Neue Kleider für den Quotengott
Ab morgen (1.8.12) wird die Quotenzählung durch die GfK um Haushalte, die TV-Programme via IPTV empfangen erweitert. Dies ist ein erster Schritt auf dem Wege zu einer genaueren Quotenmessung, die sukzessive auch andere Angebote wie Mediatheken oder mobile Endgeräte einbeziehen möchte.
Die Quote als Gradmesser für den Verkauf von Werbung im TV ist ausschlaggebend für Programmplanung und Werbezeitenvermarkter/Media-Agenturen. Mit den geplanten Veränderungen wird auf ein geändertes Nutzerverhalten reagiert. Immer mehr Menschen schauen Fernsehen, Filme und Serien online, so ist es nur konsequent, wenn ein so wichtiges Instrument wie die Quotenzählung auch auf diese Empfangskanäle ausgeweitet wird.
Je stärker sich die Sehgewohnheiten wandeln, desto schwächer wird möglicherweise die Akzeptanz der Quote auf Seiten der Agenturen und Unternehmen, die TV-Spots schalten.
Zu Beginn dieser eher zaghaften Entwicklung durch Einbeziehung von IPTV in die Messung werden noch keine gravierenden Auswirkungen erwartet. Es gibt derzeit nur etwa 1,11 Millionen IPTV-Empfänger (3%) unter den TV- Haushalten.
Interessant werden im Verlauf der geplanten modifizierten Quotenmessung jedoch die Fragen nach den möglichen Auswirkungen auf die Werbetöpfe und auf die Programmplanung. Andere noch gar nicht berücksichtigte Aspekte sind die Definition der vermeintlich werberelevantesten Zielgruppe, die immer noch auf die 14-49jährigen TV-Konsumenten festgelegt ist und das neue Gebührenmodell, das ab Jahresanfang 2013 in Kraft tritt.
Es wird spannend.
Susanne Ahrens
das ist wirklich spannend! danke für die Infos Frau John
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