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25. November 2014
Jens Petersen

Jens Petersen

Leiter Unternehmenskommunikation - über moderne Pressearbeit und eigene Projekte
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Was wir heute im Internet erleben, ist vergleichbar mit dem kulturellen und gesellschaftlichen Umbruch durch die Erfindung des Buchdrucks: Spannend, herausfordernd und voller Überraschungen. Freuen wir uns, dass wir mittendrin sind! quotes up

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“Unsere Aufgabe heißt Transformation”

von Jens Petersen
Dienstag, 06 November 2012 um 09:22 Uhr | 1 Kommentar
Podiumsdiskussion des Travel Industry Club in Berlin

Podiumsdiskussion "Total digital: Medienkonzerne und Kommunikation im Umbruch" des Travel Industry Club in Berlin

Die Medien befinden sich in einem Transformationsprozess. Diesen Prozess zu gestalten und weiterhin wirtschaftlich erfolgreiche journalistische Produkte anzubieten, ist die Hauptaufgabe der Verlagshäuser. So beschrieb Romanus Otte von WELT Online bei der Diskussionsrunde “Total digital: Medienkonzerne und Kommunikation im Umbruch” die Lage. Moderiert wurde die Runde des Travel Industry Club von news aktuell-Geschäftsführer Carl-Eduard Meyer. (Alle Fotos zum Abend finden Sie in unserem Eventbildportal)

Otte schätzt die Zukunft der gedruckten Zeitungen realistisch ein. “Zeitungen wandeln sich von einem Alltagsprodukt zu einem Luxusprodukt. Aber unser Geschäft ist nicht Papier sondern Journalismus”, fasste der Verlagsmanager zusammen. Für Diskussionsstoff sorgte auch die eigenmächtige Preiserhöhung von Apple im hauseigenen App Store. Plötzlich – und ohne Einflussmöglichkeit des Verlages – erhöhte Apple die Downloadgebühr. “Preiserhöhung von Apple zeigt sehr gut, wie die heutigen Machtverhältnisse aussehen. Das war handstreichartiges Verhalten”, beklagte sich Otte.

Vlnr: Ramstetter (ADAC), Otte (WELT-Gruppe), Schwaff (Blog "Reisefreunde"), Meyer (news aktuell), Hallaschka (MERIAN), Oswald (Condé nast Digital Germany)

Vlnr: Michael Ramstetter (ADAC), Romanus Otte (WELT online), Angelika Schwaff (Blog "Reisefreunde"), Carl-Eduard Meyer (news aktuell), Andreas Hallaschka (MERIAN), Tobias Oswald (Condé Nast Digital Germany)

Auch Tobias Oswald, der beim Zeitschriftenverlag Condé Nast für die Vermarktung der hauseigenen Portale verantwortlich ist, zeigte sich sehr kritisch gegenüber Apple. “Auf Dauer wird sich ein Verhalten wie bei Apple rächen. Das ist ein Zeichen von Arroganz”, so der Geschäftsführer von Condé Nast Digital Germany. Allerdings nimmt Oswald Google und Apple nicht als Konkurrenz wahr. “Das sind einfach Rahmenbedingungen, mit denen wir als Vermarkter umgehen müssen.”

Mut zu Innovationen forderte Andreas Hallaschka von MERIAN. “Zur ITB haben wir neue Apps entwickelt. Idee: Ich habe vier, fünf oder sechs Stunden Zeit in einer Stadt und die App stellt mir die Touren entsprechend zusammen. Die Zeit kann ich selber definieren”, kündigte Chefredakteur Hallaschka an. Trotzdem kalkuliert er einen Misserfolg jedes Mal ein. Damit müsse man immer rechnen. Hallaschka ehrlich: “Bei 90 Prozent der Sachen, die wir machen, weiss ich nicht, ob’s am Ende funktioniert. Aber es deshalb gar nicht zu machen, wäre Schwachsinn.”

Networking beim Travel Industry Club

Networking beim Travel Industry Club

Außerdem auf dem Panel: ADAC-Kommunikationschef Michael Ramstetter und Reisebloggerin Angelika Schwaff. Ramstetter zeigte auf, wie sich die riesige Organisation mit seinen zahlreichen publizistischen Angeboten mit dem digitalen Wandel auseinandersetzt und und ihn gestaltet. Der ADAC bietet mehr als 60 Apps und liefert gleichzeitig rund 13 Millionen gedruckte Exemplare der motorwelt an die Mitglieder aus. Angelika Schwaff, die bereits auch als Pressesprecherin bei Air Berlin und German Wings gearbeitet hat, berichtete von ihrer Arbeit als Bloggerin. Ihr Blog Reisefreunde hat monatlich rund 11.000 Unique Visitors. Auf Einladung von Reiseveranstaltern und Destinationen nimmt Schwaff Hotels und Locations unter die Lupe – immer sauber disclaimed. Gute Nachricht: Die großen Touristikunternehmen nehmen die Blogger zunehmend als eigenständige und wichtige Publikationsform wahr.

Ein Kommentar


  • 6. November 2012 um 15:22
    Elke Freimuth