Ausrüster-EM: And the winner is…
Vordergründig traten bei der Sonntag beendeten Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine 16 Mannschaften aus verschiedenen Nationen im sportlichen Wettkampf gegeneinander an – Spanien wurde am Ende als verdienter Sieger Europas gekrönt. Doch hinter den Kulissen fand noch eine ganz andere Auseinandersetzung statt: Das Ausrüster-Duell der Sportartikelhersteller!
Augenscheinlicher Favorit war der amerikanische Sport-Gigant Nike, der nicht nur fünf Teams ausstattete, sondern durch den Aufkauf der Marke Umbro zusätzlich noch – zumindest aus Sicht des Umsatzes – an der Ausrüstung dreier weiterer Teams beteiligt war. Die größte Publicity durch Nennung ihrer Mannschaften schien den Amerikanern sicher zu sein.
Adidas folgte dichtauf mit sechs Vertragspartnern, während Puma mit seinen zwei Teams nur Außenseiterchancen eingeräumt werden konnten.
Schon nach der Vorrunde wendete sich das Blatt, da sich nun Adidas (3) und Puma (2) nahezu auf Augenhöhe mit dem Branchen-Primus Nike/Umbro und seinen drei verbliebenen Teams messen konnten. Nachdem die Paarungen des Halbfinales einen spannenden Endkampf unter den Ausrüstern erwarten ließen, rechneten viele Experten mit dem reinen adidas-Finale Deutschland-Spanien. Doch Pumas Italiener machten es noch einmal spannend, während die Portugiesen als letztes der Nike-Teams ausschieden.
Wie lässt sich nun messen, welcher Ausrüster wirklich gewonnen hat? Wird der Ausrüster mit den meisten Teams wirklich am häufigsten in den Medien genannt? Oder geht es vielmehr um die Qualität, den Erfolg der Mannschaften?
Das Social Media Monitoring-Tool na•media sonar der dpa-Tochter news aktuell hat folgendes Ranking ergeben:
Make Treffer
Adidas 1.619
Nike 650
Puma 390
Umbro 181
Hierbei wurden alle Nennungen der Firmen im Zusammenhang mit der Europameisterschaft 2012 in deutschen Online-Medien und Social Media während des Turnierzeitraums erfasst.

Es fällt auf, dass Nike/Umbro trotz der meisten Teams weit abgeschlagen hinter dem klaren Sieger aus Herzogenaurach landen. Sicherlich wird hierbei auch eine Rolle spielen, dass Adidas mit dem Tango 12 den offiziellen Turnierball stellte, doch bleibt auch ganz klar der Eindruck, dass sich Klasse statt Masse bei der Auswahl der auszurüstenden Teams bezahlt zu machen scheint.