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22. Dezember 2014
Klaus-P. Frahm

Klaus-P. Frahm

Leiter Software Business - über Kommunikation im Allgemeinen und Besonderen
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"Kommuniziere so einfach wie möglich – aber nicht einfacher." (Albert Einstein, Remix) quotes up

Schlaue Werber denken PR

von Klaus-P. Frahm
Leiter Software Business - über Kommunikation im Allgemeinen und Besonderen
Dienstag, 02 April 2013 um 09:32 Uhr | Keine Kommentare

Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, mit dem Co-Gründer einer großen deutschen Kreativagentur zu plaudern. Es war ein sehr interessantes Gespräch, das (mir als PR-Akteur) einiges verraten hat über die Entwicklung und das Selbstverständnis der Werbung, die ja immer so ein wenig wie eine konkurrierende Schwester scheinbar mühelos Meriten sammelt und dabei immer etwas mehr gefeiert wird als ihr selbst lieb sein kann.

Mit wachen, leuchtenden Augen erzählte er mir von Projekten und Kampagnen seiner Agentur, die komplett ohne Paid Media extrem erfolgreich gewesen wären. Ich sagte, dass mich das eher an das Schaffen einer klassischen PR-Agentur erinnern würde. Da sei was dran, meinte er, nur wäre das große Problem der PR-Agenturen, dass die umgesetzten Ideen immer eher so mittel seien. Das läge zum einen an der mitunter fehlenden Kreativität. Zum anderen würden Unternehmen einer PR-Agentur die Kreativität für die besondere Idee nicht zutrauen, obwohl sie manchmal vielleicht sogar vorhanden ist. Stattdessen wendete der Kunde sich dann lieber an uns.


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Kommunikation folgt Technologie

von Klaus-P. Frahm
Leiter Software Business - über Kommunikation im Allgemeinen und Besonderen
Freitag, 15 März 2013 um 12:11 Uhr | Keine Kommentare

Meine letzte Teilnahme an einer Podiumsdiskussion war 2006, und zwar in der media coffeee-Reihe Web 2.0: Wie verändern sich Medien und PR?. Seinerzeit war ich verantwortlich für die IT von news aktuell, und in dieser Funktion durfte ich dem Publikum der Auftaktsveranstaltung in Hamburg zunächst einmal erklären, was sich hinter den geheimnisvollen Buchstaben RSS verbirgt. Ich kann heute verraten, dass ich mir damals etwas albern vorkam, denn die Web 2.0-Welle war ja schon zwei Jahre zuvor ins Rollen gekommen und RSS gehörte nun wirklich nicht zu den zentralen Technologien, die die Kommunikation aus den Angeln heben würde (ich persönlich möchte mir ein Leben ohne RSS nicht vorstellen, aber das Gros der Branchenprotagonisten nutzt nach wie vor kein RSS und kommentiert die Einstellung des inoffiziellen “RSS-Backbones” Google Reader eher mit einem Achselzucken).

Anyway, die Diskussion verließ dann relativ schnell die Ebene “Begriffserklärungen” und ich versuchte loswerden, was eigentlich zu sagen war:

1. der PR stehen Goldene Zeiten bevor, weil a) Organisationen zunehmend überfordert sind mit der Diversifizierung der Kommunikationsweisen und noch viel dringender Expertise und konkrete Unterstützung bei der Kommunikation brauchen als eh schon, und b) die Etats sich von klassischer Werbung (mit schön viel “Paid Media”) hin zu PR (mit schön viel “Earned Media”) verschieben würden.

2. die Veränderungen sind vorhersehbar, weil sie den Entwicklungen (in) der Technologie folgen. Denn alles, was die Medien- und Kommunikationsbranche im Kern verändert, wird in den meisten Fällen bereits mindestens 10 Jahre zuvor die Technologiebranche umgegraben haben.

Insbesondere Punkt 2 war und ist mir wichtig, nach wie vor. Und ich kann alle Medienschaffende und Kommunikatoren nur ermuntern, sich intensiv mit dem zu beschäftigen, was sich in der Technologieindustrie gerade abspielt. Denn früher oder später werden Ableitungen davon Einzug erhalten in die eigene Berufswelt. Hier zwei Beispiele, was ich damit meine …


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Wir stehen noch am Anfang, und der hat’s in sich …

von Klaus-P. Frahm
Leiter Software Business - über Kommunikation im Allgemeinen und Besonderen
Freitag, 08 März 2013 um 11:50 Uhr | Keine Kommentare

