news aktuell blog – Pressemitteilungen, Journalistenkontakte, Social Media Monitoring, Multimedia

01. September 2014
Sandra Liebich

Sandra Liebich

Produktmanagerin OTS - über Social Media, Trends und das PR-Marktgeschehen
quotes
Wie sagte schon Dale Carnegie: Was Du in anderen Menschen entzünden willst, muss erst in Dir selbst brennen. Wie gut, dass wir in den sozialen Netzwerken alle ums digitale Lagerfeuer sitzen. Da wird's ganz schnell warm. quotes up

« Weitere Beiträge von Sandra Liebich ansehen

PR-Wissen: Wie funktioniert der Nachrichtensatellit?

von Sandra Liebich
Dienstag, 29 Januar 2013 um 12:22 Uhr | Keine Kommentare
Redaktion

Foto: Ulrich Perrey

Unsere Kunden fragen uns immer wieder, wie eigentlich der Nachrichtenticker funktioniert. Wie gelangt eine Meldung über den Nachrichtensatelliten in die Redaktionssysteme der Medien – und damit auf den viel gerühmten “Ticker”? 

Der Nachrichtensatellit ist ein Nachrichtenverteilsystem, das in der Lage ist, Nachrichten (Texte, Bilder, Grafiken, Audios) gleichzeitig und unabhängig von öffentlich genutzten Netzen an Empfänger auszugeben. Empfänger sind vor allem Redaktionen der Medien, Ministerien und Behörden. Für die Satellitenbelieferung in Deutschland sorgt die mecom, ein Zusammenschluss der Nachrichtenagenturen dpa, AFP, dpa-AFX, KNA und epd. Neben Nachrichtenagenturen können auch andere Dienste wie z.B. das Verbreitungsnetzwerk OTS den Weg „Nachrichtensatellit“ nutzen.

Wenn meine Meldung auf dem Nachrichtensatelliten läuft, heisst das, dass sie wirklich auf dem Ticker ankommt und dort gelesen werden kann? 

NEIN!

Man kann sich das in etwa so vorstellen: Ein Redaktionssystem in einer Redaktion ist wie eine exklusive Bar. Jeder möchte rein. Doch es gibt einen Türsteher, die Redaktion selbst. Sie entscheidet, wem sie die Tür ins Redaktionssystem öffnet und wem nicht. An dieser Tür bitten die Nachrichtenanbieter um Einlass, die via Nachrichtensatellit angereist sind. Geladene Gäste erhalten natürlich Einlass, also bezahlte Dienste von Nachrichtenagenturen wie dpa & Co. Bei allen anderen schaut der Türsteher – die Redaktion – sehr viel genauer hin. Passend gekleidete Gäste werden allerdings sehr viel leichter eingelassen.

Allein die Anreise via Nachrichtensatellit ist also nicht entscheidend für die Darstellung im Redaktionssystem. Sondern dass sich eine Redaktion dafür entscheidet, einen Dienst frei zu schalten. Nicht alles, was über den Nachrichtensatelliten angeboten wird, ist also auch im Redaktionssystem freigeschaltet und sichtbar.

Bettina Urbanski, Chefin vom Dienst bei der “Berliner Zeitung”, erklärt es so: “Das Redaktionssystem ist eine unserer wesentlichen Informationsquellen. Hier laufen Inhalte ein, die via Nachrichtensatellit angeliefert werden: Agenturmaterial genauso wie Originalmeldungen via OTS. Wir entscheiden selbst, welche Dienste wir aufschalten und damit tatsächlich lesen können – und welche nicht. Entscheidend sind Inhalt, Qualität und Seriosität der Quelle.”

Nicht der Weg ist also das Ziel. Sondern dass ein Dienst eine vertrauensvolle Quelle ist und Inhalte liefert, die Redaktionen wirklich Nutzen bietet: interessante und vielseitige Meldungen, wichtige Meldungsgeber und exklusive Informationen.

Comments are closed.