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04. Februar 2012
Jens Petersen

Jens Petersen

Leiter Unternehmenskommunikation - über PR 2.0, moderne Pressearbeit und eigene Projekte
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Was wir heute im Internet erleben, ist vergleichbar mit dem kulturellen und gesellschaftlichen Umbruch durch die Erfindung des Buchdrucks: Spannend, herausfordernd und voller Überraschungen. Freuen wir uns, dass wir mittendrin sind! quotes up

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Was ist die Privatsphäre wert?

von Jens Petersen
Montag, 07 Juni 2010 um 21:08 Uhr | 8 Kommentare

Panel media coffeeNach unserem media coffee heute Abend in München hat mich ein seltsames Gefühl beschlichen. Je länger unsere Reihe dauert, desto klarer wird, dass wir absolut keinen blassen Schimmer haben, wie die Kommunikation in zehn Jahren funktioniert. Das ist einerseits sehr schade, weil genau das wollen wir ja schließlich wissen. Andererseits können wir natürlich weiterhin munter ins Blaue fabulieren und so auf angenehmen Weise die Jahre bis 2020 verbringen. Schöne Aussichten!

Aber was haben unsere Referenten in der Glaskugel für uns erspäht? Jochen Wegner freut sich schon jetzt auf ein Gerät, das so ähnlich wie ein iPhone aussieht, und das mit ihm gemeinsam die Welt erkundet, auf Umweltreize reagiert und ihm in allen Lebenslagen passgenaue Informationen liefert. Helmut Freiherr von Fircks hingegen, dessen betagte Mutter fleißig twittert, wie wir erfuhren, träumt davon, in zehn Jahren endlich deutlich gefilterter zu kommunizieren. Und Terry von Bibra wünschte sich, dass sich mindesten 90 Prozent seiner E-Mail automatisch beantworten, damit er sich so um die wirklich wichtigen 10 Prozent kümmern kann, die es verdienen. Aber wer schreibt denn 2020 eigentlich noch E-Mails… ? Das Problem sollte sich als von alleine lösen. Von Bibra Junior macht es zu Hause schon vor: Wenn man seine Freunde nicht via Facebook erreicht, dann eben gar nicht. Mailen oder simsen kommt jedenfalls nicht in die Tüte.

Etwas Beklemmung erzeugte unser Trendforscher Prof. Wippermann. (Zitat auf Twitter: “Der ist gut, der Prof.”). Er prognostizierte das baldige Ende der Privatheit, beziehungsweise meinte, dass dieses Ende bereits konkret begonnen hat. “Privacy von Menschen ist eine Währung geworden. Was ist die Privatsphäre wert?” Ja, das ist eine gute Frage. Bekomme ich irgendwann tatsächlich Geld dafür, wenn ich mich Unternehmen gegenüber komplett öffne? Oder findet das Ende der Privatheit doch eher im Verborgenen statt auf den Servern von Facebook und Google? Ist das  vielleicht das eigentliche Geschäftsmodell der Zukunft?

Besten Dank im Namen von news aktuell an alle Diskutanten und an unseren Moderator Klaus Eck!

  • 8. Juni 2010 um 09:07
    Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach
  • 8. Juni 2010 um 14:22
    U. Precht
  • 9. Juni 2010 um 18:02
    Karpfenpeter

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