news aktuell blog

08. Februar 2012
Frank Schleicher

Frank Schleicher

Produktmanager OBS - über Fotografie & Infografik als PR-Tool sowie das allg. Bildgeschäft
quotes
Gute Pressebilder gehören in den Werkzeugkasten jeder Pressestelle und PR-Agentur. quotes up

  • RSS
  • Xing
  • Twitter
« Weitere Beiträge von Frank Schleicher ansehen

Was ist ein gutes PR-Bild?

von Frank Schleicher
Mittwoch, 16 Juni 2010 um 15:34 Uhr | Keine Kommentare

Schon die Frage, was ein gutes Pressefoto ausmacht, ist nicht gerade leicht zu beantworten. Es gibt kaum messbare Kriterien für die Qualität einer Fotografie. Stattdessen geben sich besonders gut Bilder von selbst zu erkennen. Hochwertige Pressefotos ragen aus der Masse heraus, weil sie einen einzigartigen Moment festhalten, eine Botschaft vermitteln, eine besondere Ästhetik aufweisen oder uns einfach emotional berühren. Manchmal kommt alles zusammen. Dagegen treten bei der Beurteilung von Fotos die handwerklichen und technischen Aspekte eher in den Hintergrund, weil meist nur Profis oder echte Fotoamateure beurteilen können, wie viel Wissen und Können in einer Fotografie stecken kann.

Bei PR-Bildern, also jenen Pressebildern die als Werkzeug der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden, kommt noch ein weiterer Gesichtspunkt hinzu: Erfüllt das PRessebild seinen kommunikativen Zweck, Aufmerksamkeit zu wecken und eine hohe Medienresonanz zu erzeugen?

Mir fallen zwei Ansätze ein, über die Qualität von PR-Bildern ein Urteil zu fällen:

1. Der “pragmatische” Ansatz: Bewertung anhand der erzielten Clippings

PR-Fotografie ist Gebrauchsfotografie und keine freie Kunst. Ein gutes PR-Bild muss deshalb nicht unbedingt ein besonders schönes, originelles oder sonst wie herausragendes Foto sein. Wichtig ist, dass es auf eine Nachfrage bei den Medien trifft und für die Bebilderung von Medienberichten geeignet ist. So gesehen ist nur das von Medien veröffentlichte Bild ein gutes PR-Bild. Und je höher die in Clippings gemessene Medienresonanz, desto besser ist das PR-Bild.

Dieser Ansatz hat einiges für sich, da sich der Erfolg messen lässt. Die Qualität eines PR-Bildes kann man so aber erst nachträglich, also nach der Verbreitung an die Medien ermitteln. Allerdings kann man aus Erfolgen und Misserfolgen einiges lernen und das PR-Konzept für zukünftige Pressebilder entsprechend ändern.

2. Bewertung durch Fachleute für visuelle Kommunikation

Im Prinzip sollte jeder in der Lage sein, ein Urteil über Bilder abzugeben. Allerdings gibt es Menschen, die durch Ausbildung und Berufspraxis besonders geschult und sensibilisiert sind, Pressebilder zu bewerten. Fotografen, Bildredakteure und Art Directors sind  sicherlich besonders qualifiziert. Wer wissen möchte, ob seine Bildsprache auf der Höhe der Zeit ist und sein Angebot an PRessebildern den Ansprüchen der Medien genügt, sollte solche Fachleute um eine Einschätzung und Verbesserungsvorschläge bitten. Noch besser wäre es, einen Schritt weiter zu gehen und (Presse-) Fotografen gleich in die Konzeption von PR-Bildern einzubeziehen.

Die besten PR-Bilder des Jahres

Seit 2006 bietet news aktuell Pressestellen und PR-Agenturen regelmäßig eine Möglichkeit, ihre PRessebilder durch eine Fachjury im Rahmen eines Wettbewerbes bewerten zu lassen: Mit den obs-Awards schreiben wir den Preis um die besten PR-Bilder des Jahres aus. Das Besondere an diesem Fotowettbewerb ist, dass hier der Einsatz der Fotografie als Instrument in der PR-Arbeit bewertet wird. Preisträger sind deshalb nicht die Fotografen, sondern ihre Auftraggeber in Pressestellen und PR-Agenturen.

Die zehn besten PR-Bilder in den sechs Kategorien werden in einer Shortlist zusammengefasst und in zahlreichen Medien veröffentlicht. Die Endausscheidung findet dann im Rahmen eines Webvotings statt. Die detaillierten Teilnahmebedingungen sowie die preisgekrönten Fotos der letztjährigen obs-Awards finden Sie auf unserer Website www.obs-Awards.de

Wer sich noch für die obs-Awards 2010 bewerben möchte, sollte sich übrigens beeilen: Bewerbungsschluss ist bereits am 25. Juni 2010.

Ihr Kommentar