Vor ein paar Monaten postete Nico den Beitrag Das Minimum Viable Product (MVP) ist anstrengend, und ich kann gar nicht laut genug betonen, wie sehr mir seine Punkte aus der Seele sprechen. Und nicht nur mir, schätze ich, sondern auch all meinen Kolleginnen und Kollegen, die an der Entwicklung und Markteinfühung unserer “full-boxPR-Software epic relations beteiligt waren …

Als wir epic relations Anfang 2012 als MVP gelauncht haben, war uns bewusst, dass gefühlt 1.000 Features fehlen, um als seriöse PR-Software ernst genommen zu werden. Aber wir wollten von Anfang an klar machen, dass wir mehr vorhaben als nur ein neues Frontend für unsere Journalistendatenbank zu entwickeln. Deshalb haben wir uns ganz bewusst gegen den Nachbau unseres Vorgängerprodukts MEDIAtlas entschieden. Stattdessen machten wir uns auf, in mehreren Workshops mit Kunden, Entwicklern, Konzeptionern und Gestaltern eine wirklich neue Produktvision zu entwickeln. Ein paar Monate später haben wir mit dem Launch des MVP den ersten Schritt in diese Richtung gemacht.

Jetzt, etwas mehr als ein Jahr später kann ich sagen, dass diese Strategie genau richtig war. Denn rund 200 Kunden, die wir seither für das Produkt gewinnen konnten, geben uns jede Menge wunderbares positives Feedback, über das wir uns sehr freuen. Die innovativen Ansätze (transparente Datenaktualisierungen in einem persönlichen Newsfeed, Verteileraufbau per Drilldown mit relevanten Kriterien, personalisierte Mailings mit smart Attachments) werden intensiv genutzt. Das “Fehlen” von bestimmten Features wird zwar angesprochen, aber angesichts der vorhandenen tollen Features (noch) ohne Verdruss geduldet. Zumal wir ja auch alle zwei Wochen etwa ein Versionsupdate mit Optimierungen und neuen Funktionen einspielen.

Anders sieht es aus bei unseren langjährigen Kunden, die zuvor den MEDIAtlas genutzt hatten. Sie sind jetzt zum Teil enttäuscht, dass bestimmte Dinge in der Nachfolgeanwendung (noch) nicht gehen. Selbst der Hinweis auf neue Benefits, die es im MEDIAtlas nicht gab und jetzt zur Verfügung stehen wie bspw. eine hoch performante Mailingfunktion (wer hat die schon?) haben kaum eine beschwichtigende Wirkung. Das ist verständlich, dann auf Kundenseite hängen Workflows an der Nutzung von Business-Software, und wenn diese Software sich ändert, dann stimmen die Arbeitsgänge auf einmal nicht mehr.

Und genau das ist es, was das MVP in unserem Fall noch anstrengender gestaltet als normalerweise – auf der einen Seite wissen wir durch das Feedback unserer neuen Kunden, auf genau dem richtigen Weg zu sein. Auf der anderen Seite sind wir aber viel zu langsam unterwegs, um den Erwartungen aller Kunden zu entsprechen. Das ist ein sehr schmerzhafter Zustand, den wir leider nur aushalten und in kleinen Schritten verbessern können, denn es gibt keine wirklich wirksame Strategie, die dieses Dilemma umgehend verpuffen lässt. Nicht mal das Reinwerfen von (viel) mehr Geld kann hier helfen, denn es geht ja auch immer um Qualität und Knowhow von Entwicklern, die (ja, ich weiß, das Bild hängt schief) nicht auf Bäumen wachsen, und wir sind ja jetzt schon ein recht großes Team.

Glücklicherweise wissen alle am Erfolg von epic Mitwirkenden, dass wir auch nach zwei Jahren Entwicklung mit extrem hohem Budget zur Zeit noch immer am Anfang stehen mit unserem Produkt und eine “epische” Reise vor uns haben. Wir verfolgen eine Produktversion, die extrem spannend ist – vor allem für unsere Kunden. Das gibt uns Energie im Umgang mit Erwartungen von Kunden, die verständlicherweise ungeduldig sind und mehr Tempo verlangen. Es fühlt sich einfach gut an zu wissen, dass wir noch sehr viel vorhaben und hart daran arbeiten, die Produktvision mit jedem kleinen Update konkreter werden zu lassen. Auch wenn diese Schritte aus Kundensicht manchmal klein erscheinen.

tl;dr

Wir stehen noch am Anfang, und der hat’s in sich. In ihm wohnt ein Zauber inne (aka Produktvision), der uns trägt und antreibt. Feels kinda epic …

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