Selbermachen vor Konfektionsware: Videos auf Zeitungsportalen
Der Einsatz von Webvideos auf Verlagsseiten wächst weiter stark an. Verlage sehen im Einsatz bewegter Bilder potenzielle Einnahmequellen und Reichweitenbringer. Das berichtet der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V. gestern in einer Pressemitteilung. Fast 500 Zeitungsportale setzen Video ein. Das sind 100 mehr als noch vor zwei Jahren. Bemerkenswert ist der Trend zum Selbstproduzieren: Standen in der Vergangenheit Anbieter wie Zoom.in noch hoch im Kurs, setzen Verlage jetzt zunehmend auf Eigenproduktionen. 59 Prozent der vom BDZV in Kooperation mit der Münchener Fachjournalistin Julia Schmid befragten Verlage gab an, eigenes Material herzustellen.
Das Ergebnis verdeutlicht das wachsende Bestreben der Verlage, online die eigene Marke zu etablieren und in verschiedenen Medienformen abzubilden. Für Unternehmen bieten sich bei dieser Entwicklung neue Möglichkeiten, Redaktionen mit neuen Serviceangeboten zu unterstützen. Footagematerial ohne Werbecharakter kann von Redaktionen für die eigene Onlineberichterstattung genutzt werden. Wichtig dabei: Das Material muss die Redaktionen zeitgerecht erreichen und sie müssen möglichst einfachen Zugriff darauf haben. Unternehmensseiten mit ständig wechselnden Logins und unterschiedlichen Vorgaben für die Nutzung erschweren die Verwendung. Daher ist die Nutzung zentraler Vertriebsplattformen sinnvoll.
Seit Beginn des Jahres bietet news aktuell auch die Distribution und Produktion von Footagematerial für Onlinemedien an. Aus unserer Sicht ist es sinnvoll, sein Material möglichst offen und breit anzubieten. Denkbar ist auch, Portale wie YouTube oder Sevenload für die Bewerbung des eigenen Footageangebots zu nutzen.
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