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08. Februar 2012
Frank Schleicher

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Produktmanager OBS - über Fotografie & Infografik als PR-Tool sowie das allg. Bildgeschäft
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Gute Pressebilder gehören in den Werkzeugkasten jeder Pressestelle und PR-Agentur. quotes up

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12 Tipps: Zusammenarbeit mit (PResse-)Fotografen

von Frank Schleicher
Mittwoch, 14 Juli 2010 um 11:33 Uhr | Keine Kommentare

Fototermin zur Grünen Woche in Berlin. Foto: dpa/Wolfgang Kumm

Von unseren Kunden werde ich regelmäßig gefragt, wie man gute PR-Fotografen findet und was in der Zusammenarbeit zwischen Pressestelle/PR-Agentur und den Fotografen zu beachten ist.

Ein Patentrezept kann ich nicht bieten, wohl aber einige Tipps, die helfen können, die Reibungsverluste zwischen den Pressesprechern und PR-Beratern einerseits und den Lichtbildnern auf der anderen Seite zu minimieren. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit habe ich eine Liste zusammengestellt. Für Vorschläge zur Erweiterung dieser Liste bin ich offen.

12 Tipps zur Zusammenarbeit mit (PResse-)Fotografen

1. Arbeiten Sie mit professionellen Fotografen zusammen, die über die notwendigen Fachkenntnisse verfügen und Ergebnissicherheit beim Fototermin garantieren. Wichtig ist das vor allem bei Veranstaltungen und anderen Anlässen, die sich nicht wiederholen lassen.

2. Sagen Sie Ihren Fotografen, dass Sie PRessebilder wollen, keine Werbefotos! Authentizität ist gefragt, weil die Bilder im redaktionellen Umfeld veröffentlicht werden sollen. Dieser Hinweis ist wichtig, weil viele Fotografen zu Werbefotografen ausgebildet wurden und dazu neigen, zu glatte und schöne Bilder zu liefern.

3. Wählen Sie Fotografen nach deren speziellen Kenntnissen und Fertigkeiten aus. Portraitfotografie, Stillfotografie, Architekturfotografie, Industriefotografie, Veranstaltungsfotografie und Fotoreportage erfordern recht unterschiedliche Fähigkeiten. Merken Sie sich die Namen von Fotografen, deren veröffentlichte Bilder Ihnen gefallen (-> siehe dazu auch Punkt 12 zur Urheberangabe bei Veröffentlichung).

4. Zu Events, Veranstaltungen und Reportagen: Beauftragen Sie Fotografen, die regelmäßig Veranstaltungen fotografieren oder Erfahrung als Pressefotografen gesammelt haben. Für auswärtige Fototerminen lohnt es sich meist, Pressefotografen der örtlichen Zeitung zu kontaktieren.

5. Sorgen Sie dafür, dass der Fotograf günstige Arbeitsbedingungen (insbesondere Licht, Raumsituation) vorfindet. Vermeiden Sie unnötigen Zeitdruck während des Fototermins.

6. Sehen Sie in Ihren Fotografen Partner und keine Belichtungssklaven! Geben Sie ihnen Spielraum für eigene Bildideen und nutzen Sie deren Expertise, visuelle Konzepte zu entwickeln. Binden Sie ihre Fotografen deshalb möglichst frühzeitig in die Konzeption Ihrer Pressebilder ein.

7. Nehmen Sie sich Zeit für ein ausführliches Briefing! Je präziser Sie formulieren, was sie aussagen wollen und in welchem Kontext die Fotos eingesetzt/veröffentlicht werden sollen desto eher wird das Ergebnis Ihren Vorstellungen entsprechen.

8. Treffen Sie genaue Verabredungen über die Zuständigkeiten, die Erreichbarkeit, den genauen Zeitplan (einschließlich der Auslieferung der Bilder), zusätzliche Leistungen (wie zum Beispiel Bildoptimierung, Retusche und Beschriftung der Bilder).

9. Gute PR-Bilder entstehen durch Zusammenarbeit von Pressestelle und Lichtbildner. Laden Sie nicht die gesamte Verantwortung für das Gelingen einer Fotoproduktion beim Fotografen ab.

10. Gutes Geld für gute Fotos! Zahlen Sie ihren Fotografen ein angemessenes Honorar. Sowohl für die Fotos wie für eventuelle Zusatzleistungen.

11. Vom Fotografen erwerben Sie im Wesentlichen die Nutzungsrechte für die Fotos. Für ein bestimmtes Projekt, bestimmte Medientypen (z.B. Print und/oder Internet) sowie einen bestimmten Zeitraum. Die Verträge mit Ihren Fotografen sollten Sie dabei immer schriftlich fixieren.

12. Als Urheber haben Fotografen grundsätzlich das Recht auf Namensnennung. Übermitteln Sie den Fotografennamen deshalb in geeigneter Form (z.B. in der Autorenzeile des IPTC-Headers) an die Medien und andere Nutzer. Falls Sie den Fotografennamen nicht nennen oder am Bild veröffentlichen wollen, müssen Sie dies mit dem Fotografen vertraglich vereinbaren.

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