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04. Februar 2012
Jens Petersen

Jens Petersen

Leiter Unternehmenskommunikation - über PR 2.0, moderne Pressearbeit und eigene Projekte
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Was wir heute im Internet erleben, ist vergleichbar mit dem kulturellen und gesellschaftlichen Umbruch durch die Erfindung des Buchdrucks: Spannend, herausfordernd und voller Überraschungen. Freuen wir uns, dass wir mittendrin sind! quotes up

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Was ist das für eine Gesellschaft, die immer und überall online ist?

von Jens Petersen
Donnerstag, 04 Februar 2010 um 17:37 Uhr | Keine Kommentare

Karen HeumannIn den letzten Wochen haben wir uns intensiv mit der Planung unserer Veranstaltungsreihe 2010 beschäftigt. Ich freue mich außerordentlich, dass wir für unseren media coffee in Hamburg jetzt ein so hervorragendes Panel zusammenstellen konnten. Titel: “Kommunikation 2020 – Aufbruch in ein neues Informationszeitalter?” Es war uns absolut wichtig, in diesem Jahr nicht nur Verlagsmanager und Chefredakteure auf unseren Podien zu begrüßen, sondern auch Menschen, die einen etwas anderen Blick auf die Medienbranche haben: Trendforscher, Werber und Social Media-Experten. Am 14. April sind das Jung von Matt-Vorstand Karen Heumann (Foto links), PR- und Web 2.0-Kenner Mark Heising von Edelmann und Peter Wippermann, der mit seinem Trendbüro stetig in die Zukunft schaut. Mit den Chefredakteuren Georg Mascolo vom SPIEGEL und Claus Strunz vom Hamburger Abendblatt begrüßen wir außerdem zwei einflußreiche Medien-Macher, die ihre Angebote fit machen wollen für das Jahr 2020. Die Moderation der Runde liegt wieder in den bewährten Händen des Kollegen Meinolf Ellers von dpa-infocom.

Und darum geht’s: Der Siegeszug des Internets ist unumkehrbar. Fast alle Dinge des täglichen Lebens organisieren wir mit Hilfe des Netzes: Freunde, Urlaub, Shopping. Und natürlich auch Information und Kommunikation. Wohin führt das? Zum Ende des Journalismus, wie wir ihn kennen? Werden Begriffe wie Zielgruppen, Leserschichten oder Abonnenten bedeutungslos? Werden wir im Informations-Overkill ersticken oder wird das Internet die komplizierte Welt von Morgen für uns strukturieren? Was ist das für eine Gesellschaft, die immer und überall online ist?

* Wie wird die deutsche Medienlandschaft 2020 aussehen? Wer wird noch über Meinungsmacht verfügen? Wer gehört zu den Gewinnern, wer zu den Verlierern?

* Wohin steuern die Player aus dem Netz? Welche Rolle in der Medienwirtschaft werden Google, Facebook und Co in zehn Jahren einnehmen.

* Welches Medienverhalten entwickelt die Jugend derzeit für sich? Werden aus den Facebook-Usern von heute die Nutzer der klassischen Medienmarken von morgen? Oder haben wir es aus Sicht der Verlage mit einer “Lost Generation” zu tun?

* Wie wird das Berufsbild Journalist 2020 ausehen? Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden Berichterstatter brauchen? Wird es überhaupt noch Journalisten nach unserem Verständnis geben?

* Welche Geschäftsmodelle im Web können so erfolgreich sein, dass man mit ihnen einen Verlag finanzieren kann? Was müssen die Verlage tun, um diese Erlösquellen zu entwickeln und zu erschließen?

* Werden Begriffe wie Zielgruppen, Leserschichten oder Abonnenten bedeutungslos? Wird das Medien-Business überhaupt noch planbar sein?

* Wer zahlt in Zukunft noch für Inhalte? Ist teurer Qualitätsjournalismus in Zukunft ein Nischenprodukt für Besserverdienende und Firmen? Ist ein Zeitungssterben wie in den USA auch eine denkbares Szenario für Deutschland?

* Was bedeutet der scheinbar unaufhaltsame Bedeutungsverlust der Medien für Unternehmen und ihre Kommunikationsabteilungen? Ist es überhaupt ein Problem für ein Unternehmen, wenn die Reichweite der klassischen Medien abnimmt? Sind Kanäle wie Facebook oder Twitter eventuell sowieso besser geeignet mit Kunden zu kommunizieren?

* Welche Bedeutung wird das mobile Internet haben? Was ist das für eine Gesellschaft, die immer und überall online ist? Und was folgt daraus für Medien, PR und Werbung?

* Wer wird die Informationsströme und Kommunikationsplattformen in Zukunft verfolgen und aktiv nutzen? Alle? Die so genannte Infoelite? Oder nur die Besserverdienenden, die sich leistungsfähige Rechner und teure mobile Geräte leisten können?

* Werden wir im Informations-Overkill ersticken oder wird das Internet die komplizierte Welt von Morgen für uns strukturieren?

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