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22. Dezember 2014
Sandra Liebich

Sandra Liebich

Produktmanagerin OTS - über Social Media, Trends und das PR-Marktgeschehen
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Wie sagte schon Dale Carnegie: Was Du in anderen Menschen entzünden willst, muss erst in Dir selbst brennen. Wie gut, dass wir in den sozialen Netzwerken alle ums digitale Lagerfeuer sitzen. Da wird's ganz schnell warm. quotes up

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European Communication Monitor 2014: Weltweit größte Studie zur strategischen Kommunikation vorgestellt

von Sandra Liebich
Freitag, 11 Juli 2014 um 12:40 Uhr | Keine Kommentare
European Communication Summit Brüssel

European Communication Summit in Brüssel

Wie sehen Kommunikatoren in Europa ihre Profession? Welches sind die größten Herausforderungen in Pressestellen? Und was sind die Trends von heute und morgen?

Diese Fragen beantwortet der European Communication Monitor 2014, den Prof. Ansgar Zerfass gestern beim European Communication Summit in Brüssel vorstellte. Unter seiner Leitung hatte ein Verbund aus elf europäischen Universitäten über 2.700 Kommunikationsfachleute in 42 Ländern befragt.

Hier die aus meiner Sicht interessantesten Ergebnisse dieser weltweit größten länderübergreifenden Umfrage zu strategischer Kommunikation:

  1. Social Media steht für Kommunikatoren weit oben auf der Agenda, findet aber in ihrer eigenen Arbeitspraxis bislang nur mäßig statt.

  2. Mobile Kommunikation gilt als eines der wichtigsten Topics, ist in Unternehmen bislang aber kaum Realität.

  3. Neue Technologien sind bereichernd, erhöhen aber auch die Arbeitsbelastung und den “Always online”-Druck.

 

Im Detail:

Die wichtigsten Ergebnisse des European Communication Monitor sind hier im Video zusammen gefasst:

 

Welche strategischen Themen stehen ganz oben auf der Kommunikationsagenda? 

  • Online-Kommunikation gilt mit Abstand als wichtigstes strategisches Kommunikationsinstrument in Pressestellen: 85,9% sehen dies als den hauptsächlichen Kanal, um Stakeholder, Gatekeeper und Publikum zu erreichen. 
  • Die Relevanz von Online-Kommunikation hat in den letzten fünf Jahren enorm zugenommen: 2009 lag sie bei lediglich 58%.
  • Weitere wichtige Kommunikationskanäle: Face-to-Face-Kommunikation auf Platz 2, gefolgt von Media Relations in Richtung Online-Medien
  • Besonders starkes Wachstum wird Social Media prophezeit: 89,1% der befragten Kommunikatoren glauben, dass die Bedeutung sozialer Netzwerke als Kommunikationskanal bis 2017 massiv ansteigt.

Welche Rolle spielt mobile Kommunikation für europäische Pressesprecher? 

  • Die Hälfte der Kommunikatoren (51,5%) sehen Mobile heute bereits als wichtigen Kanal, um Zielgruppen zu erreichen.
  • Mobile Kommunikation gilt als größter Wachstumsbereich: 91,4% der Befragten prognostizieren, dass die Bedeutung mobiler Kommunikation bis 2017 massiv ansteigt.

Der Einsatz mobiler Features in Unternehmen spricht jedoch (noch) eine andere Sprache. Mobile wird gepredigt, aber noch lange nicht gelebt:

  • 1/3 (37%) der befragten Unternehmen verfügt über eine eigene mobile App.
  • Fast die Hälfte der Unternehmen (45,1%) plant keinen Einsatz mobiler Anwendungen.
  • Immerhin 2/3 der befragten Organisationen bietet eine responsive bzw. mobil optimierte Corporate Website an.
  • Deutschland liegt beim Einsatz mobiler Apps nur im Mittelfeld und weit hinter der Schweiz (54% haben hier eine eigene App), Frankreich, Holland, Dänemark und Schweden.

Welche Rolle spielen neue Technologien im Arbeitsalltag von Kommunikationsfachleuten?

  • 84% sehen neue Technologien als Bereicherung ihres Jobs.
  • 68% finden, dass neue Technologien den Job leichter machen.

ABER:

  • 73% sind der Meinung, dass der Arbeitsdruck dadurch steigt.
  • 67% fühlen sich durch neue Technologien verpflichtet, immer online zu sein.
  • Weibliche Kommunikatoren monieren zwar das höhere Arbeitsaufkommen durch neue Technologien stärker als ihre männlichen Kollegen, verstehen aber besser mit Facebook, Twitter & Co. umzugehen.
  • Nur 57 Prozent der Befragten fühlen sich ausreichend gewappnet, um mit dem permanenten Fluss an Informationen umzugehen.

Wie kommunizieren Kommunikatoren? 

  • E-Mail rules! Für mehr als ein Drittel der europäischen Pressesprecher ist dies der wichtigste Kommunikationskanal
  • in Deutschland liegen Social Media (24%) und Face-to-Face-Kommunikation (23,5%) gleich auf, Telefonate sind für 14,2% am wichtigsten
  • meist genutzte Social-Media-Kanäle sind Job-Netzwerke wie Xing und LinkedIn, gefolgt von Twitter, Blogs, Facebook und Google+
  • Deutschland hinkt bei der Nutzung von Social Media hinterher – weit vorn sind UK, die BeNeLux-Länder und Skandinavien
  • Facebook ist für unter 29-jährige Kommunikatoren wichtig, während 30-39-Jährige mehr als alle anderen Altersgruppen auf Twitter setzen

Hier gibt’s die Studie in Wort und Bild:

Alle Infos rund um den European Communication Monitor 2014 sind hier zusammen gefasst.

 

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