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31. Oktober 2014
Jens Petersen

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Leiter Unternehmenskommunikation - über moderne Pressearbeit und eigene Projekte
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Was wir heute im Internet erleben, ist vergleichbar mit dem kulturellen und gesellschaftlichen Umbruch durch die Erfindung des Buchdrucks: Spannend, herausfordernd und voller Überraschungen. Freuen wir uns, dass wir mittendrin sind! quotes up

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Der Papst-Rücktritt im Social Web: Zahlen und Fakten zu den ersten fünf Stunden auf Twitter und Co

von Jens Petersen
Montag, 11 Februar 2013 um 16:34 Uhr | Keine Kommentare

Oberfläche des media sonars von news aktuellHeute Vormittag um 11.54 Uhr tickerte dpa in einer Blitzmeldung den Rücktritt von Papst Benedikt. Sofort entflammte auf Twitter und in anderen Social Networks ein ungeheurer Sturm. Jetzt, gegen 16.30 Uhr zählen wir bereits mehr als 21.000 deutschsprachige Beiträge zum Thema. Insgesamt ist die Tonalität im Heimatland des Papstes kritisch bis negativ. Die jüngsten Skandale um die katholische Kirche haben sicher dazu beigetragen, dass wohlwollende und mitfühlende Meinungsäußerungen nicht in der Mehrzahl sind. Das haben wir mit Hilfe unseres Monitoring Tools media sonar heute herausgefunden.

- Unter den deutschsprachigen Twitter-Usern ist die Häme über den Rücktritt des heiligen Vaters weit verbreitet. Rund 17 Prozent der Tweets haben eine positive Tonalität. Sie begrüßen den Abschied des Heiligen Vaters. Gut fünf Prozent der Tweets haben eine negative Tonalität. Unterm Strich ist eine rein maschinelle Bewertung allerdings schwierig, da viele Tweets von den Autoren ironisch verfasst wurden.

- Die meiste Reaktion entfachte ein Tweet von Extra3. Der Witz über die Herrenboutique in Wuppertal wurde bisher mehr als 260 Mal retweetet und 113 Mal gefaved.

- Die meisten Follower eines Tweets über den Papst verzeichnet ein deutschsprachiger Beitrag der italienischen Zeitung La Repubblica. Die Italiener können auf stolze 701.691 Follower verweisen. Auf Platz zwei der Top-Influencer liegt ProSieben mit rund 450.000 Followern. Die TV-Twitterer haben dafür lediglich den Beitrag einer gewissen Ricarda mit lediglich zehn Followern retweetet. Spaßvogel Dieter Nuhr folgt auf Platz drei. Er kann sich immerhin über fast 270.000 Follower freuen.

- Den meisten Traffic im Social Web erzeugte bis 16.00 Uhr Twitter. Fast 92 Prozent aller Meinungsäußerungen erfolgten via Tweet. Mit Knapp sieben Prozent folgen Blogs. Facebook bringt es bisher nicht mal auf ein Prozent des (frei einsehbaren) Web Traffics.

- Insgesamt haben sich Männer deutlich mehr über den Rücktritt Benedikts ausgelassen. Mehr als vier Mal so viele Männer haben den Papst-Abschied im Web kommentiert.

- Die meisten, die heute im Social Web ihre Meinung zum Papst-Rücktritt Kund getan haben, haben die Formulierung “Papst Benedikt” verwendet (2.800 Mal). Nicht wirklich überraschend. Der Begriff “Vatikan” kommt immerhin auf knapp 1.000 Nennungen. Der Hashtag #Papst wurde allerdings nur 940 Mal genutzt.

 

 

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