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31. Oktober 2014
Valerie Krämer

Valerie Krämer

Junior Projektmanagerin
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Multimediales Storytelling ist nicht nur so ein Szenebegriff. Wenn wir einen Menschen wirklich erreichen möchten, kommen wir nicht drum herum, unsere Botschaft in ansprechende Formate zu hüllen. quotes up

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Wenn die Bachelorarbeit droht…

von Valerie Krämer
Montag, 11 Februar 2013 um 12:33 Uhr | Keine Kommentare

Als mich Ende Oktober letztes Jahr die Aufforderung der HSBA erreichte, dass man sich ja jetzt so langsam mal Gedanken zu einem möglichen Thema seiner Bachelorarbeit machen sollte, dachte ich nur: „Oh Schreck, jetzt schon?!“ In der zweiten Minute: „Genial, bald bin ich durch!“ Und danach dann: „Ok, jetzt wird’s langsam ernst…“

Nicht, dass ich vorher nicht bereits den einen oder anderen Gedanken daran verschwendet hätte… aber es kam dann doch irgendwie überraschend.

Bei den meisten verschwand die Mail dann wahrscheinlich vorerst in der Ablage. Bei mir auch – man hat ja schließlich nebenbei erstmal ein paar Klausuren zu bestehen, um überhaupt für die Bachelorarbeit zugelassen werden zu können.

Während also der eine oder andere noch seine relevanten Klausuren im Dezember meistern musste und auch ich teilweise von der Angst geplagt war „man könne ja eventuell gar nicht rechtzeitig anfangen, wenn man die Klausur jetzt nicht besteht“, sollte nebenbei bereits der Titel, die Grobgliederung, Zielsetzung, Problemstellung und Literaturliste formuliert werden. Ja klar, das macht man ja eben mit links! Oder eben auch nicht.

Erster Schritt: Themenwahl

Nicht wie in einem normalen Studium kann man sich sein Thema gänzlich nach seinen Interessen und Vorlieben zurecht schustern. In vielen Unternehmen muss man sich vorerst für die Abteilung bewerben, in der man gerne seine Bachelorarbeit schreiben würde. Die geben einem dann entweder ein Thema vor oder man hat das Glück, selbst eins aussuchen zu dürfen. Aber auch wenn man es sich selbst aussuchen darf, wird natürlich nicht jedes genehmigt. Es soll dem Unternehmen ja schließlich auch etwas bringen. Sobald man dann aber mit seinem Zuständigen im Unternehmen (oft auch nach längeren Diskussionen) auf einen Nenner gekommen ist, kann man vorsichtig bei den Dozenten anfragen, ob sie das Thema spannend finden und einen gerne betreuen würden.

Um sich bei dem Dozenten dann sozusagen „bewerben“ zu dürfen, brauch man wiederum die zuvor genannten Dinge (Titel, Grobgliederung, Zielsetzung, Problemstellung und Literaturliste). Mittels eines Anmeldeformulars kann man dann drei „Lieblings“-Betreuer wählen, unter denen sich dann im besten Fall der persönliche Favorit bereit erklärt, einen unter seine Fittiche zu nehmen.

Wenn das alles geklappt hat, macht man schonmal innerlich drei Luftsprünge.

Zweiter Schritt: Bachelorarbeit anmelden

Die meisten Dozenten an der HSBA (sofern Sie nicht festangestellte Professoren sind) dozieren nur neben dem Beruf. Bedeutet: Zeit ist eine knappe Ressource. Es muss also ein Termin mit eben diesem „Lieblings“-Betreuer koordiniert werden, um den Titel und die Gliederung endgültig festzulegen. Man selbst hat ja auch nur wenig Zeit, weil die Bachelorarbeit während der Praxisphase angefertigt wird und man dadurch ebenfalls beruflich eingespannt ist.

Wenn der erste Termin jedoch gefunden ist, läuft das Ganze relativ reibungslos ab. Die Dozenten haben in den meisten Fällen bereits Erfahrung mit der Betreuung von Studenten und können wertvolle Hinweise geben.

Wenn Titel und Gliederung dann stehen, kann man sich für die Bachelorarbeit anmelden und darauf hoffen, dass sein Thema vom Prüfungsauschuss genehmigt wird. (Jaja…wer dachte, dass jetzt alles in trockenen Tüchern ist, der täuscht sich.) In den seltensten Fällen wird ein Thema jedoch abgelehnt.

Wenn die Hürde dann gemeistert ist, kann man sich wirklich freuen. Sobald man das gute Stück Papier in den Händen hält, wird losgelegt. Insgesamt bleiben einem neun Wochen, um seine genialen Gedankengänge zu Papier zu bringen. Die wenigsten werden von ihrem Unternehmen komplett freigestellt. Manche gar nicht. Manche fünf oder sechs Wochen. In meinem Fall sind es zwei Wochen, die ich schlau nutzen muss.

Dritter Schritt: Recherchieren, Analysieren, Schreiben

Don't PanicUnd hier sitze ich nun. Habe alle bisher genannten Hürden gemeistert. Titel steht. Gliederung steht. Thema wurde genehmigt. Ab geht’s.

Nur wie geht man an das Ganze ran? Jeden Tag ein bisschen? Oder lieber das komplette Wochenende opfern? Erst tausend Bücher wälzen und dann irgendwann anfangen zu schreiben? Oder Literaturrecherche betreiben und sich zwischendurch immer mal hinsetzen? Davon abgesehen, dass viele Bücher auch oft nicht in den relevanten Bibliotheken (Staatsbibliothek, ZBW, Commerzbibliothek, HIBS, usw.) zu finden sind – zu neu, zu alt, bereits ausgeliehen. Ich sag euch, die Panikmache geht erst richtig los. Hätte ich mich da nicht mal früher drum kümmern können? Wie das halt immer so ist…

Ich bin also grad mitten im Schlamassel: Planung der verbliebenen acht Wochen. Nächste Schritte: Literaturrecherche. Veranstaltungen besuchen. Mitarbeiter befragen. Experteninterviews planen. Unternehmensdaten erfragen. Und, und, und…

Es bleibt spannend. Am 08. April ist Abgabetermin.

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