage auf dem 2. newTV-Kongress am 23. Februar in Hamburg. Die Videoangebote vermehren sich kontinuierlich. Die Zuschauergruppen für einzelne Angebote werden immer kleiner. Robert Amlung, beim ZDF für digitale Strategien zuständig und Kai Flatau, Fachgruppensprecher newTV bei Hamburg@work sehen auch in relativ wenigen Fans oder Followern einen Gewinn. Für die großen Sender, ob privat oder öffentlich, die ihr Geld mit der breiten Masse verdienen müssen, ist das ein schwacher Trost. Die Sender haben offenbar ein ähnliches Profilproblem wie die Politik.

Einige Statements von der Veranstaltung gibt es jetzt hier:

Der Siegeszug des Internets: 75% wollen nicht drauf verzichten

Sandra Liebich von Sandra Liebich
Produktmanagerin OTS - über Social Media, Trends und das PR-Marktgeschehen
Montag, 08. März 2010 um 13:16 Uhr | Keine Kommentare

Growth of the InternetKaum etwas hat sich in den vergangenen Jahren so rasant und beständig entwickelt wie das Internet. 1998 waren in Deutschland gerade mal acht Millionen Menschen online. Zwölf Jahre später sind es fünf Mal so viele. Und drei Viertel von ihnen wollen nicht mehr aufs Web verzichten.

Wie das Internet seit 1998 weltweit gewachsen ist, hat BBC News in einer interaktiven Grafik zusammen gestellt. Bis auf Afrika sind in den meisten Teilen der Welt demnach etwa ein Drittel der Menschen online.

In Deutschland ist die Nutzung des WWW inzwischen sogar alltäglicher als eine Tasse Kaffee, wie eine Umfrage der Suchmaschine Yahoo besagt. Während 89 Prozent täglich mailen, 78 Prozent online Suchabfragen starten und mehr als drei Viertel jeden Tag online Nachrichten lesen, trinken “nur” 73% täglich Kaffee. Warum wir das Internet so gerne nutzen und wie wir die Zukunft des Internets einschätzen, steht im Presseportal.