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21. Oktober 2014
Sandra Liebich

Sandra Liebich

Produktmanagerin OTS - über Social Media, Trends und das PR-Marktgeschehen
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Wie sagte schon Dale Carnegie: Was Du in anderen Menschen entzünden willst, muss erst in Dir selbst brennen. Wie gut, dass wir in den sozialen Netzwerken alle ums digitale Lagerfeuer sitzen. Da wird's ganz schnell warm. quotes up

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Online-PR: Aus Newslettern mehr rausholen

von Sandra Liebich
Freitag, 18 Januar 2013 um 12:34 Uhr | Keine Kommentare

NewsletterEiner meiner guten Vorsätze für dieses Jahr: mehr Bloggen. Das hab ich auch meinen Kollegen erzählt. Und die denken mit. Mein Kollege Marcus Albrecht zum Beispiel: “Wenn du schon mehr bloggen willst, warum dann nicht für einen guten Zweck. Es gibt da gerade eine Blogparade zum Thema Online-PR. Mach da doch mal mit.” Gute Idee, finde ich.  Nun hat Blogparaden-Initiator Ed Wohlfahrt inzwischen schon eine ganze Menge interessanter Blogbeiträge zum Thema zusammen getragen:  über Online-Wissensmanagement, Online-Kommunikation und unsere Rollen als Empfänger, die Zukunft der Online-PR bis hin zur Online-PR-Wunschliste der punktefrau.

Viel Kluges ist schon gesagt. Ich bin also spät dran. Ganz in diesem Sinne möchte ich mich einem Thema widmen, dass kein typisches Online-PR-Thema ist,  jedoch eines, das uns allen als Kommunikationsmittel irgendwie am Herzen liegt, bei dessen (Online-)Darstellung aber noch lange nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

Dem Newsletter. 

Was mir immer wieder auffällt: wie sehr Arbeitsweisen von Pressestellen inzwischen auseinander klaffen. Da sind einerseits die, die ganz weit vorne mit Blogs, Facebook, Community-Management und Apps hantieren und den State-of-the-Art-Kommunikationsmix leben. Und andererseits die, die weit weg sind von jeglicher Online-Integration.

Besonders spürbar ist dies beim Thema Newsletter. Ein Kommunikationsmittel, dessen sich Unternehmen seit Jahren bedienen. Ein Kommunikationsmittel, das es aus der alten in die neue Zeit geschafft hat. Vom Informations-Brief (im Wortsinne) zum – im besten Fall – online verfügbaren Allround-News-Paket. Und damit zu einem Vehikel, dass für Online-PR wie geschaffen wäre. Aber nutzen Unternehmen die Chancen, die darin schlummern? 

Wir haben Ende 2o12 PR-Schaffende zum Thema Newsletter befragt. Knapp 1.300 PR-Kollegen haben mitgemacht.

Die wichtigsten Ergebnisse:

- 80 Prozent der Unternehmen verschicken regelmäßig einen Newsletter
- 90 Prozent davon bewerten den Stellenwert des Newsletters in ihrer Unternehmensstrategie als mittel bis hoch
- 85 Prozent treiben einen aus ihrer Sicht mittleren bis hohen Aufwand für ihren Newsletter

Heißt: Newsletter finden wir alle toll und wichtig. Wir stecken viel Zeit und Energie hinein, planen, texten, layouten. Und dann?!

Dann passiert in der Regel nicht mehr allzu viel:

- ein Drittel derer, die einen hohen Aufwand bei der Erstellung ihres Newsletters betreiben, verschicken ihn an weniger als 1.000 Empfänger
- fast zwei Drittel der Unternehmen versenden ihren Newsletter ausschließlich (!) per E-Mail
- 20 Prozent veröffentlichen ihn auf ihrer Firmenhomepage
- nur 10 Prozent posten ihren Newsletter (oder Inhalte daraus) auf Social-Media-Plattformen

Hoher Aufwand für wenig Reichweite!

Unternehmen stellen spannende Themen zusammen, mit denen sie Kunden, Interessenten, Journalisten erreichen wollen. Und setzen dann auf das Transportmittel E-Mail. Den Weg, der bei Onlinern schon seit Jahren als tot gilt. Als Teaser o.k.. Aber ausschließlich?

Andre Tauber hat neulich einen klugen und sehr lesenswerten Artikel in der WELT darüber geschrieben, wie Firmen versuchen, die E-Mailflut einzudämmen oder sogar vollständig auf E-Mail zu verzichten. Weil die horrende Anzahl an E-Mails in unseren Mailboxen kaum noch zu bewältigen ist und Angestellte inzwischen die Hälfte ihrer Arbeitszeit mit schreiben, sortieren, beantworten und löschen elektronischer Post beschäftigt sind. Newsletter sind eines der häufigsten Opfer der Delete-Taste.

Was heißt das nun für unsere Newsletter?

Viele Unternehmen schöpfen die Möglichkeiten der Reichweite (noch) nicht aus. Was niedergeschrieben wurde, durchdacht und oft multimedial aufbereitet, sollte auch online stattfinden. Mindestens auf der eigenen Homepage. Besser noch: geteilt in sozialen Netzwerken, mundgerecht zum Teilen und Kommentieren aufbereitet.

Welcher Kuchen beispielsweise gerade frisch gebacken auf die Gäste im kleinen Café bei mir um die Ecke wartet, lese ich bei Facebook. Der Mittagstisch eines meiner bevorzugten Asia-Restaurants landet in meiner Twitter-Timeline. Und manches Thema aus dem Newsletter eignet sich auch, um es – anders verpackt – auch noch einmal breiter zu kommunizieren, z.B. als Blogbeitrag oder Pressemitteilung.

Dass höhere (Online)-Reichweite hilft, zeigt auch unsere Umfrage: 80 Prozent derer, die ihren Newsletter an über 1.000 Empfänger verschicken, sind mit der Wirkung des Newsletters zufrieden.

Geben Sie Ihrem Newsletter die Aufmersamkeit, die er verdient und stellen Sie ihn online dar. Online geht ganz viel. Wir können spielen. Gerade in der PR.

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